Dienstag, 21. November 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
19. Juli 2012

Praxisleitlinie Tumorschmerz DGS

Hydromorphon neue Präferenzsubstanz

Im Rahmen des diesjährigen Deutschen Schmerz- und Palliativtages stellte die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) erste Auszüge ihrer Praxisleitlinie zur Behandlung von Tumorschmerzen vor (1). Für die Praxisleitlinie haben Dr. Johannes Horlemann, Kevelaer, und sechs weitere Schmerzexperten intensiv die wissenschaftliche Literatur der letzten fünf Jahre analysiert. Die Langfassung soll noch dieses Jahr veröffentlicht werden. „Neu an dieser Praxisleitlinie“, so Horlemann, „ist die erstmalige Berücksichtigung von Experten- und Patientenmeinung zusätzlich zur Evidenz.“ Als Präferenzsubstanz zur Behandlung von Tumorschmerzen wird Hydromorphon mit einer 24-stündigen Schmerzabdeckung durch eine Retard-Freisetzung empfohlen. Auf Grund der einmal täglichen Gabe würde Jurnista® dieser Empfehlung gerecht.

„Eine Tumorschmerztherapie soll einfach sein, nicht zu oft verabreicht werden müssen – und der Patient muss die Wirksamkeit erfahren“, sagte Horlemann. Die Praxisleitlinie Tumorschmerz empfiehlt zur medikamentösen Therapie die orale Applikation. „Die Therapie des Tumorschmerzes soll vorrangig oral erfolgen. Keineswegs sollte der Tumorschmerzpatient alle drei Ebenen des WHO-Stufenschemas durchschreiten müssen. Den Vorrang bei der Auswahl eines Medikaments haben die Wirkstärke und die Verträglichkeit“, sagte Horlemann. Paracetamol, ASS und Codein seien bei Tumorschmerzen nicht angeraten. Retardiertes Tilidin könne bis zum Übergang zu einem Medikament der WHO-Stufe III empfohlen werden. Morphin sei zwar die traditionelle Referenzsubstanz, allerdings seien alternative Opioide verträglicher. Bei einigen Opioiden sollte immer die begleitende Gabe von Antiobstipativa erwogen werden.

Galenik spielt entscheidende Rolle

„Die medikamentöse Tumorschmerz-therapie wird als Dauertherapie mit festen Einnahmezeiten so organisiert, dass möglichst eine 24-stündige Abdeckung durch die Retard-Freisetzung erreicht wird. Nicht nur die gewählte Substanz, sondern auch die Galenik sollen in die Therapieentscheidung einfließen“, heißt es in der Praxisleitlinie. Aus Kostengründen werden viele Patienten von Originalpräparaten auf Generika umgestellt. Dies kann sehr problematisch sein. „Grundsätzlich sind Generika untereinander und gegenüber ihren jeweiligen Originalpräparaten in den WHO-Stufen I-III wegen unterschiedlicher Bioverfügbarkeit und Galenik nicht austauschbar“, so Horlemann.*

Hydromorphon wird aufgrund pharmakologischer Vorteile in der Verträglichkeit die Präferenzsubstanz in der Tumorschmerztherapie und wirkt bei neuropathischen, nozizeptiven und viszeralen Schmerzen, begründete Horlemann die Empfehlung. Es ist das Opioid, das am wenigsten Opioid-typische Nebenwirkungen wie Obstipation, Übelkeit und Erbrechen aufweist (2).

Eine mit der neuen Praxisleitlinie konforme Therapieoption ist Jurnista®, da es als einmal tägliche Retard-Tablette gegeben wird und einen über 24 Stunden gleichmäßigen Plasmaspiegel ermöglicht. Ein weiterer Vorteil des Präparats ist die flexible Titration in kleinen Schritten, denn die unterschiedlichen Wirkstärken sind frei kombinierbar, was Jurnista® zu einer für den Arzt einfach anzuwendenden Medikation macht.

Schlaf ist für Patienten ein wichtiges Kriterium

Eine einmal tägliche Einnahme sahen die Patienten der Umfrage PARES (3) als Vorteil an: 55% der 875 befragten Patienten favorisierten eine Einmalgabe. Die Patienten mit nur 1x täglich einzunehmender Schmerzmedikation berichteten deutlich seltener über End-of-dose-Schmerzen.

Die Qualität des Nachtschlafs war für 97% der Patienten ein elementarer Parameter für ihre Lebensqualität, 70 bis 80% der Patienten hatten Einschlaf- und Durchschlafprobleme oder wachten morgens sehr früh auf; „Patienten, die eine nur einmal täglich einzunehmende Medikation hatten, wiesen deutlich weniger Schlafprobleme auf“, schloss Horlemann.

ab

*Anm.: Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat kürzlich (24.5.2012) auf dieses Problem reagiert und votiert nun dafür, starke Schmerzmittel von der Austauschpflicht auszunehmen.

Mit freundlicher Unterstützung der Janssen-Cilag GmbH, Neuss

Literaturhinweise:
(1) DGS-Praxisleitlinie nach Erscheinen unter: http://www.schmerz-therapie-deutschland.de.
(2) Wallace M et al. The Long-term Safety and Efficacy of OROS® Hydromorphone in Patients With Chronic Low Back Pain Poster presented at the 25th Annual Scientific Meeting of the American Pain Society, San Antonio, Texas, May 3-6, 2006.
(3) Horlemann J et al. Schmerz und Schlaf: Ergebnisse einer Patientenbefragung bei Hausärzten. 23. Deutscher interdisziplinärer Schmerz- und Palliativkongress, 14.-17.03.2012, Frankfurt am Main. Poster.

Quelle: Janssen-Pressegespräch „Versorgungsstruktur und Leitlinie: Wo bleibt der Patient?“, 23. Deutscher interdisziplinärer Schmerz- und Palliativkongress, 15.3.2012, Frankfurt
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs