Donnerstag, 19. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
03. September 2013

Projekt: Sport und Krebs - eine landesweite Initiative

A. Berling1, V. Freiberger1, M. Schoenberg2, M. Halle1,3,4. 1Lehrstuhl und Poliklinik für Prävention, Rehabilitation und Sportmedizin, Klinikum rechts der Isar, TU München, Chi

Tumorpatienten profitieren zusätzlich zu ihrer Standardtherapie von regelmäßiger körperlicher Aktivität. Ein positiver Einfluss auf die Lebensqualität, den Erhalt der Leistungsfähigkeit und begünstigende Auswirkungen auf die Prognose konnte in den letzten Jahren durch wissenschaftliche Studien gezeigt werden. Diese Erkenntnisse sind bei vielen Ärzten und Patienten noch nicht hinreichend bekannt und das Angebot einer supportiven Trainingstherapie ist derzeit in Deutschland nicht etabliert. Im Rahmen des Projektes "Sport und Krebs - eine landesweite Initiative" sollen sowohl Ärzte als auch Patienten über eine begleitende Sporttherapie informiert und sensibilisiert, ein interdisziplinäres Netzwerk geschaffen und ein flächendeckendes Angebot für eine Sporttherapie für Tumorpatienten etabliert werden.

Im Jahr 2008 erkrankten ca. 470.000 Menschen in Deutschland an Krebs. Davon waren 223.100 Frauen und 246.700 Männer betroffen. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts ist die Neuerkrankungsrate für 2012 auf 490.000 Tumorpatienten angestiegen. Jeder vierte Mensch muss damit rechnen, im Laufe seines Lebens an Krebs zu erkranken. Zurzeit sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in der Bevölkerung. Jedoch wird prognostiziert, dass in den kommenden 15-20 Jahren die Anzahl der tumorbedingten Todesfälle die der Herz-Kreislauf-Erkrankungen übersteigen wird. Diese Tatsache ergibt sich aus der beständig steigenden Lebenserwartung und dem Zusammenhang, dass Krebs gehäuft im höheren Lebensalter auftritt. Bei etwa einem Drittel aller Krebserkrankungen der Frauen handelt es sich um Brustkrebs. Bei Männern ist Prostatakrebs mit einem Anteil von etwa 25% die häufigste Krebsart, Darmkrebs nimmt insgesamt die häufigste Krebsdiagnose bei Frauen und Männern zusammen ein (Abb. 1) (1).
 

Abb. 1: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebserkrankungen in Deutschland 2008 (ohne nicht melanotischen Hautkrebs) (Quelle: RKI, 18.02.2012).


Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Alkohol und Ernährung sind seit langem anerkannte Risikofaktoren für diverse Tumorentitäten. Körperliche Inaktivität stellt nach neueren, wissenschaftlichen Erkenntnissen einen eigenständigen Risikofaktor für bestimmte Krebserkrankungen, wie z.B. Brust- oder Darmkrebs, dar. Während die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen gut dokumentiert sind, ist der positive Einfluss von körperlicher Aktivität bei Tumorpatienten bislang weit weniger untersucht worden. Das wachsende Interesse der Forschung beschränkt sich hierbei nicht allein auf den Einfluss physischer Aktivität auf die Krebsentstehung, sondern findet zunehmend auch therapiebegleitend und in der Rehabilitation Beachtung. Während noch vor wenigen Jahren aus Angst vor Überanstrengung die Tumorpatienten geschont werden sollten, belegen mittlerweile zahlreiche Untersuchungen die positiven Auswirkungen einer moderat-angepassten körperlichen Belastung, begleitend zur etablierten Therapie (2, 3). Die derzeit vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse zu Sport und Bewegung als supportive Therapie sind bisher in der Praxis unzureichend umgesetzt worden. Dabei profitieren Patienten von einer Sporttherapie hinsichtlich diverser Aspekte (4-6):

