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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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25. März 2015

ASCO GI 2015

Ösophaguskarzinom: Hinzunahme von Chemotherapie zur Strahlentherapie bringt keinen Zugewinn

Die palliative Radiotherapie eignet sich sehr gut, um die Dysphagie-Symptome von Patienten mit fortgeschrittenem Ösophaguskarzinom zu lindern. Nach den Ergebnissen der prospektiven und randomisierten Phase-III-Studie TROG 03.01 kann die Hinzunahme einer Chemotherapie die Symptomkontrolle nicht weiter verbessern. Die zusätzliche Chemotherapie führt auch zu keiner Verbesserung des progressionsfreien oder Gesamtüberlebens, hat jedoch eine höhere Toxizität zur Folge.

Basis für die TROG 03.01-Studie waren retrospektive Studien, in denen eine Besserung der Dysphagie bei Ösophaguskarzinompatienten um bis zu 75% durch eine alleinige Radiotherapie zu erzielen war und bis zu 90% mit einer Radiochemotherapie, berichtete Prof.  Michael Gordon Penniment aus Adelaide, Australien. Um die Hypothese einer Verbesserung der Dysphagiekontrolle durch die zusätzliche Chemotherapie zu bestätigen, wurden in der Phase-III-Studie TROG 03.01 220 Patienten mit fortgeschrittenem Ösophaguskarzinom 1:1 in 2 Arme randomisiert. Sie erhielten entweder eine alleinige palliative Radiotherapie (RT) (35 Gy in 15 Fraktionen oder 30 Gy in 10 Fraktionen) oder die gleiche Radiotherapie und zusätzlich eine Chemotherapie mit Cisplatin und 5-FU. In beiden Armen hatten etwa jeweils drei Viertel der Patienten eine metastasierte Erkrankung.
 

Abb. 1: TROG 03.01-Studie: Kein Unterschied im Gesamtüberleben zwischen dem Radiotherapie- und Radiochemotherapie-Arm.
 

Primärer Endpunkt der Studie war die Verbesserung der Dysphagie um mindestens einen Punkt auf der Dysphagie-Skala (Mellow-Score nach Mellow und Pinkas) 9 Wochen nach Randomisierung und Start der Radiotherapie und in den folgenden 4 Wochen.

Patienten im alleinigen Radiotherapiearm zeigten ein Ansprechen von 68% in der 9. Woche und ein dauerhaftes Ansprechen von 42% bis Woche 13 im Vergleich zu 74% bzw. 47% im Radiochemotherapiearm. Der Unterschied war nicht signifikant (p=0,34 bzw. 0,43). Auch im progressionsfreien Überleben und im Gesamtüberleben zeigte sich kein signifikanter Unterschied oder Trend zugunsten eines Therapiearms. Auf der anderen Seite war die Toxizität im Radiochemotherapiearm signifikant erhöht mit mehr Nausea und Erbrechen (jeweils p<0,01). Es bestand kein signifikanter Unterschied in der Lebensqualität.

Als eine wichtige Beobachtung bezeichnete Penniment, dass nach 2 Jahren in beiden Therapiegruppen noch rund 10% der Patienten am Leben war, obgleich bei einem hohen Anteil der Patienten in der Studie die Erkrankung bereits metastasiert war.

Die alleinige palliative Radiotherapie sollte der Standard für die Symptomkontrolle bei Patienten mit fortgeschrittenem Ösophaguskarzinom bleiben, so die Schlussfolgerung des Studienautors.

as

Penniment MG. Full report of the TROG 03.01. Generell Poster Session A. Abstr. 6. Gastrointestinal Cancers Symposium (ASCO GI), San Francisco, Januar 2015

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