Dienstag, 24. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
24. September 2013

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom - Enzalutamid für die Secondline-Therapie zugelassen

Die europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat Enzalutamid am 21. Juni für die Behandlung von Männern mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) zugelassen, deren Erkrankung während oder nach einer Chemotherapie mit Docetaxel fortschreitet. Die Markteinführung erfolgt im September.

Anzeige:
 
 

Enzalutamid (Xtandi™) erzielt laut Prof. Dr. Kurt Miller, Berlin, auch im kastrationsresistenten Stadium des metastasierten Prostatakarzinoms noch Wirksamkeit, weil es - anders als die initial eingesetzten Androgenrezeptor-Inhibitoren - die Signalkaskade des Androgenrezeptors (AR) auf drei Ebenen blockiert: Der AR-Signalweginhibitor unterdrückt nicht nur die Bindung von Androgenen an den AR, sondern auch die nachfolgende Translokation des aktivierten AR in den Zellkern sowie dessen Bindung an die DNA und somit die Modulation der Genexpression.

In der Zulassungsstudie AFFIRM, an der 1.199 mCRPC-Patienten nach Docetaxel-Versagen teilgenommen haben, verlängerte Enzalutamid im Vergleich zu Placebo das mediane Gesamtüberleben signifikant um 4,8 Monate (18,4 vs. 13,6 Monate; Hazard Ratio 0,63; p<0,001) (1). Das sei beeindruckend, betonte Miller. Auch bei allen sekundären Endpunkten, wie dem radiologisch progressionsfreien Überleben, dem PSA-Ansprechen (≥ 50/90% Abfall seit Studienbeginn) und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (Functional Assessment of Cancer Therapy - Prostate) zeigte sich eine signifikante Überlegenheit (je p<0,001) (1). Zugleich sei die Verträglichkeit gut gewesen, so Miller.

Er erwartet, dass Enzalutamid bei der bevorstehenden Aktualisierung einen festen Platz in der S3-Leitlinie zur Therapie des Prostatakarzinoms erhalten wird. Nach Millers Ansicht gehört zu den derzeit offenen Fragen, wie sich die für das mCRPC verfügbaren Substanzen (Docetaxel, Cabazitaxel, Abirateron, Enzalutamid) am besten sequenzieren oder kombinieren lassen. Darüber hinaus kündigte er Studien zu bislang nicht zugelassenen Indikationen von Enzalutamid beim mCRPC an, etwa vor Chemotherapie oder vor Androgendeprivation.

Petra Eiden (pe)

Launch-Pressekonferenz "Enzalutamid: neue Hoffnung für mCRPC-Patienten", Berlin, 07.08.2013; Veranstalter: Astellas Pharma GmbH

Literaturhinweis:

(1) Scher HI, et al. N Engl J Med. 2012; 367(13): 1187-1197.

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs