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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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02. September 2013

EHA-Kongress 2013

MDS mit transfusionspflichtiger Anämie: Oraler Eisenchelator langfristig wirksam und verträglich

In der EPIC-Studie waren Patienten mit transfusionsabhängigen Anämien, darunter 341 mit myelodysplastischen Syndromen (MDS), zunächst 1 Jahr lang mit dem oralen Eisenchelator Deferasirox (Exjade®) behandelt worden und hatten damit eine deutliche Reduktion der Serum-Ferritin-Titer erfahren - bei handhabbaren Nebenwirkungen. In einer bis zu 18 Monate dauernden Verlängerung dieser Studie konnte nun die längerfristige Wirksamkeit und Verträglichkeit von Deferasirox gezeigt werden (1).

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Von den 175 MDS-Patienten, die die initiale Studie beendet hatten, nahmen 45 an der Verlängerungsstudie teil, so Norbert Gattermann, Düsseldorf. Ihre mittlere Tagesdosis an Deferasirox lag bei 20,6 mg/kg Körpergewicht (KG), die kumulative Behandlungsdauer bei 74 Wochen. Bei fast zwei Drittel der Patienten war die Compliance mit der Behandlung höher als 80%. Von Beginn der Hauptstudie bis zum Ende der Verlängerungsstudie zeigten 44 der 45 Patienten einen signifikanten Abfall des Serumferritins um im Mittel 393,5 ng/ml (p=0,0161). Die maximale Reduktion (-736 ng/ml) war bei Patienten zu sehen, die zwischen 25 und 35 mg/kg KG Deferasirox täglich erhalten hatten. Bei einem Körpergewicht von ca. 75 kg entspricht diese Dosis ca. 3-5 Tabletten à 500 mg, die pro Tag aufgelöst werden.

Die häufigsten Nebenwirkungen waren gastrointestinale Störungen bei 14 Patienten (31,1%), die zu etwa zwei Drittel leichter Natur waren und in keinem Fall zum Abbruch der Therapie führten. Auch Erhöhungen des Serum-Kreatinins oder von Lebertransaminasen waren überwiegend leicht und vorübergehend und konnten erfolgreich durch Dosisanpassungen behandelt werden. Kein Patient zeigte schwere Nebenwirkungen durch die Therapie.

Deferasirox kann also bei Patienten mit transfusionspflichtigem MDS und Anämie langfristig erfolgreich gegeben werden und reduziert signifikant die Serum-Ferritin-Titer, und das mit einem gut handhabbaren Nebenwirkungsprofil.

jg

Literaturhinweis:
(1) Gattermann N, et al. Haematologica 2013; 98(s1): 179-80 (EHA 2013, Abstr. #P423).

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