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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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19. Dezember 2011

DGHO 2011

Neue Therapiemöglichkeiten bei myeloproliferativen Neoplasien

Die myeloproliferativen Neoplasien (MPN) umfassen unter anderem die chronisch myeloische Leukämie (CML) und die Myelofibrose (MF). Die CML zeichnet sich durch eine BCR-ABL-Mutation aus, während die MF eine Mutation in der Januskinase JAK2 aufweist. In einem Satellitensymposium auf dem DGHO in Basel wurden die jeweiligen Behandlungsmöglichkeiten diskutiert.
Bisher stellte Imatinib den Standard in der Behandlung der CML dar, wie Prof. Tim Brümmendorf, Aachen, erläuterte. Ein aktuelles Update 8 Jahre nach der IRIS-Studie, die zu der Zulassung von Imatinib geführt hatte, ergab, dass der Therapierfolg durch Imatinib begrenzt ist und eine große Anzahl an Patienten unter der Behandlung einen Progress in die Akzelerierte Phase/Blastenkrise (AP/BC) erlitt [1]. Im Gegensatz dazu zeigten sich unter dem Einsatz von Nilotinib, einem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der zweiten Generation, in dieser Indikation vielversprechende Ergebnisse. Im Vergleich zu Imatinib kam es unter Nilotinib zu einem signifikant besseren Schutz vor einer Progression in die AP/BC während der Therapie. Dies zeigten Daten der ENESTnd-Studie: Nach 24 Monaten war eine deutliche Überlegenheit im molekularen Ansprechen unter Nilotinib vs. Imatinib zu beobachten. Nilotinib erwies sich außerdem als gut verträglich, was für eine chronische Langzeittherapie wichtig ist. Ein 24-Monats-Update der ENESTnd-Studie ergab, dass nach 1 Jahr unter Nilotinib bei 26% der Patienten keine BCR-ABL-Transkripte mehr nachweisbar waren [2]. „Nilotinib könnte sich daher als neuer Standard in der Therapie der CML etablieren“, so Brümmendorf. Nilotinib eigne sich seiner Meinung nach vor allem für Patienten mit einer Imatinib-Unverträglichkeit und für Patienten, die unter Imatinib ihre Therapieziele nicht erreichen.

„Unter den MPN ist die Myelofibrose die Erkrankung mit der schlechtesten Prognose für den Patienten“, so Prof. Konstanze Döhner, Ulm. Ein zentrales Problem der MF ist die Splenomegalie, die erheblich zum Verlauf der Erkrankung beiträgt. Sie ist oft verantwortlich für Zytopenien und geht mit einer Einschränkung der Lebensqualität einher. Daher gilt hier eine Milzgrößenreduktion (Palpation: Größenreduktion in Länge um 50%) als anerkanntes Kriterium für das Ansprechen. In der COMFORT-II-Studie (COntrolled MyeloFibrosis Study with Oral JAK Inhibitor NCB018424) [3] wurde Ruxolitinib (INC424) bei Patienten mit MF gegen die beste verfügbare Therapie verglichen. Der primäre Endpunkt der Studie war der Anteil der Patienten mit einer Größenreduktion der Milz von mindestens 35%. Die primären und sekundären Endpunkte waren die Dauer bis zur Größenreduktion des Milzvolumens um 35% von Baseline bis Woche 24, das progressionsfreie-, das leukämiefreie- und das Gesamtüberleben sowie Veränderungen der Knochenmarkhistologie, der Allgemeinsymptome, der Transfusionsabhängigkeit und der JAK2V617F-Allel-Last. Primäre und sekundäre Endpunkte wurden mit statistischer Signifikanz erreicht. Das Sicherheitsprofil von Ruxolitinib war akzeptabel.

sr

Literatur:
1. Deininger et al. Blood (ASH Annual Meeting Abstracts) 2009; 114: Abstract 1126. Oral presentation
2. Larson RA, et al. J Clin Oncol 2011; 29(15s): 421s
3. Harrison CN et al. ASCO 2011 Annual Meeting, J Clin Oncol 29: 2011 (suppl; abstr LBA6501)

Satellitensymposium „Therapieinnovationen – Zusatznutzen für den Patienten“, 02.10.2011, DGHO, Basel; Veranstalter: Novartis Oncology
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