Lebensqualität und Fatigue-Symptomatik können positiv beeinflusst, therapiebedingte Nebenwirkungen reduziert und einem Verlust der Leistungsfähigkeit entgegengewirkt werden. Auch gibt es erste Hinweise für eine Verbesserung der Prognose bei diversen Tumorentitäten, was bisher jedoch erst in wenigen Studien untersucht wurde. Die Überlebensrate von Brustkrebspatientinnen konnte durch regelmäßige moderate körperliche Aktivität, wie beispielsweise Walking, von ca. 3 Stunden pro Woche im Vergleich zu inaktiven Patientinnen um bis zu 40% gesteigert werden (7-9). Auch in drei großen Beobachtungsstudien mit Darmkrebspatienten konnte bei den Patienten, die körperlich aktiv waren, entsprechend 30 Min. pro Tag zügigem Walken, eine Verbesserung der Überlebensrate von bis zu 50% nachgewiesen werden (10-12). Ähnlich vielversprechende Ergebnisse bei Prostatakrebspatienten mit einer signifikanten Reduktion der Gesamtmortalität und der prostatakrebsspezifischen Mortalität durch regelmäßige körperliche Aktivität konnten bislang in einer Beobachtungsstudie gezeigt werden (13).

Diese positiven Effekte einer supportiven Therapie sind bisher bei vielen onkologisch betreuenden Ärzten und auch Tumorpatienten nicht bekannt und eine Trainingstherapie ist für Tumorpatienten nicht standardmäßig etabliert. Die Aufklärung zu dieser Thematik soll in dem vom Bayerischen Ministerium für Gesundheit geförderten Projekt "Sport und Krebs - eine landesweite Initiative" erfolgen. Im Oktober 2012 ist das Projekt mit einer zweijährigen Laufzeit gestartet. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern (Bayerische Krebsgesellschaft e.V., Bayerischer Landes-Sportverband e.V., Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V., Kuratorium für Prävention und Rehabilitation TU München) sind für das erste Jahr sechs zertifizierte Fortbildungsveranstaltungen für Fachpersonal (Ärzte, onkologische Krankenschwestern, Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten) sowie parallele Informationstage für Patienten geplant und teilweise bereits umgesetzt worden.

Weiter wird die bayernweite Ausdehnung von Krebssportgruppen sowie ein flächendeckender Zugang zur Sport- und Bewegungstherapie für alle Tumorpatienten angestrebt.

Maßnahmen und Ziele

Zur erfolgreichen Umsetzung des Projektes sind folgende Maßnahmen geplant und teilweise bereits durchgeführt worden:

Edukation zum Thema Sport und Krebs

Zertifizierte Fortbildungen für Fachpersonal im Bereich onkologischer Erkrankungen

Ziel dieser Veranstaltungen ist die Aufklärung und bessere Zusammenarbeit zwischen den Versorgern, den onkologischen Zentren, den niedergelassenen Ärzten und den Einrichtungen zur Durchführung der Sport- und Bewegungstherapie. Hierfür bedarf es umfangreicher Aufklärung und besserer Vernetzung zur direkten Weitergabe an die Patienten. Tumorpatienten sollten direkt in der Akutklinik, während des stationären Aufenthalts, eine begleitende, supportive Sport- und Bewegungstherapie erhalten. Ein nahtloser Übergang von der Akutklinik in die poststationäre Rehabilitationsphase und anschließend in die Rehabilitationssportgruppe am Wohnort sollte, wie in Abbildung 2 verdeutlicht, gewährleistet sein.
 

Abb. 2: Maßnahmen der Sport- und Bewegungstherapie und direkte Übergabe des Tumorpatienten von den einzelnen Institutionen (Akutklinik, Rehabilitation, betreuender Arzt am Wohnort) in der Rehabilitationskette. (Quelle: Schüle, 2006, eigene Bearbeitung).

 


Die Inhalte der Fortbildungsveranstaltung umfassen folgende Themenschwerpunkte:
- Informationen zum aktuellen wissenschaftlichen Stand über die positiven Aspekte von körperlicher Aktivität bei Tumorerkrankungen
- Möglichkeiten der Evaluation der Art, Dauer und Intensität der Belas-
tung und Belastungskontrolle
- Eventuelle Risiken und Kontraindikationen
- Anlaufstellen/Kontakte zur Durchführung von Sporttherapie
- Auskunft über die Verordnung (Formular 56) zur Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen

Erster Veranstaltungsort für die Fortbildungsveranstaltungen war im März 2013 Garmisch Partenkirchen. Darauf folgten München, Bamberg und Augsburg. Die letzten Termine schließen auf dem Symposium in Erlangen am 28.09.2013 und in Landshut am 24.10.2013 mit den Veranstaltungen für das erste Projektjahr ab (Abb. 3).

