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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. Februar 2012

ASH, 9.-13. Dezember 2011

Myelofibrose: Ruxolitinib reduziert Milzgröße und Symptome

Im Jahr 2005 wurde erstmals bei Patienten mit myeloproliferativen Erkrankungen die JAK2V617F-Mutation im Gen für die JAK2-Kinase beschrieben, und beim ASCO-Kongress 2011 gab es bereits erste Resultate aus Phase-III-Studien zur Anwendung von Ruxolitinib, einem selektiven Inhibitor der Kinasen JAK1 und 2, bei Myelofibrose, der mittlerweile bereits als Therapiestandard bei der Myelofibrose angesehen wird. In San Diego wurden aktualisierte Auswertungen beider Studien vorgestellt.
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In der COMFORT-I-Studie war Ruxolitinib bei 309 Patienten mit Myelofibrose mit hohem oder hoch-intermediärem Risiko randomisiert gegen Placebo getestet worden. Primärer Endpunkt, so Srdan Verstovsek, Houston, war der Anteil an Patienten, bei denen das Milzvolumen nach 24 Wochen um mindestens 35% abgenommen hatte [1].

Eine solche Rückbildung wurde in der Verumgruppe bei 41,9% der Patienten gefunden, in der Placebogruppe nur bei 0,7% (p<0,0001). Im Mittel lag die Reduktion des Milzvolumens unter Ruxolitinib bei etwa 30%, während unter Placebo eine leichte Zunahme zu verzeichnen war; dieser Effekt war mehr oder weniger stark in allen untersuchten Subgruppen sichtbar: bei primärer ebenso wie bei Myelofibrose nach Polycythaemia vera oder nach essenzieller Thrombozythämie, unabhängig von der Risikogruppe, vom Alter über oder unter 65 Jahren, bei Patienten mit und ohne JAK2V617F-Mutation und unabhängig von Milzgröße und Hämoglobin-Werten zu Beginn. Auch die von den Patienten täglich anhand der modifizierten Myelofibrosis Symptom Assessment Form (MFSAF) in einem Tagebuch festgehaltene Symptomlast verbesserte sich unter Ruxolitinib in allen Subgruppen ähnlich stark. Nach einem medianen Follow-up von einem Jahr, so Verstovsek, sind in der Verumgruppe 13 Patienten verstorben, in der Kontrollgruppe hingegen 24 (Hazard Ratio 0,499; p=0,0395). Die Überlebensrate war bei den Patienten mit zu Studienbeginn höheren Hb-Konzentrationen höher, aber auch bei denen mit niedrigeren Hb-Werten war ein ausgeprägter Überlebensvorteil für Ruxolitinib zu erkennen, wenngleich er hier aufgrund der niedrigeren Patientenzahlen nicht signifikant war.

In der COMFORT-II-Studie, so Claire Harrison, London, wurde Ruxolitinib bei Patienten mit Myelofibrose nicht gegen Placebo, sondern gegen die beste verfügbare konventionelle Therapie getestet [2]. Während die Patienten der Kontrollgruppe sich hinsichtlich Splenomegalie und anderer Krankheitssymptome verschlechterten, besserten sich diese Parameter in der Verumgruppe auch hier signifikant und anhaltend, und auch hier war der Effekt in allen Subgruppen zu sehen.

Literatur:
1. Verstovsek S et al., ASH 2011, Abstract #278
2. Harrison C et al., ASH 2011, Abstract #279
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