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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. August 2014

Leitlinien in den klinischen Alltag übertragen

ABC-2:

Seit 2011 gibt es erstmals einen internationalen Konsens zu Diagnostik und Therapie des metastasierten Mammakarzinoms, nachdem in Lissabon die ABC-1 (Advanced Breast Cancer First Consensus)-Konferenz mit den deutschen AGO-Mitgliedern im Panel, Prof. Dr. Nadia Harbeck, Brustzentrum, Frauenklinik der Universität München, und Prof. Dr. Christoph Thomssen, Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie, Martin-Luther-Universität Halle, durchgeführt worden war. Was damals festgelegt wurde, konnte als weltweiter Standard of Care implementiert werden und auf dem ABC-2 (07.-09.11.2013) (1) mit besonderem Fokus auf das inoperable, lokal fortgeschrittene und metastasierte Mammakarzinom fortgeführt werden.

Die deutschen Teilnehmer haben es sich zur Aufgabe gemacht, im Hinblick auf deutsche Leitlinien (AGO, S3) die im internationalen Plenum festgelegten Empfehlungen anzupassen und einfach durchführbar zu machen für die Routine in deutschen Kliniken.

"Es gibt viele verschiedene Leitlinien, neben den AGO- auch die S3-Leitlinie, die St. Gallen- und die amerikanischen NCCN-Empfehlungen", sagte Thomssen. "Wichtig ist hier der gleiche Qualitätsstandard auch bei der fortgeschrittenen Erkrankung und besonders im Hinblick auf die Lebensqualität der Patientinnen", betonte er.

Als Beispiel führte er den Pleuraerguss an, der als Stichwort in den NCCN-Guidelines nur ein einziges Mal genannt und nicht weiter ausgeführt wird. "Bei Vorliegen eines Pleuraergusses braucht die Patientin neben einer systemischen Therapie auch ein lokales Management." Er nannte den Fall einer 51-Jährigen mit Mammakarzinom rechts, das 2007 brusterhaltend operiert worden war mit adjuvanter Chemotherapie und endokriner Therapie. Postmenopausal trat bei ihr 2014 ein Pleuraerguss auf, sie hatte keine weiteren Metastasen. Mit einer Pleurodese und endokriner Therapie haben solche Patientinnen eine sehr gute Überlebenschance, die unbedingt genutzt werden soll, betonte Thomssen.

Literaturhinweise:
(1) Harbeck N, Marschner N, Untch M, Thomssen C et al. Breast Care 2014; 9:52-59, doi: 10.1159/000358689.

EBCC 2014

Im März fand in Glasgow die 9. Europäische Brustkrebskonferenz (EBCC) statt. Prof. Dr. Tanja Fehm, Tübingen, gab einen Überblick über die "hot topics" der Konferenz. Interessant bei der Systemtherapie waren die finalen Daten der Bolero-2-Studie. Diese untersuchte die Wirksamkeit einer Therapie mit Exemestan plus/minus Everolimus bei 724 HR-positiven, HER2-negativen Patientinnen mit unresezierbarem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom. Primärer Endpunkt war das PFS. Die Analyse nach 18 Monaten ergab eine signifikante Verlängerung des PFS um 4,6 Monate im Kombinationsarm. Daraufhin änderte die AGO Ihre Leitlinienempfehlung 2014 und empfiehlt nun bei postmenopausalen, HER2-negativen Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom die Kombination aus Exemestan und Everolimus mit Empfehlungsniveau 1b/A/++ sowohl für die First-line als auch für die Second-line. Allerdings zeigte die finale Analyse nach 39 Monaten keine Verlängerung des Gesamtüberlebens. Dass der intrinsische Subtyp eine wichtige Rolle bei der Therapie und der Definition des Therapieziels spielt, zeigte eine deutsche Analyse von mehr als 9.000 Patientinnen aus 9 neoadjuvanten Studien. Sie identifizierte 1.051 Patientinnen mit infiltrierendem lobulären Karzinom (ILC) und untersuchte die Response und Prognose dieser Frauen auf die neoadjuvante Chemotherapie (NACT). Die Daten zeigen, dass rein lobuläre Tumore eine geringe Chance auf pCR haben und ILC mit oder ohne pCR ein signifikant besseres Überleben zeigen als nicht ILC-Tumoren. Bei ILC hat die pCR keinen Einfluss auf das Überleben. Deshalb sollte Patientinnen mit ILC keine neoadjuvante Chemotherapie angeboten werden.

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