Montag, 23. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
27. März 2014

Malignes Melanom: Neues Update der BRIM-3 Studie bestätigt Langzeitüberleben unter Vemurafenib

Die Zulassung von Vemurafenib (Zelboraf®) brachte nach 30-jährigem Stillstand den Durchbruch in der Therapie des fortgeschrittenen malignen Melanoms. Die auf dem 10. internationalen Kongress der Society of Melanoma Research (SMR) in Philadelphia vorgestellten aktuellen Daten der Phase-III-Zulassungsstudie BRIM-3 mit einer bis zu 33-monatigen Nachbeobachtungszeit bestätigen: Das mediane Gesamtüberleben mit Vemurafenib im Vergleich zur Standardchemotherapie mit Dacarbazin kann bedeutsam verlängert werden (1).

Anzeige:
 
 

Seit Februar 2012 steht der BRAF-Inhibitor Vemurafenib für die Therapie erwachsener Patienten mit einem BRAF-V600-Mutation-positiven, nicht resezierbaren oder metastasierten Melanom zur Verfügung. Etwa jeder zweite Melanom-Patient weist ein Melanom mit BRAF-V600 Mutation auf. Das BRAF-Gen kodiert für die Serin/Threonin-Proteinkinase B-Raf. Diese spielt bei der Regulation des MAPK/ERK-Signalwegs eine Rolle und beeinflusst  Zellteilung und Differenzierung. Mutationen im BRAF-Gen können diesen Signalweg dauerhaft aktivieren. Vemurafenib hemmt spezifisch die onkogene BRAF-V600-Kinase. Für Patienten mit BRAF-positivem, fortgeschrittenem Melanom ist die selektive Blockade der BRAF-V600-Kinase heute die Therapie der ersten Wahl.

Vemurafenib ist das erste Medikament zur Therapie des fortgeschrittenen malignen Melanoms, welches das Gesamtüberleben und das progressionsfreie Überleben verlängert und darüber hinaus eine hohe Ansprechrate aufweist. In der Phase-III-Studie BRIM-3 verlängerte Vemurafenib im Vergleich zur Standardchemotherapie mit Dacarbazin signifikant das mediane Gesamtüberleben von 9,7 auf 13,6 Monate (zensiert bei Crossover; HR 0,70, p<0,001). Damit wurde das Sterberisiko um 30% reduziert. Die 1-Jahres-Überlebensrate mit Vemurafenib betrug 56%, mit Dacarbazin 44% (zensiert bei Crossover) (2).

Die auf dem SMR-Kongress präsentierte Auswertung der Follow-up-Analyse nach bis zu 33 Monaten (1) bestätigt die bedeutsame Überlebenszeitverlängerung mit einem medianen Gesamtüberleben von 13,6 Monaten im Vermurafenib-Arm vs. 9,7 Monaten unter Dacarbazin (zensiert bei Cross-over; HR 0,78, 95% CI 0,64-0,94). Die 18-Monats-Überlebensrate betrug im Vemurafenib-Arm 40% und 35% im Dacarbazin-Arm. Bei 7% der Patienten führten unerwünschte Ereignisse im Vemurafenib-Arm zum Therapieabbruch, im Dacarbazin-Arm bei 2% (1). Nebenwirkungen wie Arthralgien, Exantheme, Juckreiz und verstärkte Photosensitiviät sind gut behandelbar.

Vemurafenib auch bei Hirnmetastasen wirksam

Das maligne Melanom hat eine hohe Prävalenz für zerebrale Metastasen. Auf dem SMR-Kongress wurde ebenfalls die Interimsanalyse einer Phase-II-Studie zur Wirksamkeit von Vemurafenib bei Patienten mit symptomatischen und asymptomatischen Hirnmetastasen vorgestellt (3). In dieser einarmigen multizentrischen und open-label Phase-II-Studie wurden 146 Patienten mit Vemurafenib (960 mg, 2x tägl.) behandelt, davon 90 Teilnehmer deren Hirnmetastasen nicht chirurgisch oder strahlentherapeutisch vorbehandelt waren (Kohorte 1), und 56 Patienten, die nach einer solchen Vorbehandlung progredient waren (Kohorte 2). Primärer Studienendpunkt war das beste intrakranielle Gesamtansprechen in Kohorte 1, beurteilt durch eine unabhängige Bewertungskommission. Dieser Wert betrug 18% und 20% in Kohorte 2. In Kohorte 1 hatten 15 Patienten eine partielle und ein Patient eine komplette intrakranielle Remission. Das mediane progressionsfreie Überleben lag in der Kohorte 1 bei 3,7 Monaten, in Kohorte 2bei 3,9 Monaten.

Die Autoren der Follow-up-Analyse der BRIM-3 Studie schlussfolgerten: In der aktualisierten Analyse zur Gesamtüberlebenszeit im Rahmen einer Nachbeobachtungszeit von bis zu 33 Monaten verlängert Vemurafenib klinisch relevant das Gesamtüberleben im Vergleich zu Dacarbazin.

as

Literaturhinweise:
(1) Hauschild A et al., Pigment Cell Melanoma Res. 2013; 26; 958.
(2) Chapman PB et al. J Clin Oncol 2012; 30 (Suppl. Abstr. 8502) und mündliche Präsentation beim ASCO 2012.
(3) Kefford RF et al., Pigment Cell Melanoma Res. 2013; 26; 965 und Poster präsentiert auf dem 10. Internationalen Meeting der Society for Melanoma Research; November 17-20, 2013; Philadelphia, Pennsylvania, USA.

Mit freundlicher Unterstützung der Roche Pharma AG

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs