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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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31. Juli 2015

Chemotherapie mit G-CSF-Support

Lipegfilgrastim vermindert Inzidenz von febriler Neutropenie

Lipegfilgrastim (Lonquex®), ein glykopegylierter, langwirksamer rekombinanter humaner G-CSF, ist zugelassen, um bei erwachsenen Patienten unter zytotoxischer Chemotherapie die Dauer von Neutropenien zu verkürzen und die Häufigkeit febriler Neutropenien zu reduzieren. Ausgenommen sind Patienten mit chronisch-myeloischer Leukämie und myelodysplastischen Syndromen.

Es wird in einer Dosierung von 6 mg einmal pro Chemotherapiezyklus subkutan appliziert. Bei soliden Tumoren führt langwirksames G-CSF im Vergleich zu täglichem G-CSF zu weniger Dosisverschiebungen und verbesserten Ansprechraten (1). Leitlinien empfehlen den primären Einsatz von G-CSF bei einem Neutropenie-Risiko ≥ 20% sowie die Erwägung ab einem Risiko von 10% bei Vorliegen zusätzlicher Risikofaktoren (www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines). In einer der zulassungsrelevanten Phase-III-Studien wurde Lipegfilgrastim bei 202 Patientinnen mit Brustkrebs geprüft und erwies sich bezüglich der mittleren Dauer der schweren Neutropenie im ersten Therapiezyklus (primärer Endpunkt) dem Referenzpräparat Pegfilgrastim als nicht unterlegen (2).

Wie Prof. Christoph Thomssen, Halle, berichtete, ermöglicht die primäre (und sekundäre) G-CSF-Prophylaxe in der Regel den Erhalt der geplanten Dosisdichte bei Standard-Chemotherapien sowie verschiedene Formen der Therapie-Intensivierung, etwa eine dosisdichte Therapie beim Mammakarzinom. „Dadurch haben sich die Heilungsraten substantiell verbessert“, so Thomssen.

 

Fallbeispiele NHL und Mammakarzinom

• Eine 57-jährige Patientin mit einem hochaggressiven Non-Hodgkin-Lymphom benötigte eine wegen des kurativen Ansatzes möglichst ohne Dosisreduktion durchzuführende Chemotherapie. Aufgrund mehrerer Risikofaktoren bestand ein erhöhtes Risiko für febrile Neutropenie. Die Patientin erhielt zusätzlich zu einer R-CHOP 21-Chemotherapie insgesamt sechs Lipegfilgrastim-Injektionen am jeweils zweiten Zyklustag. Es kam unter dieser Prophylaxe weder zu Fieber noch zu Infektionen. Die Patientin konnte die Therapie vollständig, ambulant, und in nahezu voller Dosierung durchlaufen und befand sich danach in kompletter Remission. Lipegfilgrastim wurde eingesetzt, da von einer nicht ausreichenden Therapieadhärenz seitens der Patientin auszugehen und die tägliche Applikation eines kurzwirksamen G-CSF nicht angezeigt war. Mit Lipegfilgastrim einmal pro Zyklus konnte das Neutropenie-Risiko gut aufgefangen werden. (Kasuistik: Dr. Thomas Wolff, Onkologie Lerchenfeld Hamburg)

• Eine 52-jährige Patientin mit einem perimenopausal aufgetretenen Hormonrezeptor-positiven Mammakarzinom (pT2, pN2a, M0) erhielt postoperativ eine dosisdichte Chemotherapie sowie zusätzlich Lipegfilgrastim. Bei dosisdichten/dosisintensivierten Therapieregimen beim Mammakarzinom ist das Risiko für febrile Neutropenien erhöht und gemäß den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) G-CSF-Prophylaxe indiziert. Die Patientin konnte alle Therapiezyklen entsprechend dem gewählten Regime in 14-tägigen Intervallen absolvieren und entwickelte zu keinem Zeitpunkt eine febrile Neutropenie. Lipegfilgrastim wurde gut vertragen. (Kasuistik: Dr. Ursula Scholz, Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem)

 

Mit freundlicher Unterstützung der Teva GmbH

Patientenbezogene Risikofaktoren  

Nach EORTC-Leitlinie: Ein zusätzlicher Risikofaktor reicht aus: Alter > 65 Jahre, fortgeschrittenes Krankheitsstadium; früher aufgetretene FN-Episode(n).
- Zwei oder mehrere zusätzliche Risikofaktoren: reduzierter AZ (ECOG) ≥ 2, schlechter Ernährungsstatus, weibliches Geschlecht, Hb-Wert < 12 g/dl, Erkrankungen von Leber oder Niere oder Herz-Kreislauf-System.
- Die ASCO-Leitlinie ergänzt die Risikofaktoren für die primäre Prophylaxe: extensive Vorbehandlung, auch RTx oder kombinierte RCTx; Zytopenie infolge Knochenmarkbefalls durch Tumor; offene Wunden oder aktive Infektionen.
- NCCN-Leitlinien-Ergänzung: vorangegangene Operation.
Dr. Beate Grübler, Hannover
Fortbildung „G-CSF – Tumortherapie sicherer & effektiver“, Hamburg, 06.05.2015. Veranstalter: Teva GmbH
Literatur:

(1) Almenar Cubells D et al. Eur J Cancer Care (Engl) 2013;22(3):400-12.
(2) Bondarenko I et al. BMC Cancer 2013;13:386.

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