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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. November 2014

ESMO 2014

Molekulare Subtypen des NSCLC: Vom Target zur Therapie

Der BRAF-Inhibitor Dabrafenib erwies sich in einer Phase-II-Studie als wirksam bei Patienten mit fortgeschrittenem, BRAF-V600E-mutiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), die nach Chemotherapie progredient waren. Bei einer HER2-Mutation, die in etwa 1-2% der NSCLC vorkommt, könnten der Tyrosinkinase-Inhibitor Neratinib und der mTOR-Inhibitor Temsirolimus neue Therapieoption werden.

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Eine aktivierende BRAF-Mutation kann in etwa 2% der Lungenkarzinome gefunden werden, 80% davon mit V600E-Mutation. Diese ist häufig verbunden mit einem kürzeren krankheitsfreien Überleben und Gesamtüberleben sowie einer geringeren Ansprechrate auf eine platinbasierte Chemotherapie.

Die Phase-II-Studie schloss 78 Patienten mit BRAF-V600E-mutiertem NSCLC ein, die allein mit Dabrafenib (2x tägl. 150 mg) behandelt wurden. Primärer Endpunkt war die Gesamtansprechrate (Investigator-assessed), sekundäre Endpunkte das progressionsfreie Überleben (PFS), Ansprechdauer, Gesamtüberleben (OS), Sicherheit und Verträglichkeit.

Die Gesamtansprechrate betrug bei diesen Patienten, die bereits einmal oder mehrfach vortherapiert waren, 32% mit einer Krankheitskontrollrate von 56% nach 12-wöchiger Behandlung. Die mediane Dauer des Ansprechens lag bei 11,8 Monaten.

Das Sicherheitsprofil von Dabrafenib entsprach dem in den Melanom-Studien. Plattenepithelkarzinome der Haut, einschließlich Keratoakanthome, waren bei 18% der Patienten aufgetreten.

Wie Dr. David Planchard, Paris, Frankreich, berichtete, hat Dabrafenib basierend auf der Interimsanalyse der Studie im Januar 2014 von der FDA den Breakthrough-Therapie-Status beim Lungenkrebs erhalten. Planchard: "Diese Ergebnisse etablieren Dabrafenib als effektive Therapieoption für Patienten mit vortherapiertem, fortgeschrittenem NSCLC mit BRAF-V600E-Mutation."

Nach den Ergebnissen einer weiteren Phase-II-Studie bieten HER2-Mutationen beim NSCLC ein Target für Tyrosinkinase- und mTOR-Inhibition. In dieser Studie wurden 27 Patienten mit metastasiertem NSCLC, die positiv auf eine somatische HER2-Mutation waren, mit dem oral verfügbaren Neratinib allein oder mit der Kombination aus Temsirolimus und Neratinib behandelt. Die Gesamtansprechrate bei den 14 Patienten aus der Kombinationsgruppe betrug 21%, das mediane progressionsfreie Überleben 4 Monate.

Dr. Fiona Blackhall, Manchester, Großbritannien, sagte, diese beiden Studien würden zeigen, wie wichtig die Diagnose molekularer Subtypen für die Entdeckung neuer, effektiver Therapien des Lungenkarzinoms ist.

Literaturhinweise:
(1) ESMO 2014 Abstract LBA38_PR.
(2) ESMO 2014 Abstract LBA39_PR.

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