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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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28. August 2012

European Hematology Association (EHA) 2012

Meningeosis lymphomatosa – Prognoseverbesserung durch moderne Konzepte

Die Meningeosis lymphomatosa ist eine seltene aber lebensbedrohliche Komplikation bei Lymphomen und nimmt aufgrund längerer Überlebenszeiten zu. Daher sind das Aufdecken von Risikofaktoren, die frühzeitige Diagnosestellung und das rasche Einleiten einer effektiven ZNS-gerichteten Therapie wie die Gabe von intrathekal verabreichtem liposomalen Cytarabin entscheidend, wie Experten im Rahmen eines Symposiums berichteten.

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Der ZNS-Befall bei Lymphomen wird immer noch zu selten oder zu spät diagnostiziert“, bemängelte Prof. Norbert Schmitz, Hamburg. Um das Risiko eines ZNS-Befalls besser abschätzen zu können, untersuchte seine Arbeitsgruppe verschiedene Risikofaktoren. Ausgewertet wurden die Daten von insgesamt 4.472 Patienten mit aggressiven Lymphomen (18-80 Jahre) aus den Studien der Deutschen Studiengruppe Hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome (DSHNHL). Patienten mit einem erhöhten LDH-Spiegel, B-Symptomen und mehr als einem extranodalen Befund weisen demnach ein erhöhtes Risiko auf.

ZNS-gerichtete Therapie mit liposomalem Cytarabin

Die New Nordic Phase-II-Studie CHIC (ChemoImmuntherapy with early CNS prophylaxis) untersucht bei Patienten unter 65 Jahren mit einem Hochrisiko-DLBCL die frühzeitige ZNS-gerichtete Behandlung. Diese beginnt mit der Verabreichung von 2 Dosen Hochdosis(HD)-Methotrexat in Kombination mit R-CHOP, gefolgt von 4 Zyklen R-CHOP14 und Etoposid sowie einem Zyklus HD-Ara-C. Zusätzlich erhalten die Patienten 3 Zyklen liposomales Cytarabin intrathekal. Die Studienleiterin Dr. Sirpa Leppä, Helsinki, erläuterte, dass diese Substanz u.a. wegen ihrer optimalen Verteilung im lumbal-ventrikulären System und der nur alle 2 Wochen notwendigen Verabreichung gewählt wurde. Im Rahmen der Studie wird die Zeit bis zum Therapieversagen und die Inzidenz des ZNS-Befalls bestimmt. 

Rasche Diagnose und anschließende Behandlung

Zur Sicherung der Diagnose bei bereits vorliegendem ZNS-Befall sollten alle vorhandenen diagnostischen Möglichkeiten genutzt werden, so Schmitz. Dafür stehen die ausführliche klinische Untersuchung, die kraniale Magnetresonanztomographie (MRT) und die Zytologie zur Verfügung. Die rasche Einleitung einer entsprechenden Therapie kann bei Lymphomen sogar zu Langzeitremissionen führen, wie ein neues Therapiekonzept der Charité bei DLBCL-Patienten mit ZNS-Rezidiven zeigt. Das Protokoll schließt neben einer systemischen Induktionschemotherapie bereits von Anfang an die intrathekale Gabe von liposomalem Cytarabin ein. Bei Ansprechen wird eine systemische Hochdosistherapie plus intrathekale Gabe von liposomalem Cytarabin durchgeführt, gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation. Bei 70% aller Patienten sprach das ZNS-Rezidiv auf die Therapie an, wobei die meisten Patienten eine komplette Remission hatten (CR: 15/ PR: 2).

Bettina Reich

Literaturhinweise:
(1) Schmitz N. et al. EHA 2012, Abstract 735
(2) Baraniskin A. et al. Brit J Haematol 2011; 156: 421-432

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