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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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24. November 2009

Palonosetron – neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit bei verzögerter Emesis

Allgemein wird angenommen, dass 5-HT3- assoziierte Prozesse an den Tagen 2 - 5 nach Chemotherapie nur eine untergeordnete Rolle für das Auftreten von verzögerter Übelkeit und Erbrechen spielen. Neue Studien mit Palonosetron konnten jedoch beweisen, dass 5-HT3 auch bei verzögerter Emesis gegenwärtig ist, da diese durch Palonosetron wirksam beeinflusst werden kann.
Der 5-HT3-Rezeptorantagonist (5-HT3-RA) der zweiten Generation Palonosetron weist unter den verfügbaren 5-HT3-RA nicht nur die höchste Rezeptorbindungsaffinität, sondern auch die längste Eliminationshalbwertszeit auf. Palonosetron bindet zusätzlich zur primären orthosterischen Bindungsstelle am 5-HT3-Rezeptor an eine zweite allosterische Bindungsstelle. Dies macht vermutlich auch die klinischen Unterschiede zu den älteren Substanzen aus.


Palonosetron zeigt nachhaltige Wirksamkeit in der verzögerten Phase bei MEC und HEC

Eine auf dem ASCO 2009 vorgestellt Metaanalyse konnte die in den Zulassungsstudien beobachtete Überlegenheit der Einmalgabe von Palonosetron gegenüber älteren 5-HT3-RA an einem großen Patientenkollektiv von 1.298 Patienten bestätigen [1]. In der Studie von Gralla et al. waren die kompletten Ansprechraten (keine Emesis, keine Rescue-Medikation) unter Palonosetron mit 81,0% vs. 68,8% in der akuten (0-24 h nach Chemotherapie) und mit 74,1% vs. 55,1% in der verzögerten Phase (24-120 h) signifikant höher als unter Ondansetron [2]. In der Studie von Eisenberg et al. zeigten sich mit 54,0% vs. 38,7% in der verzögerten Phase und mit 46,0% vs. 34,0% über den gesamten Zeitraum von 120 Stunden nach Beginn der Chemotherapie für Palonosetron signifikant höhere komplette Ansprechraten [3]. 2006 verglich eine Phase-III-Studie Palonosetron mit Ondansetron bei hoch-emetogener Chemotherapie (HEC), wobei auch hier die Antiemetikagabe nur am Tag der Chemotherapie erfolgte [4]. In der akuten Phase zeichnete sich ein tendenzieller Vorteil für Palonosetron, in der verzögerten Phase aber mit 42,0% vs. 28,6% ein signifikanter Vorteil ab. Die kürzlich publizierte Studie von Saito et al., die Palonosetron plus Dexamethason mit Granisetron plus Dexamethason bei HEC verglich [5], untersuchte erstmals, ob der positive Einfluss von Palonosetron auf die verzögerte Phase auch bei begleitender Dexamethason-Gabe zu beobachten ist. Es zeigte sich, dass bei Einmalgabe von Palonosetron plus Dexamethason am Tag der Chemotherapie signifikant mehr Patienten in der verzögerten Phase ein komplettes Ansprechen erreichten als bei Einmalgabe von Granisetron plus Dexamethason (56,8% vs. 44,5%). In der akuten Phase hatte sich noch kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Studienarmen abgezeichnet, so dass der vorteilhafte Effekt auf die verzögerte Phase nicht allein durch einen Carry-over-Effekt zu erklären ist, sondern vermutlich auf die langanhaltende Blockade des 5-HT3-Rezeptors zurückzuführen ist.


Einmalgabe von Zweier- und Dreierkombinationen mit Palonosetron genügt

Grunberg et al. untersuchten, ob durch eine einmalige Gabe von Aprepitant, Dexamethason und Palonosetron vor der Chemotherapie eine ausreichende antiemetische Prophylaxe erreicht werden kann [6]. Die Einmalgabe von Palonosetron, Dexamethason plus NK1-Antagonist führte bei den 41 Brustkrebspatientinnen zu einem 100%igen Schutz vor Erbrechen am Tag 1. An den Tagen 2 bis 5 und über den gesamten Untersuchungszeitraum von 5 Tagen konnte das Erbrechen zu 95% unterbunden werden (Abb. 1). Dass auch mit einer einfachen eintägigen Zweierkombination aus Palonosetron und Dexamethason eine effektive Emesiskontrolle ausgeübt werden kann, demonstrieren zwei aktuelle Studien [7, 8]. Hier zeigte sich, dass die Einmalgabe von Palonosetron plus Dexamethason gegeben nur an Tag 1 Emesis und Nausea ebenso effektiv kontrolliert, wie wenn Dexamethason zusätzlich auch an den Tagen 2 und 3 gegeben wurde.

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Abb. I: Effektivität: Komplettes Ansprechen (kein Erbrechen, keine Rescue-Medikation) und keine Emesis


Referenzen:
1. Clark O et al. Proc Am Soc Clin Oncol 2009;27#c20620
2. Gralla R et al. Ann Oncol 2003;14:1570-7
3. Eisenberg P et al. Cancer 2003;98:2473-82
4. Aapro MS et al. Ann Oncol 2006;17:1441-9
5. Saito M et al. Lancet Oncol 2009;10:115-24
6. Grunberg SM et al. Support Care Cancer 2009;17:589-94
7. Aapro M et al. The Breast 2009; 18 (Suppl 1): S.68, Abstr 197
8. Celio L et al. J Clin Oncol 2009; 27(15s): Abstr 9620
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