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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. Februar 2012

Morbus Hodgkin und Anaplastisch-großzelliges Lymphom: Brentuximab Vedotin neue Therapieoption

„Morbus Hodgkin ist eine der am besten heilbaren Krebserkrankungen“, so Prof. Andreas Engert, Köln. „Allerdings birgt der bisherige Standard aus Chemo- und Strahlentherapie neben der Hämatotoxizität das Risiko von Spätschäden und Zweitmalignomen.“ Die seit August 2011 in den USA zugelassene Target-Therapie Brentuximab Vedotin zerstört CD30-positive Krebszellen, zeigt bei guter Verträglichkeit hohe Ansprechraten und könnte eine Alternative gerade auch für rezidivierte und ältere Patienten darstellen.
Die Standardtherapie bei M. Hodgkin besteht bislang aus mehreren Zyklen Chemotherapie ABVD (im fortgeschrittenen Stadium BEACOPP eskaliert), gefolgt von einer Strahlentherapie. Damit ist für 70-90% der Patienten eine Heilung zu erreichen, so Engert, jedoch erkauft man sich dies mit hoher Toxizität und erheblicher Gefahr von Zweitmalignomen und Organschäden für die meist jungen Hodgkin-Patienten. Das gegen CD30-Antigen gerichtete Antikörper-Drug-Konjugat (ADC) Brentuximab Vedotin (Adcetris®) wirkt gezielt auf Hodgkin- und Reed-Sternberg-Zellen, da diese das CD30-Antigen besonders stark überexprimieren. In der Phase-I-Dosisfindungsstudie [1] wurden 1,8 mg/kg KG Brentuximab Vedotin alle 3 Wochen als optimale Dosis definiert. Eine Phase-II-Studie [2] mit 102 Patienten mit rezidiviertem/refraktärem M. Hodgkin zeigte eine Gesamtansprechrate von 75%. 34% der Patienten erlangten eine komplette Remission. Das Nebenwirkungsprofil war gut, am häufigsten kam es zu Grad 3/4-Neutropenien sowie Neuropathien, die jedoch alle reversibel waren. Weitere Studien laufen, darunter die AETHERA-Studie mit Adcetris® als Erhaltungstherapie nach Hochdosis-Chemotherapie.

Wirksam bei CD30-positiven Lymphomen

Außerdem ist Brentuximab Vedotin auch bei einer seltenen Unterart der Non-Hodgkin-Lymphome wirksam, den Anaplastisch-großzelligen Lymphomen (ALCL), so Prof. Norbert Schmitz, Hamburg. ALCL gehören zu den T-Zell-Lymphomen und sind ebenfalls CD30-positiv. Eine Phase-II-Studie [3] bei 58 Patienten mit rezidivierten ALCL ergab eine Gesamtansprechrate von 86%, 57% hatten eine komplette Remission. Das progressionsfreie Überleben lag bei 13,3 Monaten. „Die anhaltende CR erlaubt, effektive Anschlussbehandlungen wie autologe oder allogene Transplantationen zu planen“, schloss Schmitz.

ab

Literatur:
1. Younes A et al. N Engl J Med 2010; 363:1812-1821 Nov 2010
2. Chen et al. 2010. Blood. 2010;116(21). Abstract 283 and oral presentation at American Society of Hematology Annual Meeting 2010
3. Ranjana H et al. Blood, Nov 2011; 118: 443 #8032

Pressegespräch „Liegt die Zukunft in der Onkologie?“, 19.01.2012, Frankfurt; Veranstalter: Takeda
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