Abb. 3: Standorte der onkologischen Kooperationspartner in Bayern.

 

Organisation von Patientenveranstaltungen

Viele Patienten werden bisher nicht durch ihren zuständigen Onkologen über die Möglichkeit einer begleitenden supportiven Sporttherapie informiert. Im Rahmen des Projektes werden Informationsveranstaltungen zum Thema "Sporttherapie bei Krebserkrankungen" parallel zu den Fachfortbildungen durchgeführt. Die Inhalte der Patienteninformationsveranstaltung umfassen folgende Aspekte:
- Aufklärung über die positiven Aspekte von körperlicher Aktivität bei Tumorerkrankungen
- Wie belaste ich mich richtig? (Art, Dauer, Umfang und Intensität)
- Eventuelle Risiken und Kontraindikationen
- Ärztliche Ansprechpartner zur Konsultation bei Unsicherheiten
- Anlaufstellen/Kontakte zur Durchführung der Sporttherapie
- Auskunft über die Kostenübernahme und die Antragstellung durch die gesetzlichen Krankenversicherungen

Nach Abschluss der sechs Veranstaltungen für Fachpersonal sowie Betroffene und Angehörige dienen die kooperierenden Zentren als Multiplikatoren in Ihrer Region, um im zweiten Projektjahr weitere Informationsveranstaltungen für die Patienten in den jeweiligen Bezirken zu initiieren.

 

Ausstehende Termine für die Patiententage 2013:
28.-29.09.2013 Erlangen Symposium, 24.10.2013 Landshut
Ansprechpartner: Anika Berling, Tel.: 089-289-24423
E-Mail: berling@sport.med.tum.de



Übungsleiterfortbildungen

Die Aus- und Fortbildung der Übungsleiter sowie Sensibilisierung für das Thema erfolgt seit Beginn 2013 in Kooperation mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V. (BVS). Hierbei wird in allen lizenzverlängernden Lehrgängen der Lizenzstufe II eine Vertiefungseinheit zum Thema "Sport bei Krebserkrankung" abgehalten (Abb. 4). Der Fokus liegt dabei auf den Besonderheiten der Leitung einer onkologischen Sportgruppe sowie der Aufklärung über die formalen Aspekte zur Neugründung einer eigenen Gruppe.

 

Abb. 4: Standorte der durchgeführten Übungsleiterschulungen 2013 in Bayern.
 


 

 

Ausstehende Termine für die Übungsleiterfortbildungen 2013: 21.09.2013 Straubing
28.-29.09.2013 Erlangen Symposium
12.-13.10.2013 Weiden
12.-13.10.2013 Augsburg
02.-03.11.2013 Augsburg 
Ansprechpartner: BVS Bayern, Tel.: 089-544189-0
E-Mail: info@bvs-bayern.com





Aufbau weiterer Krebssportgruppen

Der Ausbau von Krebssportgruppen verläuft zusätzlich zu den Fortbildungsveranstaltungen bayernweit ab (Abb. 5). Um eine entsprechende Anlaufstelle anbieten zu können, ist es wichtig die Nachhaltigkeit und den Beginn einer Gruppe mit einer Auftaktveranstaltung zu unterstützen. Für das dauerhafte Bestehen und die Rekrutierung der Teilnehmer einer Sportgruppe ist die Zusammenarbeit mit Krankenhäusern, Rehakliniken und den niedergelassenen Ärzten unerlässlich. Durch eine flächendeckende Erweiterung von Krebssportgruppen bayernweit sollen alle Tumorpatienten die Möglichkeit erhalten, Empfehlungen zur körperlichen Aktivität auch in die Praxis umsetzen zu können. Perspektivisch ist die weitere Ausdifferenzierung dieser Gruppen nach Tumorentität und Leistungszustand angestrebt. Ziel der Maßnahmen ist es, die neugegründeten Krebssportgruppen als zentrale Anlaufstellen für kooperierende Kliniken und zur Etablierung weitere Krebssportgruppen in den Bezirken zu nutzen und auszubauen. Durch diese Gruppengründungen soll langfristig eine Sporttherapie standardmäßig als supportive Therapiemaßnahme für Tumorpatienten durch Krankenkassen und Rentenversicherungen unterstützt und flächendeckend angeboten werden.
 

