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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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09. Februar 2017

Myelofibrose: Früher Beginn mit Ruxolitinib ist wesentlich für den Erfolg

Eine Therapie mit Ruxolitinib sollte bei Myelofibrose (MF)-Patienten rechtzeitig begonnen und möglichst auf eine Dosis von ≥ 10 mg 2x täglich titriert werden, um die Chance auf ein gutes therapeutisches Ergebnis zu verbessern. Dies machten die Ergebnisse einer großen italienischen Beobachtungsstudie (1) deutlich, über die Francesca Palandri, Bologna, berichtete.
In der Studie wurden die Daten von 408 Patienten mit primärer MF (PMF) (54,4%) oder einer sekundären Form (45,6%) ausgewertet. Die Patienten waren zu Beginn der Ruxolitinib-Therapie 68,5 Jahre (Median) alt, hatten einen medianen Hämoglobinwert von 10,7 g/dl und 27,9% waren transfusionsabhängig. Fast alle (96,6%) hatten eine vergrößerte Milz, bei zwei Drittel der Patienten hatte die Milz eine Länge von mindestens 10 cm. 37% wurden vor Beginn der Therapie auf Basis des IPSS als Hochrisikopatienten eingestuft, die übrigen Teilnehmer hatten ein intermediäres Risiko. Molekulargenetische Untersuchungen waren in 81,4% der Kohorte verfügbar und 81,0% dieser Patienten hatten eine Erkrankung mit JAK2V617F-Mutation. Die mediane Dauer der Therapie mit dem JAK1/2-Inhibitor (Jakavi®) betrug 20 Monate, die mediane Beobachtungszeit 3,8 Jahre (0,3 bis 29,6 Jahre).

In der multivariaten Regressionsanalyse erwies sich eine ausgeprägte Splenomegalie als stärkster negativer Prädiktor für ein Ansprechen (HR=2,05; p=0,02), gefolgt von einer Transfusionspflichtigkeit (HR=1,95; p=0,04) und einem vergleichsweise langen Zeitintervall bis zum Beginn der Therapie (mindestens 2 Jahre; HR=1,78; p=0,04). Ein Rückgang der Splenomegalie korrelierte signifikant mit der durchschnittlichen Ruxolitinib-Dosierung in den ersten 12 Wochen: Die Ansprechraten betrugen 47,3% bei ≥ 10 mg 2x täglich und 26,6% bei einer geringeren Dosierung (HR=2,36; p=0,005). Es sei darum wichtig, so das Fazit, mit der Behandlung nicht zu lange zu warten und eine maximal tolerierbare Dosierung beizubehalten.

Die Ergebnisse seien praxisrelevant und machten deutlich: Eine Therapie mit Ruxolitinib sollte bei Myelofibrose (MF)-Patienten rechtzeitig begonnen werden. Patienten mit klonaler Myelofibrose haben noch immer eine im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich eingeschränkte Lebenserwartung. Zu den häufigsten Todesursachen gehören Infektionen, ein Übergang der MF in eine akute myeloische Leukämie und Kachexie. Ruxolitinib ist der bislang einzige für die Therapie der MF zugelassene Kinase-Inhibitor und hat mit der Hemmung des JAK/STAT-Signalwegs ein molekulares, pathophysiologisch begründetes Korrelat.


Mit freundlicher Unterstützung der Novartis Pharma GmbH
(nsi)
Literatur:
(1) Palandri F et al. Predictors for response to ruxolitinib in real-life: an observational independent study on 408 patients with myelofibrosis. ASH 2016, Abstract 1128.
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