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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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07. Juli 2011

ASCO 2011 – GIST

Imatinib bei GIST: Überlebensverlängerung mit adjuvanter Therapie über drei Jahre

Bei Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren halbiert eine adjuvante Therapie mit Imatinib über 3 Jahre im Vergleich zu 1-jähriger Behandlung das Risiko, innerhalb von 5 Jahren zu versterben. Dies zeigten die beim ASCO 2011 präsentierten, endgültigen Ergebnisse der skandinavisch-deutschen SSGXVIII/AIO-Studie (Scandinavian Sarcoma Group Studie Nummer 18/Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie) [1].
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Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) gehören zu den häufigsten mesenchymalen Tumoren im Gastrointestinaltrakt. Das maligne Potenzial des Tumors ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Hochrisiko-GIST bestehen aus mindestens 5 cm großen Tumoren mit einer hohen Zellproliferationsrate. Das 5-Jahres-Risiko eines Rückfalls nach chirurgischer Entfernung liegt bei ≥ 50%. In der ACOSOG-Z9001-Studie hatte eine 1-jährige adjuvante Therapie mit Imatinib das rückfallfreie Überleben (RFS) zwar signifikant verlängert, die günstige Wirkung von Imatinib ließ aber nach Absetzen relativ rasch nach [2]. Daher wurde in der SSGXVIII/AIO-Studie offen und randomisiert untersucht, ob eine 3-jährige adjuvante Therapie im Vergleich zu einer 1-jährigen Behandlung mit Imatinib 400 mg/Tag das RFS (primärer Endpunkt) verlängert. Sekundäre Endpunkte waren Gesamtüberleben (OS) und Verträglichkeit.

In die multizentrische Studie wurden Patienten mit histologisch bestätigtem, KIT-positivem GIST aufgenommen, die ein hohes Rückfallrisiko hatten. Die demographischen Parameter der beiden Gruppen waren gut vergleichbar. Die Patienten waren im Median knapp über 60 Jahre alt, rund 50% waren Männer. Die mediane Tumorgröße war 9-10 cm. 70% der Patienten hatten eine Mutation im KIT Exon 11.

Das RFS nach 5 Jahren wurde durch eine 3 Jahre dauernde Behandlung mit Imatinib signifikant verlängert. Das OS wurde ebenfalls signifikant verlängert (HR 0,45, p=0,019). Nach 5 Jahren lebten noch 92% der über 3 Jahre behandelten GIST-Patienten und 81% der über 1 Jahr Behandelten (Abb. 1). Erstmals wurde damit in dieser großen Phase-III-Studie ein Überlebensvorteil durch eine längere adjuvante Behandlungsdauer mit Imatinib bei Hochrisiko-Patienten nachgewiesen. Dies ist, so PD Dr. Peter Reichardt, Bad Saarow, die eigentliche Sensation der Studie [3].

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Abb. 1: SSGXVIII/AIO-Studie: Gesamtüberleben nach 5 Jahren bei 1- und 3-jähriger adjuvanter Therapie mit Imatinib bei Patienten mit GIST [1].

Imatinib wurde gut vertragen, es traten keine unerwarteten Nebenwirkungen auf. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Anämie, periorbitale Ödeme und erhöhte Lactatdehydrogenase-Werte. Bei 33% der Patienten in der 3-Jahres-Gruppe und bei 20% der Patienten in der 1-Jahres-Gruppe wurden Nebenwirkungen vom Grad 3 oder 4 beobachtet (p=0,006).

Fazit:

Die Daten dieser Studie belegen, dass bei Patienten mit Hochrisiko-GIST eine adjuvante Therapie mit Imatinib über 3 Jahre im Vergleich zu einer 1-jährigen Therapie das rückfallfreie und das Gesamtüberleben verlängert.

Dr. Susanne Heinzl, Reutlingen

1. Joensuu H, et al. ASCO 2011, LBA1; J Clin Oncol 2011;29:suppl;Abstract #LBA1.
2. DeMatteo RP, et al. Lancet. 2009;373:1097-1104.
3. PD Dr. Peter Reichardt, Pressekonferenz Novartis Oncology, Berlin, 15. Juni 2011.

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