Freitag, 18. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
20. Juni 2012

Mit Denosumab mehr Lebensqualität, weniger Schmerzen und länger ohne Skelettkomplikationen

Rund 480.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Krebs (1). „Für Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung sollten palliative und supportive Maßnahmen schon frühzeitig in das Therapiekonzept integriert werden“, sagte die Strahlentherapeutin Prof. Petra Feyer, Berlin. Am Beispiel Knochenmetastasen lässt sich besonders gut abbilden, wie wichtig dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist.

Mehr als die Hälfte aller Tumorpatienten entwickelt im Verlauf ihrer Erkrankung Knochenmetastasen, die häufig mit starken Schmerzen und sog. skelettbezogenen Komplikationen (SRE) verbunden sind. Dazu zählen Frakturen, Rückenmarkkompressionen, Bestrahlungen und Operationen am Knochen. Neue skelettale Ereignisse treten durchschnittlich alle 3-4 Monate auf. Ohne eine medikamentöse Behandlung von Knochenmetastasen entwickelten beispielsweise 64% der Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom innerhalb von 2 Jahren SRE. Dies sind gravierende Einschnitte in die Lebensqualität, so Feyer. Des Weiteren verlängern SRE die Dauer von Klinikaufenthalten, und pathologische Frakturen sind mit einer verkürzten Überlebenszeit verbunden.

Das Risiko des Auftretens von SRE wurde durch Bisphosphonate in mehreren Schritten gesenkt (auf 43% mit Pamidronsäure und 34% mit Zoledronsäure) und liegt nun mit dem RANK-Ligand-Inhibitor Denosumab (XGEVA®), der seit kurzem zur Prevention von SRE in allen soliden Tumoren zur Verfügung steht, bei 27%.

Im Vergleich zur bestehenden Standardtherapie mit Zoledronsäure zeigte sich in den 3 Zulassungsstudien bei soliden Tumoren mit Denosumab eine zusätzliche Verzögerung der SRE im Median von 8,2 Monaten (3). „Krebspatienten verdienen nicht nur die beste Chemotherapie, sondern auch die beste Behandlung zur Prävention skelettbezogener Komplikationen und die Aufrechterhaltung einer hohen Lebensqualität über einen möglichst langen Zeitraum. Die Behandlung muss daher bereits früh einsetzen, um SRE effektiv hinauszuzögern“, erläuterte Prof. Ingo Diel, Mannheim. Das Risiko für das Auftreten des ersten SRE reduzierte Denosumab um 17% (HR 0,83; p<0,0001 für Überlegenheit) (Abb. 1). Ebenso erwies sich die Zeit bis zum ersten und folgenden SRE mit einer Risikoreduktion von 18% als signifikant länger.

Abb. 1: Integrierte Analyse des SRE-freien Intervalls aus 3 Studien (nach (3)).

Die Behandlung mit Denosumab zeigt auch bei der Verzögerung der Schmerzprogression um 55 Tage signifikante Vorteile gegenüber Zoledronsäure. Die Zeit bis zum erstmaligen Auftreten von moderaten bis starken Schmerzen betrug mit Denosumab 198 Tage, während dies bei der Gabe von Zoledronsäure nur 143 Tage waren (2, 3). In Folge der besseren Schmerzreduktion und -palliation mussten bei einer Therapie mit Denosumab auch weniger Patienten von geringeren Analgetika-Dosen auf starke Opioide umgestellt werden. Dr. Friedrich Overkamp, Recklinghausen, sprach sich daher für einen frühzeitigen Einsatz der neuen Therapieoption aus.

Der Antikörper wird alle 4 Wochen in einer Dosis von 120 mg subkutan verabreicht. Denosumab wird nicht über die Niere ausgeschieden, weswegen auf eine Dosisanpassung bei verminderter Nierenfunktion verzichtet werden kann. Akute-Phase-Reaktionen treten unter Denosumab im Vergleich zu Zoledronsäure um 57% weniger auf.

Insgesamt betrachtet war die Anzahl unerwünschter/schwerwiegender unerwünschter Ereignisse in beiden Behandlungsgruppen vergleichbar. Kieferosteonekrosen traten insgesamt in niedriger Inzidenz (1-2% der Patienten) und mit keinem statistisch signifikanten Unterschied in den beiden Studienarmen auf. Unter Denosumab wurde häufiger eine Hypokalzämie beobachtet, die aber meist nicht symptomatisch oder mit klinischen Folgen verbunden war. Darüber hinaus ist bei der Verabreichung von Denosumab eine begleitende Kalzium- und Vitamin-D-Therapie vorgeschrieben. Gesamtüberleben und progressionsfreies Überleben waren in den Behandlungsgruppen in allen 3 Studien vergleichbar.

as

Medien-Forum „Knochen und Krebs“, 04.05.2012, München; Veranstalter: Amgen

 

Literaturhinweise:
(1) rki/vfa 2012
(2) Cleeland CS et al. Ann Oncol 2010;21:8s (Abstract 1248P)
(3) Lipton A et al. Ann Oncol 2010;21(Suppl 8):viii379 (Abstract 1249P)

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:
Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017