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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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27. März 2014

Kasuistik I: Patientin mit metastasiertem HR+ Mammakarzinom mit multipler Vortherapie

Bei der postmenopausalen Patientin wird im Oktober 2008 ein Mammakarzinom in der linken Brust mit ossären Metastasen in Wirbelsäule, Hüfte und Femur diagnostiziert.

Oktober 2008 - Mai 2009: Nach Implantation eines intravenösen Portsystems erhält die Patientin eine neoadjuvante Chemotherapie mit 6 Zyklen ET (Epirubicin 60 mg/m²; Docetaxel 175 mg/m²).

Aufgrund der multiplen Knochenmetastasen sind darüber hinaus Osteosynthesen in beiden Oberschenkeln und eine Bestrahlung der Wirbelsäule erforderlich. Auch wird im Dezember 2008 eine Bisphosphonat-Therapie i.v. eingeleitet.

06.05.2009: Nach Abschluss der neoadjuvanten Chemotherapie Ablation der Mamma links mit Axilladissektion links.

Die histopathologische Aufarbeitung des Operationspräparates ergibt einen invasiven duktalen Tumor im Stadium pT3 mpN3a M1 G3 L1 V1 R1, ER+++ PR+++ HER2/neu negativ.

Mai 2009 - Mai 2011: Es folgt eine palliative endokrine Therapie mit Letrozol, unter der über rund 2 Jahre eine Krankheitsstabilisierung erreicht wird: Die Nachsorgeuntersuchungen zeigen eine Regression des initial vorhandenen Pleuraergusses und - mit Ausnahme eines neuen Herdes in der 9. Rippe im Juli 2010 - eine weitgehend stabile Knochenmetastasierung.

Mai 2011: Bei der Nachuntersuchung werden ein Progress mit multiplen Lymphknotenmetastasen in Thoraxwand und Zervikalregion sowie der ossären Filiae und das Auftreten von Hautmetastasen festgestellt.

01.06.2011 - 03.10.2011: Daraufhin wird eine Chemotherapie mit 6 Zyklen Capecitabin eingeleitet.

Oktober 2011 - April 2012: Das Re-Staging zwei Wochen nach Beendigung des 6. Capecitabin-Zyklus zeigt einen Progress der Metastasen in Haut und Thoraxwand sowie das erstmalige Auftreten von Leberfiliae. Deshalb wird auf eine Zweitlinien-Chemotherapie mit Vinorelbin (30 mg/m² wöchentlich) umgestellt, die innerhalb der nächsten Wochen zu einer "mixed response" führt: Während die Leberfiliae rückläufig sind, hat der Lokalbefund in der Axilla an Größe zugenommen.

Im April 2012 wird die Vinorelbin-Therapie wegen der offensichtlichen Größenzunahme der thorakalen Hautmetastasen abgebrochen.

31.05.2012 - 28.06.2012: Umstellung auf eine endokrine Therapie mit Fulvestrant (500 mg i.m.), da die Lebensqualität der Patientin durch die Chemotherapie beeinträchtigt ist. Doch wird beim Re-Staging im Juni 2012 ein Anstieg des Tumormarkers CA 15-3 gemessen. Auch besteht der Verdacht auf die Entwicklung von Lungenmetastasen und Knochenmetastasen in der Rippenregion links.

06.08.2012 - 08.04.2013: Wegen des hohen Remissionsdrucks wird eine Viertlinientherapie mit nab-Paclitaxel (125 mg/m², Tag 1, 8 und 15 alle 4 Wochen) initiiert.

In den Re-Staging-Untersuchungen nach 2 Monaten zeigt sich eine deutliche Regression des Lokalbefundes in der Axilla sowie ein starker Abfall von CA 15-3. Im weiteren Verlauf bilden sich auch die Knochen- und Hautmetastasen deutlich zurück; der Tumormarker sinkt bis Ende des 3. Zyklus stark von initial 349 auf 54 U/ml.

Die Therapie mit nab-Paclitaxel wird insgesamt gut vertragen. Der Allgemeinzustand der Patientin ist gut; die Lebensqualität hat sich wieder gebessert.

 

Abb. 1: Thoraxwand-Hautmetastasen vor (A und B) sowie nach Therapie mit 8 Zyklen nab-Paclitaxel (C).

Januar 2013: Weiterhin macht sich eine deutliche Rückbildung der Haut- und Knochenmetastasen bemerkbar. Die Leberfiliae sind nur noch als zystische Residuen zu erkennen.

April 2013: Nach insgesamt 8 Zyklen nab-Paclitaxel

ist eine stabile partielle Remission erreicht. Die Hautmetastasen bilden sich weiterhin zurück und imponieren nur noch als narbige Residuen. Zervikal sind  lediglich noch kleine Lymphknoten tastbar. CA 15-3 ist weiter bis auf 42 U/ml und damit fast in den Normbereich abgefallen.

Auf Wunsch der Patientin ist jetzt eine Chemotherapie-Pause geplant, während der erneut endokrin mit Letrozol behandelt wird. Die i.v.-Therapie mit einem Bisphosphonat wird seit nunmehr 4,5 Jahren weiterhin unverändert fortgesetzt.

27.08.2013 - 13.01.2014: Nach der Chemotherapiepause im Sommer 2013 zeigen sich bei der Kon-trolluntersuchung erneut Zeichen einer Tumorprogression in Leber und Haut, sodass die Therapie mit nab-Paclitaxel (100 mg/m², Tag 1, 8, 15) reinduziert wird. Insgesamt werden 5 Zyklen verabreicht. Dabei kommt es zu einer raschen Regression der sichtbar pathologischen Befunde mit zunächst deutlichem Rückgang der Tumormarker und einer Stabilisierung der Erkrankung.

24.01.2014: Deutliche Regression der Leberfiliae im Vergleich zum Befund vom August 2013 um rund 50%. Gleichzeitig ausgeprägter Abfall der Tumormarker. Hautmetastasen sind nicht mehr sichtbar.

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