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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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08. Juli 2011

Interferone sind die erste wirksame adjuvante Therapiemöglichkeit beim Melanom

Mit den Interferonen-α2a und -α2b konnte erstmals die Wirksamkeit einer adjuvanten Therapie beim malignen Melanom nachgewiesen werden. Sie führten in kontrollierten Studien zu signifikanten Überlebensvorteilen für die Patienten. Der aktuelle Stand der Forschung der adjuvanten Melanom-Therapie wurden auf einem Seminar der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden im März dieses Jahres vorgestellt.
Trotz intensiver Forschung in den letzten Jahrzehnten ist die Prognose von Patienten mit malignem Melanom bei vorhandenen Fernmetastasen nach wie vor schlecht. Mit einer wirksamen adjuvanten Therapie könnte das Metastasierungsrisiko der Melanom-Patienten verringert werden. Bisher wurden verschiedene Ansätze, wie z.B. Vakzinierungen oder Misteltherapie, ohne erkennbaren Erfolg getestet. Erst die Behandlung mit den Interferonen (IFN)-Interferonen-α2a und -α2b zeigte statistisch signifikante Therapievorteile in der rezidivfreien Zeit (7%) und im Gesamtüberleben (3%). „Im Moment stellen die Interferone die einzige zugelassene Medikation mit nachgewiesenem Nutzen für eine adjuvante Therapie beim malignen Melanom dar“, so Prof. Axel Hauschild, Kiel.

Studien zur adjuvanten Behandlung in frühen Stadien (I und II) haben gezeigt, dass niedrig dosiertes IFN-α (3x 3 Mio. IE/Woche) über 6-18 Monate zu einer signifikanten Verlängerung des rezidivfreien Überlebens führte. Die größte Studie ergab zudem auch einen deutlichen Trend zur Verlängerung des Gesamtüberlebens [1]. Im Stadium der Lymphknotenmetastasierung liegen dagegen die besten Ergebnisse der therapeutischen Wirksamkeit zur Hochdosis-IFN-α2b-Therapie (20 Mio. IU/m2 i.v. 5x wöchentl., dann 10 Mio. IU/m2 s.c. 3x wöchentl. für 48 Wochen) vor. Drei prospektiv-randomisierte Studien wiesen übereinstimmend einen Vorteil in Bezug auf das rezidivfreie Überleben zum jeweiligen Vergleichsarm auf. Diese Ergebnisse führten dazu, dass die Hochdosis-IFN-α2b-Therapie v.a. in den USA und Kanada als Standard im Stadium III etabliert wurde.

Eine mögliche Verbesserung der Therapie stellt die Verbindung der Interferonmoleküle mit Polyethylenglykol (PEG) dar, da dies zu einer verlängerten Halbwertszeit des Interferons führt. Dadurch ist nur noch eine einmal wöchentliche Applikation notwendig, wodurch eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten insbesondere bei einer Langzeittherapie ermöglicht wird. Im Vergleich zur alleinigen Beobachtung kam es durch PEG-Interferon zu einer statistisch signifikanten Verlängerung des rezidivfreien Überlebens von 25,5 auf 34,8 Monate. Das Gesamtüberleben wurde nicht beeinflusst. Der beobachtete positive Effekt trat insbesondere bei Patienten in frühen Stadien (N1) und mit ulzeriertem Primarius auf.

Dr. Peter Mohr, Buxtehude, erklärte, dass sich die Wirksamkeit der Interferone in Metaanalysen bestätigt hat.

„Es wäre wichtig, einen prädiktiven Marker zu finden, der die Wirksamkeit einer adjuvanten IFN-Therapie vorhersagbar macht, damit Patienten ohne einen wahrscheinlichen Therapieerfolg die damit verbundenen Nebenwirkungen erspart werden können“, sagte Hauschild abschließend.

sr

Mittagsseminar der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft „Adjuvante Therapie des Melanoms – State of the art und neueste Erkenntnisse“, 31.03.2001, Dresden
Veranstalter: MSD Sharp und Dohme GmbH


Literatur:
1. Grob JJ, Dreno B, de la Salmoniere P, et al. (1998) Lancet 351:1905-1910.
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