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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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25. Juni 2013

Modernes CML-Management

Monitoring der CML-Therapie - effektiv und patientengerecht

Mit der Einführung der Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) wurde die Überlebensprognose von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) erheblich verbessert. Moderne TKI der zweiten Generation haben die zytogenetischen und molekularen Remissionsraten noch weiter verbessert und sind für die Erstlinientherapie verfügbar. Welche Herausforderungen dies für das künftige CML-Management impliziert, war auch Gegenstand eines CML-Symposiums in Berlin, das von Bristol-Myers Squibb initiiert wurde.

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Die Zusatzmortalität von CML-Patienten liege, verglichen mit der Allgemeinbevölkerung, bei etwa 0,5%, betonte Prof. Dr. Andreas Hochhaus, Jena. Aktuell rückt somit die Optimierung der Erstlinientherapie zu den obersten Therapieanliegen auf, da sie die Weichen für den künftigen Verlauf der CML stellt. Um die nach wie vor prognostisch ungünstige Blastenkrise zu vermeiden oder für die Zukunft auch eine therapiefreie Remission bzw. Heilung der CML anstreben zu können, kommt auch der Einsatz von neuen therapierelevanten Endpunkten in Frage. Erst kürzlich hat die Arbeitsgruppe der CML-IV-Studie neue BCR-ABLIS*-Grenzwerte identifiziert: Demnach korreliert bereits nach 3 Monaten das Nicht-Erreichen einer BCR-ABLIS-Schwelle von mindestens 10% mit einem signifikant schlechteren Langzeitüberleben nach 5 Jahren (p<0,001) (1). Zum Zeitpunkt von 6 Monaten ab Therapiebeginn ist ein BCR-ABLIS-Wert von ≤ 1% für eine bessere Langzeitprognose relevant (1). Werden diese Meilensteine nicht erreicht, könne eine frühzeitige Anpassung der Therapie in Betracht gezogen werden. Wie Prof. Dr. Martin Müller, Mannheim, berichtete, wird noch in diesem Jahr eine entsprechende Überarbeitung der ELN-Empfehlungen (European LeukemiaNet) erwartet - die Voraussetzungen einer flächendeckenden Verfügbarkeit der standardisierten, quantitativen PCR sind in Deutschland bereits erfüllt.
 

Abb. 1: DASISION - 3-Jahres-Follow-up: Frühes und schnelles molekulares Ansprechen nach 3 Monaten (nach (2)).
 

Schneller und tiefer - mit Dasatinib zum PCR-Meilenstein

Eine Zusatzanalyse der randomisierten, offenen Phase-III-Studie DASISION**, die für die Firstline-Zulassung von Dasatinib (Sprycel®) relevant war, zeigt: Wird eine neu diagnostizierte Ph+ CML in der chronischen Phase mit Dasatinib 100 mg/d vs. Imatinib 400 mg/d behandelt, erreichen 84% der Patienten 3 Monate nach Therapiebeginn den BCR-ABL-Grenzwert von ≤ 10%. Damit erfüllen 20% mehr Patienten mit Dasatinib als mit dem TKI der ersten Generation Imatinib die molekularen Kriterien für eine bessere Langzeitprognose (p<0,0001) (Abb. 1). Wie in der CML-IV-Studie bereits unter Imatinib beobachtet, korrelierte die Höhe der BCR-ABL-Titer nach 3 Monaten auch unter Dasatinib mit einem besseren Langzeitüberleben, d.h. dem progressionsfreien Überleben sowie Gesamtüberleben nach 3 Jahren (p=0,0003 bzw. p=0,03) (3). Gleichzeitig war das Transformationsrisiko in die akzelerierte Phase/Blastenkrise erniedrigt. Dass CML-Patienten auch dann noch von hohen Überlebensraten profitieren können, wenn sie nach einer TKI-Vorbehandlung auf Dasatinib umgestellt werden, zeigen Studiendaten der randomisierten, offenen Phase-III-Studie CA180-034 (4). Das Langzeit-Follow-up dieser Studie umfasst mittlerweile 6 Jahre und zeigt Patienten, die wegen Imatinib-Resistenz oder -Unverträglichkeit umgestellt wurden und nach 6 Jahren noch ein progressionsfreies Überleben von 49% bzw. ein Gesamtüberleben von 71% aufwiesen. Laut Apotheker Dr. Hans-Peter Lipp, Tübingen, beeinflussen zunehmend auch klinische Faktoren den Therapieverlauf: Gerade bei älteren mutimorbiden Patienten sei das Interaktionspotenzial der TKI mit anderen Arznei- und Nahrungsmitteln nicht zu vernachlässigen und bei komorbiden Risikofaktoren interdisziplinäre Rücksprachen angebracht.

Dr. med. Yuri Sankawa, Stuttgart

*IS: International Scale
**DASISION: Dasatinib versus Imatinib Study in Treatment-Naive CML-Patients

Literaturhinweise:

(1) Hanfstein B, et al. Leukemia 2012; 26:2096-102.
(2) Hochhaus A, et al. Abstract 6504, ASCO 2012.
(3) Shah NP, et al. Abstract 6506, ASCO 2012.
(4) Marin D, et al. J Clin Oncol 2010; 28: 2381-88.

Symposium "Neue Weichen in der CML stellen - Chancen steigern durch Interaktion und Kooperation"; 19.-20.04.2013, Berlin, Vorsitzende: Prof. Dr. Andreas Hochhaus/Jena, Prof. Dr. Dr. T. Haferlach/München.

Mit freundlicher Unterstützung von Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA, München

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