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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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09. September 2016

Metastasiertes Kolorektalkarzinom: Die Therapiesequenz beginnt in der Erstlinie

Mit der Erweiterung des systemischen Armamentariums steigt auch die Anforderung an das behandelnde Ärzteteam, sich für die adäquate Therapie zu entscheiden. Im Rahmen des 18th World Congress on Gastrointestinal Cancer wurde der optimale Einsatz verschiedener Therapieoptionen unter Beachtung möglicher Sequenzen diskutiert.
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Neben den Einschlusskriterien und dem Ergebnis der klinischen Zulassungsstudien steuern histopathologische Überlegungen, Tumorbiologie, Patientencharakteristika, vorangegangene Therapien, der Patientenwunsch und das mit dem Patienten besprochene Ziel der Behandlung die Wahl der Therapie, sagte Dr. Giuseppe Aprile, Udine, Italien.

Um einem Patienten den Zugang zu möglichst vielen Therapielinien offen zu halten, müsse von Anfang an auch die mögliche Therapiesequenz in die Überlegungen einbezogen werden. Die optimale Erstlinientherapie ist eine wichtige Entscheidung. Nur knapp mehr als die Hälfte der Kolorektalkarzinom-Patienten erhalten, laut amerikanischer Kohortenstudie, eine Zweitlinientherapie und wenig mehr als ein Viertel eine Drittlinientherapie (1). Zudem bestimmt das Vorgehen in der Erstlinie die möglichen Folgetherapien und die Eignung des Patienten für die Applikation weiterer Therapielinien. Es gebe eine starke Evidenz für eine Oxaliplatin-basierte Chemotherapie plus eine zielgerichtete Therapie in der Erstlinie, bemerkte Aprile.


Stellenwert der Tumorbiologie bei Wahl der Zweitlinientherapie

Aprile stellte für die Zweitlinienbehandlung drei Szenarien, abhängig von der Erstlinientherapie und dem RAS-Status, vor. Nach Bevacizumab sind, bei RAS-mutierten Patienten, an zielgerichteten Therapien drei antiangiogen-gerichtete Substanzen möglich. Ob mit Bevacizumab weiterbehandelt oder zu Aflibercept gewechselt werde, hänge von den Resistenzmechanismen ab. Liegt das progressionsfreie Überleben (PFS) unter 9 Monaten, so empfiehlt Aprile den Wechsel zu Aflibercept, um den breiteren Wirkmechanismus zu nutzen. Bei einem längeren PFS nach Bevacizumab-Erstlinientherapie wäre zudem die Weiterbehandlung mit Bevacizumab möglich. Da unter Bevacizumab-Behandlung ein Anstieg der Konzentration der VEGFR-1-Liganden VEGF-A und PIGF beobachtet wird, sei der Einsatz des VEGFR-2-gerichteten Ramucirumab möglicherweise weniger zielführend, so Aprile. Auch bei RAS-Wildtyp-Patienten, bei denen ein EGFR-gerichteter Antikörper eingesetzt werden könnte, würde Aprile die antiangiogenen Therapien bevorzugen, da Anti-EGFR-Antikörper nach Bevacizumab-Therapie eine reduzierte Aktivität aufweisen.

Nach Anti-EGFR-Strategie in der Erstlinientherapie würde Aprile Aflibercept und Bevacizumab ebenfalls den Vorzug vor Ramucirumab geben. Neben dem Ausweich-Mechanismus über die Produktion von VEGFR-1-Liganden, fehle in diesem Setting die Evidenz für die Anti-VEGFR-2-Behandlung.
Dr. Ine Schmale, Westerburg
Satellitensymposium „Colorectal cancer, can we take action against progression?“, im Rahmen d. 18th ESMO WCGIC, 02.07.2016, Barcelona; Veranstalter: Sanofi Genzyme
Literatur:
(1) Abrams TA et al. J Natl Cancer Inst 2014, 106:djt371.
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