Abb. 5: Standorte der neugegründeten Krebssportgruppen 2013 in Bayern.

Stationäre Sporttherapie

Des Weiteren soll langfristig eine Sporttherapie bereits für stationäre Tumorpatienten angeboten werden. Oftmals führt die Krebsdiagnose nicht nur zu einer Abnahme der Lebensqualität, sondern auch zu einer Reduktion der körperlichen Aktivität. Die Folgen der vermehrten Inaktivität sind ein Abbau an Gewebe und Gewicht mit zunehmender Schwäche. Zusätzlich zu den Folgen des Bewegungsmangels können noch Komplikationen im Therapieverlauf durch operative Eingriffe sowie Radio-, Chemo-, oder Immuntherapie auftreten, welche die Genesung des Patienten außerdem beeinträchtigen. Durch eine sofortige, nahtlose, individuelle und ganzheitliche Bewegungstherapie soll diesem Verlauf entgegengewirkt bzw. dieser verhindert werden (14).

Ziel ist es, neben dem Training in der Gruppe, das ergänzend viele Vorteile gegenüber einer Einzeltherapie aufweist, die individuelle Therapie ab der Diagnosestellung für Tumorpatienten außerhalb von Interventionsstudien zu gewährleisten. Im Rahmen dieses Projektes sollen stationäre Tumorpatienten sporttherapeutisch am Klinikum rechts der Isar und Rotkreuzklinikum begleitet werden. In der Zukunft ist eine flächendeckende, bayernweite Ausweitung dieses Modells geplant.

Etablierung der Sporttherapie für Tumorpatienten

Der Aufbau der Homepage "Sport und Krebs" am leitenden Studienzentrum in München dient den Kooperationspartnern zur besseren Vernetzung und Kommunikation zum Wissenstransfer überregional und untereinander. Die Homepage befindet sich derzeit noch in der Gestaltungs- und Aufbauphase. Langfristig wird der Aufbau eines interdisziplinären Netzwerks zur Etablierung von Sporttherapie für Tumorpatienten angestrebt.

Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. (BKG)
Ansprechpartner: Frau Bernet-Dörrich
Nymphenburger Straße 21 a
80335 München
Tel.: 089/548840 -21, -22, -23
E-Mail: brs-muenchen@bayerische-krebsgesellschaft.de
www.bayerische-krebsgesellschaft.de

Behinderten- und Rehabilitationssportverband
Bayern (BVS) e.V.
Georg-Brauchle-Ring 93
80992 München
Tel.: 089/544189-0 
E-Mail: info@bvs-bayern.com
www.bvs-bayern.de

Kuratorium für Prävention und Rehabilitation e.V.
Technische Universität München
Ansprechpartner: Dr. phil. Christoph Lammel
Georg-Brauchle-Ring 58
80992 München
Tel.: 089/28924420
E-Mail: kuratorium.pr@sport.med.tum.de
www.sport.med.tum.de

Bayerischer Landes-Sportverband (BLSV) e.V.
Georg-Brauchle-Ring 93
80992 München
Tel.: 089/15702-0
E-Mail: info@blsv.com
www.blsv.de

Fazit

Aufgrund der durchgeführten Fachfortbildungen, Patienteninformationstagen und Übungsleiterschulungen zum Thema "Sport und Krebs" sowie der Gründung neuer onkologischer Sportgruppen in ganz Bayern wird eine verbesserte Akzeptanz und Nutzung dieser Angebote bei Krebserkrankungen erwartet. Die verbesserte Erreichbarkeit von Informations- und Fortbildungsmaßnahmen durch dieses Projekt trägt maßgeblich zur Aufklärung und Sensibilisierung für die Einflussmöglichkeiten von körperlicher Aktivität auf Krebserkrankungen bei. Perspektivisch soll die flächendeckende Versorgung auch über die Grenzen Bayerns hinaus umgesetzt werden. Das resultierende interdisziplinäre Netzwerk sowie der Aufbau der eigenen Homepage "Sport und Krebs" gewährleisten die Nachhaltigkeit über die zweijährige Projektlaufzeit hinaus. Aus der steigenden Lebenserwartung und der damit verbundenen Zunahme an Neuerkrankungen gewinnen Maßnahmen wie dieses Projekt, welches zur Steigerung und Sicherung der individuellen Lebensqualität beiträgt, zunehmend an Bedeutung. Besonders Maßnahmen, welche die Morbidität der Krebspatienten im Anschluss an die Therapie verringern können, sind von Interesse, weil sie die Gesamtkosten für das Gesundheitssystem senken können. Langfristig soll dieses Projekt als Vorbild und Basis zur Weiterentwicklung von standardisierten Empfehlungen von Sport bei Krebserkrankungen dienen. 

