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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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01. August 2014

Metastasiertes Mammakarzinom: Neue Chemotherapie-Kombination erweitert Portfolio

 Beim metastasierten Mammakarzinom stehen viele Therapieoptionen zur Verfügung, allerdings gibt es keine Vorgaben für eine Standardbehandlung oder Therapiesequenzen. Häufig werden Anthrazykline und Taxane bereits in der adjuvanten Therapie eingesetzt, so dass Patienten im metastasierten Stadium resistent sind. Eine neue Chemotherapie-Option für diese Frauen ist die Kombination von Vinflunin und Capecitabin, die aktuell beim ASCO in einer Phase-III-Studie vorgestellt wurde (1).

Eingeschlossen wurden 770 Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem und metastasiertem Brustkrebs, die mit Anthrazyklinen vorbehandelt oder Anthrazyklin-resistent sowie resistent gegen Taxan waren. Die Resistenz war definiert als Progression während der Behandlung oder innerhalb von vier Monaten im metastasierten Setting sowie das Rezidiv innerhalb von 12 Monaten im (neo)adjuvanten Setting. Randomisiert erhielten die Patientinnen entweder eine Kombination aus Vinflunin (280 mg/m2, d1, q3w) und Capecitabin (1.650 mg/m2/d1-14, q3w) oder eine Capecitabin-Monotherapie (2.500 mg/m2/d1-14, q3w). Der primäre Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS), sekundäre Endpunkte u.a. Gesamtüberleben (OS), Ansprechraten (ORR), Sicherheit und Lebensqualität der Patientinnen.

 

Abb. 1: Lebensqualität, allgemeiner Gesundheitszustand. Änderung des Gesundheitszustands - Evaluierung des QLQ-C30 Fragebogens.
 

Der primäre Endpunkt wurde erreicht: Die Kombination aus Vinflunin plus Capecitabin verlängerte das PFS gegenüber der Capecitabin-Monotherapie signifikant von 4,3 auf 5,6 Monate (HR=0,843; p=0,0426). Bezüglich des OS zeigte sich die Kombinationstherapie der Monotherapie als nicht unterlegen (11,7 vs. 13,9 Monate; HR=0,98; p=0,7657). Ein Ansprechen wurde bei 27,0% der Patientinnen unter der Kombination versus 22,6% im Kontrollarm gesehen (p=0,2670). Die Krankheitskontrollrate betrug 68,0% versus 60,5% - dieser Unterschied war signifikant verschieden (p=0,0462).

Ein wichtiger Aspekt der palliativen Behandlung ist die Lebensqualität der Patientinnen. Es sei nicht sinnvoll, das Überleben um einige Monate zu verlängern, wenn Patientinnen aufgrund der schlechten Lebensqualität nichts davon hätten, erklärte Prof. Dr. Matti Aapro, Onkologe an der Clinique de Genolier in der Schweiz. In einer Auswertung der Lebensqualität anhand des QLQ-C30 zeigte sich die Kombination von Vinflunin und Capecitabin der höher dosierten Capecitabin-Monotherapie überlegen (s. Abb. 1).

Fazit

Die Kombinationstherapie mit Vinflunin und Capecitabin ist eine wirksame und sichere Option für Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs, die gegen Anthrazykline und Taxane resistent sind.

Dr. Ine Schmale

Pressekonferenz: "New chemotherapy brings hope to patients with advanced breast cancer resistant to taxanes", Chicago, 02.06.2014. Veranstalter: Pierre Fabre

Literaturhinweis:
(1) Aapro MS et al. ASCO 2014; Poster Highlights Session, Abstr. #1013^.

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