Samstag, 25. November 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
26. April 2016

Immuntherapie bei fortgeschrittenem NSCLC mit Pembrolizumab

Der PD-1-Inhibitor Pembrolizumab (Keytruda®) dürfte demnächst für die Zweitlinien-Therapie von Patienten mit vorbehandeltem fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) zur Verfügung stehen. Eine positive EMA-Entscheidung könnte noch im Frühjahr erfolgen.
Anzeige:
 
 
Pembrolizumab ist eine Firstline-Therapie bei fortgeschrittenem Melanom und könnte demnächst auch bei fortgeschrittenem NSCLC indiziert sein. Die vom Unternehmen MSD beantragte Indikationserweiterung stützt sich unter anderem auf Daten der Studie KEYNOTE-010: Darin wurden 1.034 Patienten mit fortgeschrittenem, progredientem NSCLC und einer PD-L1-Expressionsrate von mindestens 1% (immunhistochemische Diagnostik) eingeschlossen. Die Studienteilnehmer hatten eine Platin-basierte Chemotherapie absolviert. Pembrolizumab wurde in 2 Dosierungen (i.v.-Injektionen alle 3 Wochen) im Vergleich zu Docetaxel geprüft. Die primären Endpunkte waren das Gesamtüberleben (OS) und das progressionsfreie Überleben (PFS). Die mediane Nachbeobachtungsdauer betrug 13,1 Monate.

Pembrolizumab erreichte im gesamten Studienkollektiv (alle PD-L1-Expressionslevel) für beide Dosierungen eine jeweils signifikante Verbesserung des OS im Vergleich mit Docetaxel. Pembrolizumab führte in der Dosierung von 2 mg/kg im Vergleich mit Docetaxel zu einer Verbesserung des OS um 29% und in der Dosierung von 10 mg/kg zu einer Verbesserung des OS um 39%. Die geschätzte 1-Jahres-OS-Rate betrug unter Pembrolizumab 43,2% bzw. 52,3%, verglichen mit 34,6% unter Docetaxel. Das mediane OS lag unter Pembrolizumab bei 10,4 Monaten bzw. bei 12,7 Monaten, verglichen mit 8,5 Monaten unter Docetaxel.

Das mediane PFS betrug unter Pembrolizumab (2 mg/kg bzw. 10 mg/kg) 3,9 Monate bzw. 4,0 Monate verglichen mit 4,0 Monaten unter Docetaxel, der Unterschied war nicht signifikant.

Nach Angaben von Prof. Dr. Martin Reck, Großhansdorf, ist die gegen den PD-1-Rezeptor gerichtete Immuntherapie mit Pembrolizumab eine effektive und im Vergleich zur Chemotherapie relativ gut verträgliche Therapie mit viel Zukunftspotential. Er vermutet, dass die vorgeschaltete Chemotherapie die Expression tumorspezifischer Antigene fördert und die Tumorzellen deshalb auf eine nachfolgende Immuntherapie besonders gut ansprechen.

Pembrolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der an den „Programmed death-1“-(PD-1)Rezeptor bindet und die Interaktion mit seinen Liganden PD-L1 und PD-L2 blockiert. Pembrolizumab verstärkt die T-Zell-Reaktion einschließlich der Immunreaktion gegen den Tumor.
Dr. Beate Grübler, Hannover
Satellitensymposium „Update: Stellenwert der Immunonkologie beim Lungenkarzinom“ im Rahmen des 57. DGP-Kongresses, Leipzig, 04.03.2016; Veranstalter: MSD
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs