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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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02. Juni 2016

Editorial

Gipfelstürmer 2016

Die letzten Schritte sind die größte Herausforderung

Bereits zum vierten Mal fand in München im April 2016 das „Gipfelstürmer“-Meeting zum Mammakarzinom statt. Bei dieser Veranstaltung werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus Studien in den klinischen Alltag überführt und mit Ärztinnen und Ärzten aus Kliniken und Praxen diskutiert. Wir sind überzeugt, dass nur in der interdisziplinären und multiprofessionellen Zusammenarbeit von Forschern, praktizierenden Ärzten, Pflegenden, Industrie und Kostenträgern ein weiterer Fortschritt möglich ist. Die Pathologie und die Molekularbiologie zeigen uns derzeit neue Wege auf, die in gemeinsamen Studien überprüft werden müssen. Die Ergebnisse müssen jedoch auch Eingang in die Praxis finden, damit die Patienten flächendeckend profitieren und nicht nur im Rahmen von Studien. Deshalb ist der zweite Tag des Gipfelstürmer-Meetings der fallbezogenen Diskussion gewidmet. Hier werden alle Teilnehmer einbezogen und es wird deutlich, welche praktischen Probleme die Kollegen beschäftigen. Ganz wichtig ist es zu erfahren, ob unsere in den Studien erworbenen Erkenntnisse tatsächlich Eingang in die Praxis finden oder welche Bedenken formuliert werden.

Die deutschen Studiengruppen haben zum Therapiefortschritt beim Mammakarzinom maßgeblich beigetragen, was internationale Anerkennung findet. Unsere Studien rekrutieren in kurzer Zeit, weil deutschlandweit Gynäkologen und Internisten aus Klinik und Praxis Patientinnen einbringen. Ein sehr gutes Beispiel ist die Gepar-Septo-Studie der AGO-B/GBG; von der Konzeptidee bis zur Publikation sind weniger als 4 Jahre vergangen. Ein weiteres Beispiel für klinische Forschung ist das ADAPT-Konzept der WSG, das sowohl die persönlichen Risikofaktoren als auch das vorhergesagte Therapieansprechen berücksichtigt, um jeder Patientin eine individuelle, optimierte Therapie anbieten zu können. Erste Daten zu Subentitäten der ADAPT-Studie wurden auf den letztjährigen ASCO- und SABCS-Kongressen präsentiert, und auch beim diesjährigen ASCO können wir hierzu neue Ergebnisse zeigen.

Wie geht es weiter? Die Immuntherapie und die molekulare Diagnostik sind auf dem Vormarsch und stellen neue Anforderungen an Forscher und Therapeuten. Bei der Immuntherapie müssen wir über den gynäkologischen „Tellerrand“ hinausblicken und uns mit den in anderen Fachbereichen erzielten Daten beschäftigen. Wie können wir diese Therapien auch für das Mammakarzinom nutzen? Welche Studien müssen wir konzipieren, und wie selektieren wir vorab diejenigen Patienten, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit von dieser Therapie profitieren? Wir müssen immer das Wohl der Patientin und, wenn möglich, ihr persönliches Behandlungsziel und ihren Weg im Blick haben. Wir müssen uns über supportive Konzepte ebenso wie über komplementäre Maßnahmen wie Sport, Ernährung und sinnvolle Phytotherapie informieren und in Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen den Patientinnen auch hier Lösungen anbieten. Nur so kann der maximale Erfolg – Heilung bei guter Lebensqualität und ohne Langzeitfolgen oder Spätkomplikationen – erzielt werden.

Ihre Nadia Harbeck, Christian Jackisch und Michael Untch
 

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