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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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18. Oktober 2011

Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms

Hautausschlag unter Erlotinib: Prädiktiver Faktor für längeres Überleben

Das Auftreten eines papulopustulösen Exanthems (Rash) ist ein wichtiger Indikator für eine wirksame Therapie mit dem EGFR-Inhibitor (EGFRI) Erlotinib (Tarceva®) beim metastasierten Pankreaskarzinom. Vier voneinander unabhängige Studien – davon drei große Phase-III-Studien – bestätigen, dass Patienten, die einen Rash entwickeln, von einem signifikant längeren medianen Überleben (OS) profitieren. Aufgrund der guten Datenlage empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie „Exokrines Pankreaskarzinom“ die seit 2007 zugelassene Kombination von Gemcitabin mit dem oralen Tyrosinkinase-Inhibitor Erlotinib zur First-Line-Therapie beim metastasierten Pankreaskarzinom (Empfehlungsgrad A, Evidenzstärke 1, Konsens) [1].
Spricht der Patient auf die Therapie aus Erlotinib und Gemcitabin an, zeigt sich dies meist innerhalb der ersten 4 bis 8 Wochen. Rund zwei Drittel der Patienten entwickeln in dieser Zeit einen Rash. Um ihnen den Umgang mit dieser Nebenwirkung zu erleichtern und den Behandlungserfolg nicht zu gefährden, müssen sie verstehen, dass der Rash mit einer erfolgreichen Therapie einhergeht.

PA.3: Korrelation zwischen Rash und Wirksamkeit bereits zur Zulassung

Bei der zulassungsrelevanten PA.3-Studie wurden 285 Patienten mit Gemcitabin/Erlotinib und 284 Patienten mit Gemcitabin/Placebo behandelt. Bereits hier zeigte sich, dass die Gruppe, die unter Erlotinib einen starken Hautausschlag (Grad > 1) entwickelte, überproportional gut auf die Therapie ansprach. Dies traf auf ein Drittel der Patienten zu (36%). Sie überlebten mit median 10,5 Monaten 5 Monate länger als jene ohne Hautreaktion (5,3 Monate; p<0,001). Auch im 1-Jahres-Überleben hatte die Gruppe mit Rash Grad > 1 einen Vorteil: Mit 43% hatte sich die 1-Jahres-Überlebensrate, gegenüber der Gruppe ohne Rash (16%), nahezu verdreifacht (p<0,001) [2].

AIO-PK-0104: Neue Ergebnisse bestätigen prädiktiven Wert von Rash

Die Ergebnisse der AIO-PK-0104-Studie belegen, dass bei Patienten mit einer Gemcitabin-Unverträglichkeit der EGFRI Erlotinib auch in Kombination mit Capecitabin in Frage kommt. Zudem wurde auch in dieser Studie bestätigt, dass eine Hautreaktion unter dem oralen Tyrosinkinase-Inhibitor mit einem längeren Überleben der Patienten einhergeht: Mit 8,7 Monaten hat sich das mediane OS bei Patienten mit Rash im Vergleich zu 3,7 Monaten bei jenen ohne Rash mehr als verdoppelt (HR 0,54; p<0,001) [3].

PanTar: Verdreifachung der Überlebenszeit bei starkem Hautausschlag

Auch in der nicht randomisierten, offenen spanischen Phase-II-Studie PanTar profitierte das Patientenkollektiv mit einem Erlotinib-induzierten papulopustulösen Exanthem deutlich gegenüber der Gruppe ohne Rash. Mit 6,6 Monaten lebten die Patienten mit einer kutanen Nebenwirkung von Grad 1 (n=44) doppelt so lange wie jene ohne Hautreaktion (3,3 Monate, n=71; p<0,001). Die Studienergebnisse belegten weiter, dass die Überlebenszeit der Patienten mit dem Rash-Schweregrad zunahm. So zeigten Betroffene mit einem Rash vom Grad 2 (n=38) ein medianes OS von 10,6 Monaten (p<0,001) [4].

AViTA: signifikante Überlebensverlängerung auch bei leichterem Rash

Die Phase-III-Studie AViTA zeigte, dass auch ein leichter Hautausschlag (Grad 1) mit einem Therapieansprechen einhergeht. So lag das mediane OS bei den Patienten, die mit Gemcitabin und Erlotinib therapiert wurden und einen Rash jeglichen Schweregrades entwickelten, bei 8,0 Monaten und bei lediglich 4,8 Monaten ohne Rash. Dieser Unterschied ist ebenso hochsignifikant (HR 0,54; p<0,0001) wie der Unterschied beim progressionsfreien Überleben der Patienten, bei denen ein Hautausschlag auftrat (2,5 vs. 4,6 Monate;p<0,0001; HR 0,53). Zwei Drittel der 607 Patienten reagierten unter der Therapie mit dem EGFRI mit einem papulopustulösen Exanthem und profitierten von einer signifikanten und klinisch relevanten Überlebensverlängerung [5].

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Literatur:
1. Adler G et al., Z Gastroenterol 2007; 45: 487-523: S3-Leitlinie „Exokrines Pankreaskarzinom“
2. Moore M et al., J Clin Oncol 2007; 25: 1960-1966
3. Boeck S et al., J Clin Oncol 2010; 28,18s: Abstract LBA 4011 und Vortrag ASCO 2010
4. Manzano J et al., J Clin Oncol 2010; 28, 15s: Abstract 4094 und Poster
5. Van Cutsem E et al., ASCO GI 2009, Abstract 117 und Poster

Mit freundlicher Unterstützung der Roche Pharma AG
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