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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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05. März 2013

ASCO GI 2013 - Pankreaskarzinom

Pankreaskarzinom: Überlebenszeitverlängerung in frühen Stadien

Innerhalb der epithelialen Tumoren gehört das Pankreaskarzinom zu den Entitäten mit der schlechtesten Prognose. Beim 2013 Gastrointestinal Cancers Symposium in San Francisco/USA im Januar dieses Jahres zeigten 2 nationale Studien aus Japan und Großbritannien eine Verlängerung des Gesamtüberlebens durch den Einsatz altbekannter Chemotherapien.

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In der japanischen multizentrischen Phase-III-Studie JASPAC 01 wurde das orale Fluoropyrimidin S-1 im adjuvanten Setting untersucht (1). 378 Patienten erhielten innerhalb von 10 Wochen nach Tumorresektion randomisiert Gemcitabin oder S-1. Nach 180 letalen Ereignissen wurde eine geplante Interimsanalyse durchgeführt. Mit einer Hazard Ratio von 0,56 wurde sowohl die signifikante Nicht-Unterlegenheit (primärer Studienendpunkt, p<0,0001) als auch die signifikante Überlegenheit von S-1 (p<0,0001) bezüglich des Gesamtüberlebens (OS) gezeigt. Die 2-Jahres-OS-Rate betrug 70% unter S-1 versus 53% im Gemcitabin-Arm. Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 23,2 versus 11,2 Monate und das 2-Jahres-PFS 49% unter S-1 versus 29% im Gemcitabin-Arm.

An unerwünschten Nebenwirkungen traten unter Gemcitabin häufiger hämatologische Nebenwirkungen auf, unter S-1 waren die nicht-hämatologischen Nebenwirkungen leicht erhöht, mit Appetitlosigkeit Grad 3 bei 8% der Patienten als häufigstem Event. Insgesamt waren beide Therapien im adjuvanten Setting gut verträglich. Damit ist S-1, zumindest in Japan, der neue Standard für die adjuvante Behandlung des Pankreaskarzinoms. Für kaukasische Patienten sollte in einer ähnlichen Studie der Nachweis der Überlegenheit abgewartet werden.

Chemoradiotherapie

Beim lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinom ist in England derzeit eine alleinige Chemotherapie die Standardbehandlung. Um ein national befürwortetes CRT-Protokoll zu etablieren, wurden die Wirksamkeit und die Sicherheit von zwei CRT-Schedules, Capecitabin-RT und Gemcitabin-RT, in der SCALOP-Studie untersucht (2).

Nach Induktion mit 4 Zyklen Gemcitabin plus Capecitabin wurden Patienten in einen Gemcitabin-Arm (300 mg/m2, wöchentlich) oder einen Capecitabin-Arm (830 mg/m2, 2x tägl., oral Mo-Fr) randomisiert. Beide Chemotherapien wurden mit einer Bestrahlung von 50,4 Gy/28 F (Mo-Fr) kombiniert. Der primäre Endpunkt war das PFS nach 39 Wochen, sekundäre Endpunkte waren u.a. Sicherheit, 1-Jahres-OS, PFS und Ansprechen.

74 Patienten konnten in 28 englischen Zentren randomisiert werden. Hämatologische Nebenwirkungen Grad 3/4 wurden im Gemcitabin-Arm bei 18,4% der Patienten versus 0% unter Capecitabin und nicht-hämatologische Nebenwirkungen Grad 3/4 bei 26,3% versus 11,1% der Patienten beobachtet.

Nach 9 Monaten waren 51,4% der Patienten im Gemcitabin-Arm und 62,9% im Capecitabin-Arm progressionsfrei. Dieser Unterschied war nicht signifikant und die Studie strenggenommen negativ. Das mediane PFS betrug 12 versus 10,4 Monate (HR=0,60; p=0,111). Unter Gemcitabin wurde eine Krankheitskontrolle bei 31 Patienten erreicht (CR: 0, PR: 7, SD: 24), im Capecitabin-Arm bei 30 der Patienten (CR: 2, PR: 6, SD: 22). Das OS war allerdings mit median 13,4 versus 15,2 Monaten im Capecitabin-Arm signifikant länger (HR=0,39; p=0,012).

Zielgerichtete Therapien

Studien mit zielgerichteten Therapien bei nicht-resektablen Tumoren zeigten mäßige Erfolge. In einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie erbrachte die zusätzliche Gabe von Masitinib, einem selektiven Tyrosinkinaseinhibitor von c-Kit und Lyn-Kinase, zu Gemcitabin keine Verlängerung des OS (3). Es wurde allerdings ein Biomarker entdeckt, der sowohl bei besonders aggressiven Tumoren auftritt, als auch Tumoren markiert, die sensibel auf Masitinib reagieren. Dies wäre ein Ansatzpunkt für weitere Studien. Eine Kombination, die komplett aufgegeben wird, ist Sorafenib plus Erlotinib. In einer Phase-II-Studie wurde der primäre Endpunkt, das PFS nach 8 Wochen von ≥ 70% der Patienten, nicht erreicht (4). Nur 47% der Patienten überlebten diesen Zeitraum.

Dr. Ine Schmale (is)
 

Oral Abstract Session und General Poster Session - Cancers of the pancreas, small bowel, and hepatobiliary tract; ASCO GI 2013, 25.01.2013

Literaturhinweise:
(1) Uesaka K. Abstr. 145
(2) Mukherjee S, Abstr. LBA146
(3) Deplanque G, Abstr. 158
(4) Backlund Cardin D, Abstr. 191

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