 

 
 

 

 Anika Berling

Dipl. Sportwissenschaftlerin
Übungsleiterin Onkologie
Lehrstuhl für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Georg-Brauchle-Ring 56 (Campus C)
80992 München

Tel: 089/289 24423
E-Mail: berling@sport.med.tum.de
Internet: www.sport.med.tum.de

 

 

Abstract

A. Berling1, V. Freiberger1, M. Schoenberg2, M. Halle1,3,4. 1Lehrstuhl und Poliklinik für Prävention, Rehabilitation und Sportmedizin, Klinikum rechts der Isar, TU München, Chirurgische Abteilung, Rotkreuzklinikum München, 2Chirurgische Klinik, Rotkreuzklinik München, 3DZHK (German Centre for Cardiovascular Research), partner site (MHA) Munich Heart Alliance, Munich, Germany, 4Else-Kröner-Fresenius-Zentrum, Klinikum rechts der Isar, München

Patients with cancer benefit from participation in regular physical activity, beyond that of standard therapy. The positive effect of physical activity on quality of life, physical fitness and prognosis has been observed in several scientific studies. These findings have not yet gained acceptance among clinical practioners and cancer patients, and exercise rehabilitation programs for cancer patients are not widely available in Germany. This project “Sport and Cancer - A National Initiative” will inform and sensitize patients and physicians to the benefits of regular physical activity in cancer treatment, develop a network of exercise and cancer experts, and establish a national exercise rehabilitation program for all patients with cancer.

Keywords: cancer, physical activity, rehabilitation


Literaturhinweise:
(1) Kraywinkel K. Krebs in Deutschland. Berlin, Robert-Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. Robert Koch-Institut (RKI), Stand: 18.2.2012 http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Krebs_gesamt/krebs_gesamt_node.html
(2) Baumann FT, et al. Sport und körperliche Aktivität in der Onkologie. Springer-Verlag: Berlin Heidelberg; 2012.
(3) Rank M, et al. Sporttherapie bei Krebserkrankungen: Grundlagen - Diagnostik - Praxis Schattauer- Verlag; 2012.
(4) Halle M, Schoenberg M. Körperliche Aktivität in der Prävention und Therapie des kolorektalen Karzinoms. Dtsch Arztebl Int 2009;106(44): 722-7.
(5) Speck RM, et al. An update of controlled physical activity trials in cancer survivors: a systematic review and meta-analysis. J Cancer Surviv. 2010;4(2), 87-100.
(6) Morey MC, et al. Effects of home-based diet and exercise on functional outcomes among older, overweight long-term cancer survivors: RENEW: a randomized controlled trial. JAMA 2009;301(18), 1883-1891.
(7) Holmes MD, et al. Physical activity and survival after breast cancer diagnosis. JAMA 2005;293(20), 2479-2486.
(8) Holick CN, et al. Physical activity and survival after diagnosis of invasive breast cancer. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2008;17(2), 379-386.
(9) Volaklis KA, et al. Exercise in the prevention and rehabilitation of breast cancer. Wien Klin Wochenschr. 2013;125:297-301.
(10) Meyerhardt JA, Giovannucci EL, Holmes MD, et al. Physical activity and survival after colorectal cancer diagnosis. J Clin Oncol. 2006;24(22), 3527-3534.
(11) Meyerhardt JA, et al. Physical activity and male colorectal cancer survival. Arch Intern Med. 2009;169(22), 2102-2108.
(12) Meyerhardt JA, et al. Impact of physical activity on cancer recurrence and survival in patients with stage III colon cancer: findings from CALGB 89803. J Clin Oncol. 2006;24(22), 3535-3541.
(13) Kenfield SA, et al. Physical activity and survival after prostate cancer diagnosis in the health professionals follow-up study. J Clin Oncol. 2011;29(6), 726-732.
(14) Baumann FT, Schüle K. (2008) Bewegungstherapie und Sport bei Krebs. Deutscher Ärzte Verlag.

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs