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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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28. August 2012

Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Gesamtüberleben korreliert mit Ansprechen

Nach den aktuellen Ergebnissen einer Korrelationsstudie korreliert das Ansprechen, gemessen als Grad der Tumorschrumpfung, beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) positiv mit dem Gesamtüberleben (1), berichtete PD Dr. Viktor Grünwald, Hannover auf einer Presseveranstaltung in Berlin im Juni dieses Jahres.

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„Für eine langfristige Wirksamkeit ist es wichtig, die Behandlung mit einem effektiven Medikament zu beginnen und sie im Falle eines Ansprechens so lange wie möglich fortzusetzen“, sagte Grünwald. Mit einer objektiven Ansprechrate von 47% und einem medianen Gesamtüberleben (OS) von 26,4 Monaten (p=0,051) hat sich Sunitinib (Sutent®) in der Erstlinie als wirksam erwiesen (2) und wird daher von der interdisziplinären Konsensuskonferenz mRCC als Erstlinientherapie bei mRCC-Patienten mit guter und mittlerer Prognose empfohlen. Bei mRCC-Hochrisikopatienten ist Temsirolimus (Torisel®) Erstlinienstandard (3). Ebenfalls auf dem ASCO präsentiert wurde eine retrospektive Analyse zum Einfluss des Ansprechens unter Sunitinib auf die Prognose (4). Dazu wurden Daten aus 6 Phase-II/III-Studien gepoolt mit insgesamt 1.059 Patienten, von denen 398 Patienten nach RECIST-Kriterien mit einer kompletten oder partiellen Remission auf die Sunitinib-Therapie ansprachen. Gegenüber den Non-Respondern erreichten sie ein signifikant längeres medianes OS (40,1 vs. 14,5 Monate; p<0,001). Die Analyse ergab zudem, dass die Ansprechrate unter Sunitinib mit der Therapiedauer zunimmt. So zeigte sich nach 6 Wochen bei 26% der Responder ein Ansprechen, was nach 24 Wochen bei 86% der Fall war. Die Sunitinib-Therapie sollte daher laut Grünwald nicht zu früh abgebrochen werden, da ein Ansprechen auch noch spät erfolgen kann. Dennoch ist gerade eine frühe Tumorschrumpfung ein früher Marker für den Erfolg einer TKI-Behandlung, wie eine weitere Auswertung der Korrelationsanalyse von Grünwald ergab (1). Sowohl das progressionsfreie Überleben (PFS) als auch das OS sind verbessert, wenn ein Ansprechen innerhalb von 12 Wochen einsetzt, resümierte Grünwald: Während eine Tumorschrumpfung von weniger als 10% innerhalb von 12 Wochen mit einem PFS von 3,0 Monaten und einem OS von 14,5 Monaten einherging, führte eine Tumorschrumpfung von mehr als 10% zu einem PFS von 11,5 und einem OS von 29,1 Monaten (HR=0,306 für PFS und HR=0,361 für OS). Darüber hinaus sei auch die Dosis von Sunitinib essentiell, so Grünwald, da das Ansprechen und die Sunitinib-Exposition korrelieren (5). „Allerdings kommt es hier auf die individuelle, biologisch relevante Dosis an“, sagte Grünwald.

Therapiemanagement wichtig

Berit Eberhardt von der Patientenorganisation „Das Lebenshaus e.V.“ stellte die Ergebnisse der Patientenbefragung „Patientenconsensus“ vor, bei der Nierenkrebs- und GIST-Patienten, die unter Sunitinib-Behandlung waren, zu ihrer Kenntnis über Tipps zu Behandlung und Prophylaxe in Bezug auf ihre Therapie befragt wurden. Laut der Auswertung waren den Patienten 47% der Empfehlungen bezüglich der Therapie unbekannt (6). Es bedürfe daher Eberhardt zu Folge eines besseren „therapeutischen Bündnisses“ zwischen Arzt und Patient.

sk

Post-ASCO-Pressegespräch „Das metastasierte Nierenzellkarzinom (mRCC) im Spiegel des ASCO 2012: Was wirklich zählt“, 21.06.2012, Berlin; Veranstalter: Pfizer Oncology

Literaturhinweise:
(1) Grünwald V et al. ASCO 2012 Poster; Abstract ID 4631.
(2) Motzer RJ et al. J Clin Oncol 2009; 27:3584-90.
(3) Miller K et al. Aktuelle Urol 2011; 42; 242-6.
(4) Molina AM et al. ASCO 2012 Poster; Abstract ID 4542.
(5) Khosravan et al. J Clin Oncol 30, 2012 (suppl 5; abstr 363).
(6) Eberhardt-Wetherington B et al. J Clin Oncol 30, 2012, Abstract e19502.

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