Dienstag, 24. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
13. September 2011

Ipilimumab: Entscheidender Therapiefortschritt beim malignen Melanom

Ipilimumab (YERVOY®) verlängert das Gesamtüberleben von Patienten mit malignem Melanom. Dies ging aus der Auswertung einer randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie hervor, in der mit Hilfe dieses Immuntherapeutikums das 1- und 2-Jahresüberleben signifikant gesteigert werden konnte. Einige der Patienten waren noch nach 3 bis 4 Jahren am Leben [1]. Ipilimumab wurde nun in Europa für die Therapie von fortgeschrittenen, nicht-resezierbaren oder metastasierten Melanomen bei vorbehandelten Erwachsenen zugelassen.
Anzeige:
 
 
Das maligne Melanom ist eine der aggressivsten Tumorarten mit einer sehr schlechten Prognose für die Patienten. Da es keine effektiven Behandlungsoptionen im nicht-resezierbaren Stadium III und dem metastasierten Stadium IV gibt, besteht ein dringender Bedarf an verbesserten Therapien. In der MDX010-020-Studie [1] zeigte sich, dass Ipilimumab (3 mg/kg i.v. alle 3 Wochen für insgesamt 4 Dosen) im Gegensatz zur gp100-Vakzine bei Patienten mit metastasiertem Melanom zu einem signifikant verbesserten Überleben führte: Das 1-Jahresüberleben betrug 46% im Ipilimumab-Arm vs. 25% im gp100-Arm. Das 2-Jahresüberleben lag unter Ipilimumab bei 24% und bei 14% in der gp100-Gruppe. „Mit Ipilimumab können Ärzte ihren Patienten erstmals eine Therapie anbieten, die ein signifikant verlängertes Überleben ermöglicht. Dabei handelt es sich nicht nur um Monate. Ipilimumab ist potenziell in der Lage, das Überleben um 3-4 Jahre zu verlängern“, so Prof. Alexander Eggermont, Paris.

Die Behandlung mit Ipilimumab ist eine Immuntherapie. Das Immunsystem wird stimuliert und dessen Fähigkeit, Krebszellen zu erkennen und zu vernichten, gestärkt [2]. Ipilimumab ist ein vollständig humanisierter, monoklonaler Anti-CTLA-4 (Zytotoxisches T-Lymphozyten Antigen-4)-Antikörper. Durch die Blockade von CTLA-4 kommt es zu einer Daueraktivierung der T-Zell-vermittelten Immunantwort. „Ipilimumab inhibiert den Inhibitor“, so Eggermont. „Dadurch hat das Immunsystem die Möglichkeit, Tumorantigene als fremd zu erkennen und den Tumor zu bekämpfen.“

Wie die meisten Tumortherapien, die das Immunsystem modulieren, kann diese Behandlung unerwünschte Wirkungen in Folge der T-Zell-Aktivierung und Proliferation auslösen. So kam es in der Studie unter Ipilimumab zu entzündlichen Nebenwirkungen, wie Enterokolitis (7%), Endokrinopathie (4%), Dermatitis (2%), Hepatitis (1%), Neuropathie (1%), Nephritis (1%) und Eosinophilie (1%). Mit Hilfe von Kortikosteroiden sind diese gut zu handhaben. Als häufigste unerwünschte Nebenwirkungen traten Fatigue (41%), Diarrhoe (32%), Juckreiz (31%), Rash (29%) und Kolitis (9%) auf.

Erfahrungen aus der Praxis

Dr. Caroline Robert, Paris, berichtete aus ihrer Praxis, dass es in seltenen Fällen im Zuge dieser Immuntherapie anfänglich zu einer Größenzunahme der Metastasen kommen könne, es sich aber – pathologischen Untersuchungen zu Folge – hierbei um T-Lymphozyten-Infiltrationen handelte. Demzufolge müsse man eventuell etwas länger auf ein Ansprechen warten als bei anderen Therapien, aber es käme dann doch zur erhofften Wirkung.

„Die Zulassung von Ipilimumab ist ein Meilenstein in der Behandlung vorbehandelter Patienten mit malignem Melanom“, sagte Ron Cooper, Präsident von Bristol-Meyers Squibb Europe, abschließend.

sr

Literatur:
1. Hodi FS et al. N Engl J Med 2010;363(8):711-23.
2. Weber J. The Oncologist 2007;12:864-72.

Pressekonferenz „A new era in the treatment of advanced melanoma“, 13.07.2011, Paris, Veranstalter: Bristol-Myers Squibb
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs