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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. September 2011

Gute Effektivität und günstiges Nebenwirkungsprofil von Pazopanib im klinischen Alltag bestätigt

Für die Erstlinientherapie von Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom bei niedrigem/intermediärem Risiko sind mit Pazopanib, Sunitinib und der Kombination aus Bevacizumab und Interferon mittlerweile 3 Behandlungsmöglichkeiten zugelassen, die in ihren jeweiligen Zulassungsstudien alle ein progressionsfreies Überleben von ca. 10-11 Monaten erzielt haben. Pazopanib kombiniert darüber hinaus eine gute Wirksamkeit mit einem überwiegend günstigen Nebenwirkungsprofil. So traten in den Phase-III-Studien unter Pazopanib Nebenwirkungen hauptsächlich vom Grad 1/II auf, berichtete PD Dr. Thomas Gauler, Universitätsklinikum Essen, während eines GSK-Satellitensymposiums* in Duisburg. Dies bestätigte sich mittlerweile im Praxisalltag, wie Gauler resümierte.
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Wie sollte ein VEGF-Tyrosinkinase-Inhibitor idealerweise beschaffen sein? Er muss eine hohe Wirksamkeit haben, um gute klinische Ergebnisse zu erzielen, verbunden mit einer hohen Spezifität, die weniger Nebenwirkungen bedingt und so die Therapietreue der Patienten fördert. Des Weiteren sollte, so Dr. Gauler, die Pharmakokinetik, eine 1x tägliche Verabreichung ermöglichen, was sich ebenfalls positiv auf die Patiententreue auswirke. Außerdem sollte die Substanz oral verabreichbar sein. Pazopanib erfüllt einige dieser Bedingungen: Die Substanz muss nur 1x täglich als Tablette eingenommen werden und zeigte in der Phase-III-Studie bei guter Effektivität (Tabelle 1) Nebenwirkungen, die überwiegend mild bis moderat (Grad 1/II) ausgeprägt waren. So traten insbesondere subjektiv belastende Nebenwirkungen wie Fatigue (alle Grade 19%), Hand-Fuß-Syndrom (alle Grade 6%), Stomatitis (alle Grade 4%) und Mukositis (alle Grade 4%) unter Pazopanib mit relativ geringer Inzidenz auf.

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Tab. 1: Ergebnisse der Phase-III-Studien (kein direkter Vergleich).
PFS=progressionsfreies Überleben; ORR=Gesamtansprechrate; CR=komplettes Ansprechen; PR=partielles Ansprechen; OS=Gesamtüberleben; BEV=Bevacizumab; IFN=Interferon.

Head-to-Head Vergleichsstudien

Derzeit laufen zwei direkte Vergleichsstudien Pazopanib vs. Sunitinib, auf deren Daten man gespannt sein dürfe, sagte Dr. Gauler. Zum einen sei die COMPARZ-Studie eine auf Nicht-Unterlegenheit angelegte Vergleichsstudie, die die Hypothese prüfen soll, dass Pazopanib bei gleicher Effektivität wie Sunitinib besser verträglich ist. Erste Ergebnisse werden Ende 2011 erwartet. Des Weiteren werde die PISCES-Studie über die Patientenpräferenz Aufschluss geben, die in dieser Studie der primäre Studienendpunkt ist.

Kasuistiken

Dr. Gauler stellte eigene klinische Erfahrungen mit Pazopanib anhand zweier Kasuistiken von Patienten vor, die am Universitätsklinikum Essen im Rahmen der COMPARZ-Studie mit Pazopanib behandelt worden sind: Bei einer 72-jährigen Patientin mit klarzelligem Nierenzellkarzinom hatte sich durch die Behandlung mit Pazopanib der Allgemeinzustand nach 3 Monaten deutlich gebessert, es konnte eine lang anhaltende Remission von 26% erzielt werden. An Nebenwirkungen war lediglich eine vorübergehende Transaminasenerhöhung von Grad II aufgetreten. Bei einem anderen 72-jährigen Patienten mit Spätrezidiv im Bereich der linken Beckenschaufel konnte mit Pazopanib ebenfalls eine langfristige, inzwischen über 1,5 Jahre andauernde Krankheitsstabilisierung erreicht werden. Eine Metastase mit Durchbruch ins rechte Becken hat sich seit Ansetzen der Pazopanib-Therapie nicht wesentlich verändert. Die Symptomatik besserte sich bereits 2 Monate nach Behandlungsbeginn. Als schwerwiegendste Nebenwirkung war auch hier ein Transaminasenanstieg bis Grad II aufgetreten, der sich im Verlauf normalisierte. Alle anderen Nebenwirkungen waren nur mild ausgeprägt (Grad I).

Dr. Gauler kam zu der Schlussfolgerung: „Die Wirksamkeit von Pazopanib beim mRCC ist vergleichbar mit anderen VEGFR-TKIs und mit der Kombination von Bevacizumab mit Interferon. Pazopanib besitzt dazu ein günstiges Nebenwirkungsspektrum, was inzwischen auch im Update zur Phase-III-Studie bestätigt werden konnte.* Seine eigenen klinischen Erfahrungen seien dementsprechend.

* Smart Attack, Zielgerichtete Therapien: Erfahrungen im klinischen Alltag. GSK Satellitensymposium anlässlich des Updates Hämatologie/Onkologie 2011, Duisburg, 24. Juni 2011

Mit freundlicher Unterstützung von GlaxoSmithKline
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