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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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28. August 2012

Leitlinien zu invasiven Candidosen: Empfehlung von Micafungin

Invasive Candidosen sind ein zunehmendes Problem auf Intensivstationen und in der Hämato-Onkologie. Mittlerweile gibt es dafür aber wirksame und verträgliche Antimykotika. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin wurden die Ergebnisse der neuen ESCMID*-Leitlinien vorgestellt, in denen das Echinocandin Micafungin (Mycamine®) in verschiedenen Indikationen mit dem höchsten Empfehlungsgrad beurteilt wird.

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In den ESCMID-Leitlinien sind die Empfehlungen anhand der unterschiedlichen Patientenzielgruppen eingeteilt: Intensive Care Unit (ICU), Pädiatrie und Hämato-Onkologie. So ist z.B. für die Therapie invasiver Candida-Infektionen bei ICU-Patienten Micafungin mit dem Empfehlungsgrad A-I aufgeführt. Das Echinocandin ist den Leitlinien zu Folge in dieser Indikation sowohl den Azolen als auch liposomalem Amphotericin B vorzuziehen. Als Gründe für die steigende Inzidenz invasiver Mykosen auf Intensivstationen nannte Dr.  Georg Langebartels, Köln, die schwierige Diagnostik, zum Teil unzureichende Behandlungen und Biofilm-Bildung. Des Weiteren merkte er an, dass Patienten, die intensiv stationär behandelt werden, immer älter werden, wodurch das Risiko für Multimorbiditäten steigt. „Ein Vorteil von Micafungin ist, dass es kein Interaktionspotential mit Immunsuppressiva hat, es zudem hoch wirksam und gut verträglich ist“, erklärte Langebartels. Damit kann es auch bei multimorbiden Patienten eingesetzt werden und wird in den Leitlinien zur Firstline-Therapie empfohlen.

Prof. Andrew Ullmann, Würzburg, der die ESCMID-Leitlinien maßgeblich mitentwickelt hat, erklärte, dass Micafungin auch für die Erstlinien-Therapie von Candidämien und invasiven Candidosen bei neutropenischen Patienten eine A-Empfehlung erhalten hat. Darüber hinaus wird nach einer allogenen Stammzelltransplantation, die ein erhöhtes Risiko einer invasiven Mykose birgt, in den Leitlinien zu einer Behandlung mit Micafungin geraten. „Nach einer allogenen Stammzelltransplantation ist die Sterberate groß, wozu invasive Mykosen entscheidend beitragen“, sagte Dr. Heinrich Lellek, Hamburg. Zur Prophylaxe einer Candida-Infektion nach einer allogenen Stammzelltransplantation hat Micafungin als einziges Echinocandin eine A-I-Empfehlung erhalten, da es sich in dieser Indikation bereits in einer klinischen Studie einer Behandlung mit Fluconazol statistisch signifikant überlegen zeigte (1). Lellek berichtete von den Erfahrungen an seinem Zentrum, in dem Micafungin in 3 verschiedenen Dosierungen (50, 100 und 150 mg) getestet wurde. Dabei zeigte sich ein leichter Vorteil für die 100-mg-Dosierung. In 22% der Fälle konnte eine invasive Pilzinfektion mikrobiologisch nachgewiesen werden. Signifikante Unterschiede in den 3 Gruppen gab es dabei nicht. In keinem Fall wurde die Micafungin-Prophylaxe wegen Unverträglichkeit abgesetzt.

sk

Pressekonferenz „Invasive Candidosen: Neue Leitlinien empfehlen Echinocandine“, im Rahmen des ISHAM 2012, 12.06.2012, Berlin; Veranstalter: Astellas

* European Society of Clinical Microbiology and Infection Diseases

Literaturhinweis:
(1) van Burik et al. Clin Infect Dis 2004;39:1407-16

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