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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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30. September 2014

Registerdaten aus deutschen gynäko-onkologischen Praxen

Intravenöse Eisensubstitution bei Mammakarzinom-Patientinnen mit Eisenmangelanämie

Anämie ist eine häufige Komplikation bei Tumorerkrankungen, die die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten erheblich einschränkt. Anämie wird entweder durch die Tumorerkrankung selbst oder durch die Chemo- und/ oder Strahlentherapie hervorgerufen

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Der Berufsverband Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen in Deutschland e.V. (BNGO) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die ambulante Therapie in den Praxen des BNGO mittels einer Online-Dokumentation kontinuierlich zu erfassen, zu überprüfen und somit eine qualitätsgesicherte ambulante Tumortherapie sicherzustellen. Etwa 70% der Mammakarzinom-Patientinnen werden im Verlauf der Chemotherapie anämisch. Der Anämie kann ein funktioneller Eisenmangel zugrunde liegen, der durch parenterale Eisensubstitution behoben werden kann. Das Ziel dieser Dokumentation war die Erhebung der Effektivität der parenteralen Eisensubstitution mit elementarem, dreiwertigem Eisen als Eisencarboxymaltose (Ferinject®) bei Mammakarzinom-Patientinnen in den BNGO-Praxen.

Methoden

Im Zeitraum August 2009 bis Februar 2014 wurden in 26 Praxen des BNGO 262 Mammakarzinom-Patientinnen, die eine intravenöse Eisensubstitution mit Eisencarboxymaltose erhalten, in der Datenbank des BNGO erfasst. Die Dokumentation erfolgte über das Online-Dokumentationssystem ODM QuaSi®GYN. Daten zur Demographie der Praxen sowie Patientendaten zu Diagnose, Therapie und Behandlungsergebnissen wurden erfasst. Die Dokumentation begann mit der ersten intravenösen Eisentherapie und wurde nach 12 Wochen wiederholt. 93% der 262 Patientinnen (244 Patientinnen) sind hinsichtlich beider Befragungszeitpunkte auswertbar. Bei 7% fehlte zum Zeitpunkt der Auswertung noch der zweite Dokumentationsbogen.

Ergebnisse

Die Patientinnen waren relativ jung. Das mediane Alter der Patientinnen bei der ersten Gabe der Eisencarboxymaltose betrug 60 Jahre. Sie waren überwiegend in gutem Allgemeinzustand: 37,5% der Patientinnen hatten zu Beginn der Primärtherapie einen Karnofsky-Index (KI) von 90% oder 100%, 37,1% wiesen einen KI von 80% auf. Die meisten Patientinnen befanden sich in einem frühen Tumorstadium: 44% der Patientinnen hatten einen T2-Tumor, 39% einen T1-Tumor. 40% der Patientinnen waren nodal-positiv (1-3 befallene Lymphknoten), 37% waren nodal-negativ. 72% der Patientinnen hatten zu Beginn der Dokumentation keine Fernmetastasen.

64% der Patientinnen hatten in den letzten 4 Wochen vor Beginn der intravenösen Eisentherapie keine Anämiebehandlung erfahren, 16% der Patientinnen erhielten zuvor eine andere i.v. Eisentherapie.

Die Daten der Patientinnen wurden hinsichtlich des Körpergewichts und der Dosierung von Ferinject® ausgewertet. 81% der Patientinnen mit einem medianen Körpergewicht von < 70 kg erhielten pro Woche weniger als 500 mg Eisencarboxymaltose, was laut Fachinformation eine Unterdosierung darstellt. 17,6% der Patientinnen erhielten eine Dosis von ≤ 1000 mg. 2 Patienten erhielten ≤ 1500 mg und 2 Patientinnen > 1500 mg.

Die Hälfte der 244 auswertbaren Patientinnen erhielt eine Chemotherapie, 23% wurden bestrahlt, 28% bekamen zusätzlich zur parenteralen Eisentherapie Erythropoetin, mehrheitlich Erythropoetin alpha. 12% erhielten Transfusionen und 4% ein orales Eisenpräparat.
89% der 244 Patientinnen erhielten die Eisencarboxymaltose als Infusion mit einer Infusionsdauer von 5-60 Minuten. Die häufigste Infusionsdauer betrug 30 Minuten.

Der mediane Hb-Wert stieg von 10,11 g/dl bei der Eisencarboxymaltose-Gabe auf 11,43 g/dl in Woche 9-12. Das mediane Serum-Ferritin stieg von 117,5 µg/l auf 125 µg/l. Die mediane Transferrin-Sättigung stieg innerhalb der 12 Wochen von 18% auf 22%. Der mediane CRP-Wert sank von 0,37 mg/dl bei der ersten Gabe auf 0,28 mg/dl in Woche 9-12.

Zusammenfassung

Die intravenöse Eisensubstitution mit Ferinject® erwies sich als effektiv zur Behandlung von anämischen Patientinnen mit Mammakarzinom und führte innerhalb von 12 Wochen zu einem medianen Hb-Anstieg um 1,33 g/dl auf eine mediane Hb-Konzentration von 11,43 g/dl. Insgesamt bestand ein Trend zu der niedrigsten empfohlenen Dosierung von 500 mg pro Woche, obwohl zur raschen Auffüllung der Eisenspeicher die wöchentliche Gabe von bis zu 1000 mg empfohlen wird.

Kontakt:
E-Mail: info@bngo.de
Internet: www.bngo.de
 

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