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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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03. Juli 2014

ASCO - 30. Mai - 03. Juni 2014, Chicago, USA

Mammakarzinom: Keine Überlebensverlängerung durch doppelte HER2-Blockade

Nach den Ergebnissen der Phase-III-Studie ALTTO (Adjuvant Lapatinib and/or Trastuzumab Treatment Optimisation) ist die adjuvante Therapie bei Frauen mit frühem HER2-positivem Brustkrebs mit zwei gegen HER2 gerichteten Substanzen - Lapatinib und Trastuzumab - nicht wirksamer mit Trastuzumab allein. Weder im krankheitsfreien noch im Gesamtüberleben bestand ein Unterschied zwischen beiden Behandlungsgruppen. In der Studie NeoALTTO konnte durch eine neoadjuvante Therapie mit Lapatinib plus Trastuzumab im Vergleich zu Trastuzumab die pCR-Rate etwa verdoppelt werden. Somit stellt die ALTTO-Studie die pCR-Rate als Surrogatmarker für das krankheitsfreie und Gesamtüberleben in Frage, sagte Clifford A. Hudis.

ALTTO ist eine multizentrische Phase-III-Studie mit 8.381 Frauen mit einem im frühen Stadium diagnostizierten HER2-positiven Brustkrebs und damit die größte Studie, die bislang in diesem Setting durchgeführt wurde. Sie verglich eine einjährige Anti-HER2-Therapie mit Trastuzumab (T), Lapatinib (L), der Sequenz T - L oder der Kombination T + L. Die Mehrzahl (4.613 Patientinnen) erhielt die Anti-HER2-Therapie nach Abschluss der Chemotherapie, die restlichen Patientinnen zusammen mit der Chemotherapie. Patientinnen mit einem Hormonrezeptor-positiven Brustkrebs wurden zusätzlich antihormonell behandelt. Der Lapatinib-Arm (L) wurde vorzeitig geschlossen.

Primärer Endpunkt der Studie war das krankheitsfreie Überleben (DFS = disease free survival). Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 4,5 Jahren zeigte sich entgegen den Erwartungen kein signifikanter Unterschied im krankheitsfreien Überleben zwischen der Behandlung mit Lapatinib + Trastuzumab (sequenziell oder kombiniert) und einer alleinigen Trastuzumab-Therapie, berichtete die Studienleiterin Edith A. Perez, Jacksonville, FL. Unter kombinierter Anti-HER2-Therapie betrug die krankheitsfreie Überlebensrate 88%, unter sequenzieller Anti-HER2-Therapie 87% und unter Trastuzumab allein 86%. Auch im Gesamtüberleben bestand zwischen den Therapie-Armen kein signifikanter Unterschied. Perez zeigte sich von dem Ergebnis der ALTTO-Studie überrascht, da die Ergebnisse aus kleineren neoadjuvanten Studien für die kombinierte Anti-HER2-Therapie sehr vielversprechend waren. Die Verdopplung der pCR-Rate unter dualer Anti-HER2-Therapie in neoALTTO übersetzte sich allerdings nicht in ein verbessertes krankheitsfreies Überleben.

Die kombinierte Anti-HER2-Therapie war mit mehr Nebenwirkungen verbunden, in erster Linie handelte es sich um Diarrhoe, Leberenzymerhöhungen und Rash/Erythem. Die kardiale Toxizität war in allen Studienarmen erfreulicherweise sehr niedrig, sagte Perez.

Die ALTTO-Studie hat ein umfangreiches Biomarkerprogramm, so dass mit weiteren Ergebnissen über die Biologie des Brustkrebses zu rechnen ist, die wichtige Hinweise liefern könnten, warum manche Patientinnen rezidivieren und andere nicht.

"Wir brauchen robuste klinische Studien, um neue Therapieregime zu verstehen und beurteilen zu können", so Perez abschließend. Dies sei die Schlüsselbotschaft der ALTTO-Studie.

as

Abstract LBA 4, ASCO 2014

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