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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. Februar 2012

ASH, 9.-13. Dezember 2011

Non-Hodgkin-Lymphome: Anti-CD20-Antikörper der zweiten Generation

Der monoklonale Anti-CD20-Antikörper Rituximab hat die Therapie von B-Zell-Lymphomen einschließlich der chronischen lymphatischen Leukämie auf eine völlig neue Basis gestellt und bei vielen dieser Erkrankungen erstmals eine Verlängerung der Überlebenszeiten ermöglicht. Der Zweitgenerations-Anti-CD20-Antikörper GA101 (Obinutuzumab) hat gegenüber Rituximab zwei Vorteile: Er ist ein Typ-II-IgG-Molekül und damit wirksamer in der Induktion des direkten Zelltods und nicht auf Komplementfaktoren und zytotoxische Zellen angewiesen. Zudem wird durch „Glycoengeneering“ und eine veränderte Glykosylierung von Obinutuzumab die Antikörper-abhängige Zytotoxizität verstärkt.
Die internationale GAUSS-Studie, präsentiert von Laurie Sehn, Vancouver, ist der erste Head-to-head-Vergleich von Obinutuzumab und Rituximab bei Patienten mit rezidivierten indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) [1]. Sie erhielten vier Dosen des jeweiligen Antikörpers zur Induktion und danach zwei Jahre lang alle zwei Monate eine weitere Dosis als Erhaltungstherapie. Beim primären Endpunkt, der Ansprechrate nach Ende der Induktionstherapie, war Obinutuzumab mit 44,6% dem Rituximab mit 26,7% signifikant überlegen (p=0,01), die Ansprechrate über die gesamte bisherige Nachbeobachtungszeit lag bei 60,8% mit Obinutuzumab und bei 46,7% mit Rituximab; 27% bzw. 20% der Remissionen waren komplett (p=0,04). Beim progressionsfreien Überleben war bisher kein Unterschied zwischen beiden Gruppen zu beobachten. Unter Obinutuzumab gab es etwas mehr Infektionen als unter Rituximab, die aber nicht zu mehr Therapieabbrüchen führten.

In der Phase-I-Studie GAUDI, so John Radford, Manchester, zeigte die Kombination von Obinutuzumab mit einer Chemotherapie aus Fludarabin und Cyclophosphamid (FC) oder CHOP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison) bei rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphomen hohe Ansprechraten von über 90%, davon 39% bis 50% komplette Remissionen. Aufgrund höherer Nebenwirkungsraten in Kombination mit FC werden Patienten mit neu diagnostiziertem follikulären Lymphom in der Studie Obinutuzumab künftig CHOP oder Bendamustin erhalten. Außerdem werden in zwei großen Phase-III-Studien indolente NHL mit Obinutuzumab plus CHOP, CVP oder Bendamustin (GALLIUM) und diffus-großzellige B-Zell-Lymphome mit Obinutuzumab und CHOP behandelt werden (GOYA); Vergleichsregime wird in beiden Studien R-CHOP sein.

Literatur:
1. Sehn L et al., ASH 2011, Abstract #269
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