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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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28. August 2012

Personalisierte Medizin

Das Konzept der personalisierten Medizin, z.B. die individualisierte Medizin unter Berücksichtigung spezifischer Patientenunterschiede bzw. die stratifizierende Medizin durch die Unterteilung von Patienten in klinisch relevante Subgruppen, bildet in dieser Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE einen Themenschwerpunkt. Aus verschiedensten Gründen (z.B. unnötige Exposition von Patienten, Kosten) strebt man heute bei der Optimierung bestehender und bei der Entwicklung neuer Tumortherapien eine verlässliche Wirkungsvorhersage sowie die Überprüfung der Wirksamkeit während der Therapie mit Hilfe prognostischer und prädiktiver Biomarker an.

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Wie die Kombination verschiedener prognostischer Biomarker Anwendung bei der Früherkennung und der Therapieberatung findet, verdeutlicht der Beitrag von Rhiem und Schmutzler. Hier wird u.a. ein „Zweischritt-Verfahren zur individuellen Risikoprofil-Erstellung“ aus dem Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs vorgestellt. Die Kombination aus anam-
nestischen Informationen und einem genetischen Test resultiert in einer individuellen Beratung des Patienten zum Umgang mit seiner persönlichen Risikosituation. Gorges et al. geben einen Überblick über den derzeitigen Stand der Anwendbarkeit von zirkulierenden Tumorzellen als prognostischer Marker sowie Effizienzmarker zur Überwachung des Therapieerfolgs. Der Bericht enthält auch die wichtige Diskussion über die derzeitigen technologischen Ansätze zum Nachweis dieser Tumorzellen im Blut als Ersatz zur invasiven Tumorbiopsie.

Einen weiteren Schwerpunkt stellt neben der direkten Detektion von Tumorzellen die Charakterisierung des Tumormikromilieus dar. Der Einfluss von z.B. Immunzellinfiltraten auf das Tumorwachstum und die Metastasierung ist unumstritten. Die äußerst sensitive Regulation im Netzwerk von Stroma und Immunzellen können von Faktoren wie z.B. dem Tumor selbst, dem generellen Gesundheitszustand, aber auch durch die Prämedikation des Patienten signifikant beeinflusst werden. Der Status quo im Tumormikromilieu eines Patienten kann deshalb entscheidend bei der Wahl der geeigneten  Therapieform(en) sein. Wartha und Weigand geben in ihrem Bericht einen entsprechenden Überblick über die Hauptbestandteile des Tumormikromilieus sowie über aktuelle Strategien zur Einflussnahme auf Immunzellen, die in Wechselwirkung mit dem Tumor stehen. Die Autoren um PD Dr. Janssen stellen in ihrem Beitrag ihre aktuellen Forschungsergebnisse zu Biomarkern im Signalnetzwerk des Mikromilieus im kolorektalen Karzinom vor und geben einen Ausblick über neue immuntherapeutische Targets.

Zusammenfassend geben die Beiträge in dieser Ausgabe einen exzellenten Ausblick, wie die Effektivität von Tumortherapien durch die Anwendung prognostischer und prädiktiver Biomarker sowie durch die gezielte Kombination unterschiedlicher Therapiestrategien optimiert werden kann.

 

 

Dr. rer. nat. Michael Cannarile
Biomarker and Experimental Medicine Leader
Pharma Research and Early Development (pRED)
Roche Diagnostics GmbH, Penzberg

 

 

 

 

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