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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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28. August 2012

European Hematology Association (EHA) 2012

Multiples Myelom – Pomalidomid steht kurz vor der Einführung

Die Therapie des multiplen Myeloms hat sich in den letzten Jahren durch die Einführung neuer Medikamente wie der Immunmodulatoren vom Typ des Lenalidomids erheblich verändert. Mit der Nachfolgesubstanz Pomalidomid steht nun die nächste Generation dieser Substanzen kurz vor der Einführung.

Wie Dr. Xavier Leleu, Hopital Huriez, Lille, bei einem Journalisten-Workshop der International Myeloma Foundation am Rande des EHA-Kongresses berichtete, hatte Pomalidomid in Kombination mit niedrig dosiertem Dexamethason bereits in der ersten Phase-II-Studie bei 63% von 60 Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Myelom Remissionen bewirkt, unter denen 5% komplette und 28% sehr gute partielle Remissionen waren. In weiteren Phase-II-Studien, in denen die Patienten bis zu 6 vorangegangene Therapien erhalten hatten, erzielte Pomalidomid immer noch Ansprechraten zwischen 25% und 35%.

In einer von Leleu selbst durchgeführten Studie, in der die Patienten zuvor im Median 5 andere Therapielinien durchlaufen hatten, lag die mediane Zeit bis zur Progression unter Pomalidomid bei 9,1 Monaten; die Patienten, die ansprachen, hatten davon beim progressionsfreien Überleben mit median 11,3 Monaten einen deutlichen und hochsignifikanten Vorteil gegenüber den Patienten, die unter Pomalidomid lediglich eine Krankheitsstabilisierung erzielt hatten (median 3,8 Monate; HR=0,29; p=0,0005; Abb. 1). Wie Leleu berichtete (1), ist die progressionsfreie Überlebenszeit unter Pomalidomid auch deutlich länger als unter der jeweils letzten Myelom-Therapie.

 

Abb. 1: Progressionsfreies Überleben unter Pomalidomid in Abhängigkeit vom Ansprechen (nach (2)). SD=Stabile Erkrankung.

Natürlich bietet sich Pomalidomid auch für Kombinationstherapien an: In einer ebenfalls in Amsterdam präsentierten italienischen Phase-I/II-Studie erzielten Patienten, deren Myelom nach Lenalidomid rezidiviert bzw. dagegen refraktär war, mit einer Kombination aus Pomalidomid, Cyclophosphamid und Prednison eine Ansprechrate von 72% mit 7% kompletten und 21% mindestens sehr guten partiellen Remissionen. Auch Bendamustin, Anthrazykline oder Proteasominhibitoren bieten sich für Kombinationen mit Pomalidomid an.

Josef Gulden

Literaturhinweise:
(1) EHA 2012, Abstract #0812
(2) Leleu X et al. ASH 2011, Abstract #812

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