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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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20. Juni 2012

Hormonrezeptor-positives Mammakarzinom: Therapiesicherheit durch DNA-Analyse

Mit dem DNA-Test „Therapiesicherheit Tamoxifen“ der Humatrix AG kann bei Östrogenrezeptor-positiven Brustkrebspatientinnen die optimale adjuvante antihormonelle Behandlung ermittelt werden. Der DNA-Test, der Ende April 2012 auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main vorgestellt wurde, prüft das CYP2D6-Gen, welches für das Enzym codiert, das die Verstoffwechselung von Tamoxifen ermöglicht, auf mögliche Mutationen. Je nach Ergebnis kann die Therapie der Patientin individuell geplant werden.

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Das antihormonelle Medikament Tamoxifen blockiert die Östrogenrezeptoren (ER) und kann daher bei den entsprechenden ER-positiven Brusttumoren das Tumorwachstum verhindern. Es handelt sich bei Tamoxifen um ein sog. Prodrug, das erst durch das körpereigene Enzym CYP2D6 in der Leber in den aktiven Wirkstoff Endoxifen umgewandelt werden muss. Der Pharmazeut Prof. Theodor Dingermann, Frankfurt am Main, erklärte, dass bei 50% der Frauen das CYP2D6-Gen mutiert ist, so dass das Enzym entweder überaktiv (~ 3%) oder zu wenig aktiv (~ 40%) ist. Es kann sogar komplett fehlen (~ 7%). Bei einer erhöhten Aktivität wird zu viel Endoxifen gebildet, was oft mit schweren Nebenwirkungen korreliert, während bei einer reduzierten oder gar nicht vorhandenen Aktivität nicht genug Enzym vorhanden ist, um ausreichend Endoxifen aus Tamoxifen bereitzustellen.

Eine Alternative zu Tamoxifen in der antihormonellen Behandlung von ER-positivem Brustkrebs stellen Aromataseinhibitoren dar. Diese binden nicht an den ER-Rezeptor, sondern greifen hemmend in die Synthese des Hormons ein und sind von keinen genetischen Variationen betroffen. Allerdings geht eine solche Behandlung häufig mit stärkeren Nebenwirkungen einher. „In der Praxis wird meist eine Kombinationstherapie durchgeführt, bei der zunächst über 2 Jahre Tamoxifen und anschließend ein Aromatasehemmer gegeben wird“, so PD Dr. Christian M. Kurbacher, Bonn. „Ergibt der Test, dass keine Mutation vorliegt, sollte kein Wechsel auf Aromataseinhibitoren erfolgen, sondern Tamoxifen weitergegeben werden.“

Der DNA-Test „Therapiesicherheit Tamoxifen“ ist bereits in Apotheken erhältlich und kann nur in der ärztlichen Praxis angewendet werden.

sk

Fachpressekonferenz „Therapiesicherheit Tamoxifen“, 24.04.2012, Frankfurt am Main; Veranstalter: Humatrix

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