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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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16. Februar 2011

ASH 2010 – Lymphome

PRIMA-Studie: Auch nach drei Jahren Vorteil für Erhaltungstherapie

Die Frage, ob sich die Prognose des follikulären Lymphoms (FL) durch eine Erhaltungstherapie mit Rituximab nach der ersten Induktionsbehandlung verbessern lässt, wurde in der internationalen, von der französischen GELA-Gruppe koordinierten Phase-III-Studie PRIMA (Primary Rituximab and Maintenance) überprüft und ist in einer ersten Präsentation beim letzten ASCO-Kongress positiv beantwortet worden. In Orlando präsentierte Prof. Gilles Salles, Lyon, ein Update zu dieser Studie [1].
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In 223 Zentren aus 25 Ländern waren 1.217 Patienten mit neu diagnostiziertem FL eingeschlossen worden, die eine Induktionstherapie mit Rituximab und eine Chemotherapie (in 75% der Fälle CHOP) erhalten hatten. Die 1.018 Patienten, die darauf mit mindestens einer partiellen Remission ansprachen, wurden randomisiert für weitere zwei Jahre entweder nur beobachtet oder erhielten alle acht Wochen eine Dosis Rituximab (375 mg/m2). Nach median 36 Monaten zeigte sich ein hochsignifikanter Unterschied beim primären Endpunkt progressionsfreies Überleben zugunsten der Erhaltungstherapie: In dieser Gruppe waren noch 74,9% der Patienten progressionsfrei am Leben, im Beobachtungs-Arm nur 57,6% (Hazard Ratio 0,55, p<0,0001). Das Risiko für Progression oder das Erleiden eines Rezidivs wird durch die Erhaltungstherapie beinahe halbiert, außerdem waren auch die Zeit bis zur nächsten Therapie sowie die Ansprechrate am Ende der Erhaltungsperiode signifikant zugunsten der Rituximab-Behandlung verändert. Die Toxizität unterschied sich nicht wesentlich von dem, was für den Antikörper bekannt ist; Grad-3/4-Infektionen traten hier mit 4% etwas häufiger auf als unter Beobachtung (1%).

Diese Daten bestätigen den Vorteil der Rituximab-Erhaltung beim neu diagnostizierten FL, so Salles. Offen ist allerdings noch die optimale Dosis und Dauer der Erhaltung, die beispielsweise in der neuen Studie der deutschen Studiengruppe indolente Lymphome (StiL) untersucht wird: Aktuell erhalten die Patienten nach einer Induktion mit Bendamustin und Rituximab entweder zwei oder vier Jahre lang die Erhaltungstherapie.

Josef Gulden

Literatur
1. Salles G. et al. Lancet 2010; 377: 42-51 und Posterpräsentation ASH 2010
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