Mittwoch, 18. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
07. Februar 2013

ASH 2012 - Eisenchelation mit Deferasirox

Positiver Einfluss auf Gesamtüberleben und Hämatopoese erneut gezeigt

Aktuelle beim ASH-Kongress vorgestellte Daten bestätigen den Nutzen einer Behandlung mit dem Eisenchelator Deferasirox (Exjade®) bei myelodysplastischen Syndromen (MDS) und nach einer Stammzelltransplantation.

Anzeige:
 
 

Bei Patienten, die durch eine Eisenchelat-Therapie eine Verringerung des Transfusionsbedarfs erreichen, verbessert sich nicht nur die Lebensqualität, sondern langfristig auch das klinische Outcome. Dass das auch außerhalb von Studien unter Praxisbedingungen erfolgreich ist, zeigt eine italienische Kohortenstudie, in der in 37 Zentren 152 konsekutive Patienten mit Niedrigrisiko-MDS („low risk“ oder „intermediate 1“ nach dem IPSS), die bereits mindestens 20 Erythrozytenkonzentrate (Median 37) erhalten hatten, eine Startdosis von 20 mg/kg Deferasirox bekamen (1).

Nach 1-jähriger Behandlungsdauer konnte eine Abnahme der medianen Serum-Ferritin-Werte von 1,966 ng/ml auf 1,475 ng/ml (p<0,0001) sowie ein Rückgang der monatlichen Transfusionsfrequenz von im Median 3 (2-5) auf ein Erythrozytenkonzentrat (0-4)bei stabilen Hb-Werten gezeigt werden, so E. Angelucci, Cagliari. 22 Patienten wurden transfusionsfrei; die Wahrscheinlichkeit dafür stieg mit zunehmender Behandlungsdauer (5,5% nach 6, 15,7% nach 9 und 19,7% nach 12 Monaten) (1). Die Behandlung mit Deferasirox verringert also offenbar nicht nur die Eisenbelastung, sondern auch die Notwendigkeit für Transfusionen.

Die Eisenüberladung durch Erythrozytenkonzentrat-Transfusionen trägt auch zu Morbidität und Mortalität nach einer allogenen Stammzelltransplantation (ASCT) bei. Eine Behandlung mit Deferasirox ist hier gut verträglich und kann die Eisenbelastung herabsetzen, wie sich in einer offenen, einarmigen deutschen Studie zeigte, die Haifa Al-Ali, Leipzig, vorstellte (2): Hier konnte bei 76 erwachsenen Patienten, die wegen Thalassämien oder anderer Erkrankungen allogen transplantiert worden waren und an Eisenüberladung litten, mit Deferasirox eine negative Eisenbilanz erzielt werden. Dieser interessante neue Ansatz bei Patienten nach ASCT muss nun in einer randomisierten Studie getestet werden.

jg

Literaturhinweise:
(1) Angelucci E, et al. ASH 2012, Abstr. 425.
(2) Al-Ali H, et al. ASH 2012, Abstr. 485.

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
CUP
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs