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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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10. Dezember 2014

DGHO 2014

NSCLC: Fortschritte am Beispiel von Pemetrexed

Vor 10 Jahren wurde das Zytostatikum Pemetrexed (Alimta®) für die Therapie von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen. Damals wurde es als Zweitlinientherapeutikum eingesetzt. Heute - nach einer Reihe von Studien und interessanten Ergebnissen - gilt Pemetrexed als Behandlungsstandard bei NSCLC-Patienten mit fortgeschrittenem Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge.

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Die Studie von Hanna et al. (1) zeigte erstmals, dass Pemetrexed in der Zweitlinientherapie des NSCLCs ebenso effektiv ist wie Docetaxel. "Allerdings erwies sich Pemetrexed gegenüber der Standardapplikation von Docetaxel als deutlich verträglicher und auch die einfache Applizierbarkeit ist für die Patienten sehr komfortabel", erklärte Prof. Wolfgang Schütte, Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau. Außerdem konnte bei der retrospektiven Analyse der Daten zum ersten Mal nachgewiesen werden, dass die histologischen Eigenschaften des Tumors einen wichtigen prädiktiven Marker darstellen, da die Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinom einen Überlebensvorteil gegenüber Docetaxel aufwiesen (9,2 vs. 6,2 Monate).

Dass die Tumorhistologie entscheidend ist für die Wahl der Therapie, wurde in einer weiteren Studie deutlich (2). Unter der Gabe von Pemetrexed/Cisplatin in der Erstlinientherapie zeigte sich ein signifikanter Überlebensvorteil bei Patienten mit nicht-plattenepithelialem NSCLC gegenüber Gemcitabin/Cisplatin (12,6 vs.10,9 Monate; p=0,03). "Für die Betroffenen sind sechs Wochen oder wenige Monate längere Überlebenszeit nicht marginal", betonte Schütte. Zudem konnte das mediane Gesamtüberleben erstmals auf über ein Jahr verlängert werden. "Diese Studie hat die Tumorhistologie als prädiktiven Faktor etabliert und zudem die Basis gelegt, für die Zulassung von Pemetrexed/Cisplatin als Erstlinientherapie bei Patienten mit nicht-plattenepithelialer Histologie", erklärte PD Dr. Ingo Tamm, Berlin.

Eine Erhaltungstherapie mit Pemetrexed wurde zunächst in der switch-maintenance Studie JMEN (3) getestet. Dabei erhielten die Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC eine platinhaltige Chemotherapie (ohne Pemetrexed) und anschließend entweder Pemetrexed plus bestmöglicher supportiver Therapie (BSC) oder Placebo plus BSC bis zur Krankheitsprogression. Unter der Erhaltungstherapie mit Verum verlängerte sich das PFS mit 4,3 vs. 2,6 Monaten signifikant (p<0001), ebenso wie das mediane OS mit 13,4 vs. 10,6 Monaten (p=0,012). "Besonders beeindruckend waren die Ergebnisse für PFS bei Patienten mit Adenokarzinom, denn einen Unterschied von rund fünf Monaten sehen wir nur selten", erklärte Schütte. Auch erwies sich die Erhaltungstherapie als vergleichsweise gut verträglich. Für Patienten mit Plattenepithelkarzinom ergab sich kein Vorteil (PFS 2,4 vs. 2,5 Monate).

Endgültig etablieren konnte sich die Erhaltungstherapie mit Pemetrexed nach der Phase-III-Studie PARAMOUNT (4). Hier bekamen Patienten mit nicht-Plattenepithel-NSCLC zunächst eine Induktionstherapie mit Pemetrexed/Cisplatin. Teilnehmer, die darauf ansprachen oder eine Krankheitsstabilität erreichten (539/939) wurden 2:1 randomisiert und erhielten entweder eine Monotherapie mit Pemetrexed oder Placebo, jeweils plus BSC. Die kontinuierliche Erhaltungstherapie, gerechnet ab dem Beginn der Induktionstherapie, führte bei den Patienten unter Pemetrexed zu einem signifikant längerem medianen Gesamtüberleben von 16,9 vs. 14,0 Monaten (p=0,0191), gegenüber dem Placebo-Arm.

"Da die Erhaltungstherapie relativ gut verträglich ist, eignet sie sich für die Mehrzahl der Patienten, welche auf die Induktionstherapie ansprechen. Auch ältere Patienten vertragen die Therapie gut, zumal relevante Nebenwirkungen in der Regel nur in den ersten Zyklen auftreten. Sind die Patienten geeignet, läuft die Therapie meist ausgesprochen problemlos", berichtete Schütte.

Dr. Marion Hofmann-Aßmus

Lilly-Podiumsgespräch: "10 Jahre Alimta®: Der NSCLC-Patient im Fokus", 11.10.14

Literaturhinweise:

(1) Hanna NJ. Clin Oncol. 2004.
(2) Scagliotti GV. J Clin Oncol. 2008.
(3) Ciuleanu T. Lancet 2009.
(4) Paz-Ares LG. Lancet Oncol. 2012.

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