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20. Juli 2012

ASCO 2012 – Lungenkrebs

Molekulares Screening ist praktisch gut umsetzbar

Mehr als die Hälfte der Plattenepithelkarzinome der Lunge kann nach der zugrundeliegenden Mutation in Subgruppen unterteilt werden. Beim Adenokarzinom sind noch mehr Mutationen bekannt. Dadurch eröffnen sich neue Optionen für Targeted-Therapien, ausgerichtet nach genetisch stratifizierten Subgruppen. Doch lässt sich das qualitativ sehr anspruchsvolle Screening auch in der klinischen Praxis umsetzen? Nach den Ergebnissen, die Thomas Zander für das Netzwerk für Molekulares Lungenkrebs-Screening, Köln, präsentierte, scheint dies der Fall zu sein.

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„Wir machen große Fortschritte darin, die molekularen Veränderungen beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) zu verstehen“, sagte Ramaswami Gowindan, St. Louis, USA. Bis vor zwei Jahren waren beispielsweise beim Plattenepithelkarzinom der Lunge noch gar keine Mutationen bekannt. Im Jahr 2012 hat sich das Bild grundlegend gewandelt. Targeted-Therapien sind aber nur dann effektiv, wenn sie auch auf das richtige Target treffen können, d.h. wenn bestimmte genetische Marker vorhanden sind. Die Implementierung der qualitativ anspruchsvollen molekularen Diagnostik und daraus resultierender personalisierter Therapiestrategien in die tägliche klinische Praxis ist ein ehrgeiziges Ziel – aber gut machbar, wie Zander anhand der Ergebnisse eines regionalen Screening-Netzwerks zur Charakterisierung einer molekularen Epidemiologie des NSCLC und Einführung der personalisierten Therapie demonstrierte.

Dieses Netzwerk schloss regionale Krankenhäuser im Raum Köln-Bonn ein, in einem Gebiet mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern. In dieser Region wurden 1.782 Gewebeproben von Patienten mit NSCLC gesammelt, an 77% konnte eine molekulare Analyse durchgeführt werden.

Bei Adenokarzinomen der Lunge wurde ein zentrales Screening durchgeführt auf ALK-Translokationen, Mutationen in KRAS, EGFR, BRAF und PIK3CA (Abb. 1) sowie Amplifikationen von ERBB2. Plattenepithelkarzinome wurden auf FGFR1-Amplifikationen untersucht.

 

Abb. 1: Genetische Läsionen in 5 Zielgenen, die in 42% der Adenokarzinome vorkommen.



Die Häufigkeit der verschiedenen Mutationen war unterschiedlich. Am häufigsten waren beim Adenokarzinom der Lunge die KRAS-Mutationen mit 32%, gefolgt von den EGFR-Mutationen (13%), ALK-Translokation (3%) und BRAF, PIK3CA und ERBB2 mit jeweils 2%. EGFR-Mutationen kamen gehäuft vor beim bronchoalveolären und mikropapillären Subtyp (30-32%). Von den Patienten mit Plattenepithelkarzinom hatten 15% einer FGFR1-Amplifikation.

42% der Gewebeproben wiesen genetische Mutationen auf, die zielgerichtet therapiert werden können. Von den Patienten mit einer EGFR-Mutation erhielten 75% Erlotinib oder Gefitinib, meist als Erstlinientherapie. Alle Patienten mit einer ALK-Translokation (3%), erhielten Crizotinib, wenn es indiziert war.

Das Überleben der Patienten mit EGFR-Mutationen war signifikant länger als das der Patienten mit anderen Subtypen mit einem Gesamtüberleben von etwa 3 Jahren, was laut Zander auf den relativ breiten Secondline-Einsatz von Zweitgenerations-Anti-EGFR-gerichteten Therapien bei Erlotinib- oder Gefitinib-Resistenz zurückzuführen sein dürfte.

Von den Patienten mit Plattenepithelkarzinom und FGFR1-Amplifikation wies die Mehrzahl 5 Kopien von FGFR1 auf, manche hatte aber Cluster von bis zu 30 Kopien. Welche klinischen Auswirkungen dies haben könnte, gilt es noch herauszufinden.

as

Literaturhinweis:
(1) Zander T. Abstract #CRA10529.

 

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