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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. Februar 2012

ASH, 9.-13. Dezember 2011

Haploidentische Transplantation mit myeloablativer Konditionierung

Für Patienten, für die kein HLA-kompatibler Spender zu finden ist, bringt ein neues Protokoll für eine haploidentische allogene Stammzelltransplantation mit voll myeloablativer Konditionierung gute Ergebnisse beim krankheitsfreien ebenso wie beim Gesamtüberleben.
Eine allogene Stammzelltransplantation ist bei vielen hämatologischen Erkrankungen die einzige kurative Therapie. Weil nicht für jeden Patienten ein HLA-kompatibler Spender zu finden ist, wurden Methoden wie die Konditionierung mit reduzierter Intensität (nicht myeloablative Konditionierung, RIC) entwickelt, um auch Zellen von haploidentischen Spendern übertragen zu können – mit erhöhtem Risiko für Rezidive und potenziell letalen Graft-versus-Host-Reaktionen (GvHD). Connie Sizemore und Kollegen, Atlanta, haben nun bei zunächst nur 20 Patienten mit Hochrisiko-Leukämien und -Lymphomen ein neues Regime getestet: Nach einer voll myeloablativen Konditionierung mit Fludarabin, Busulfan und Cyclophosphamid erhielten sie periphere haploidentische Stammzellen einschließlich der T-Zellen transplantiert [1]. Zur GvHD-Prophylaxe bekamen die Patienten aber am dritten und vierten Tag nach Transplantation zusätzlich eine immunsuppressive Dosis von jeweils 50 mg/kg Cyclophosphamid.

Es kam bei allen Patienten zu einem kompletten Engraftment. Eine akute GvHD vom Grad 2-4 trat in 30% der Fälle auf, eine chronische in 42%, bei 25% war sie mäßig bis schwer. Nach median 14 Monaten sind 74% der Patienten am Leben, die krankheitsfreie Überlebensrate liegt bei 51%; nur 10% der Patienten sind nach einem Jahr an den Folgen der Transplantation verstorben. Deutlich schlechter war das Resultat bei den elf Patienten, die wegen rezidivierter oder refraktärer Leukämie oder Lymphomen als Hochrisiko-Patienten eingestuft worden waren: Im Gegensatz zu den neun Patienten mit Standardrisiko waren bei ihnen Gesamt- (55% vs. 100%) und krankheitsfreies Überleben (33% vs. 76%) deutlich geringer.

Vor allem für Patienten mit Hochrisiko-Erkrankungen, die keinen HLA-kompatiblen Spender haben, könnte also eine myeloablative Konditionierung mit anschließender haploidentischer Transplantation einschließlich der T-Zellen sowie nachfolgender Immunsuppression eine vielversprechende Option sein, so Sizemore.

Literatur:
1. Sizemore C et al., ASH 2011, Abstract #889
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