Montag, 25. September 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
10. März 2017

Fortgeschrittenes RCC: Antibiotika verringern die Wirkung einer Immuntherapie

Eine Immuntherapie ist bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom weniger effektiv, wenn sie zuvor mit Antibiotika behandelt wurden. Das zeigten die auf dem ASCO GU präsentierten Ergebnisse einer retrospektiven Analyse (1). In der Studie betrug das mediane progressionsfreie Überleben bei den Patienten, die Antibiotika erhalten hatten, 2,3 Monate verglichen mit 8,1 Monaten bei Patienten ohne vorherige Antibiotika-Behandlung.
Anzeige:
 
 
Die Studie umfasste 80 Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC), die in prospektive klinische Studien mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren eingeschlossen waren. Die Patienten wurden entweder mit PD-1/PD-L1-Inhibitor-Monotherapien oder mit Kombinationen aus PD-1- und CTLA-4-Inhibitoren bzw. aus PD-L1-Inhibitor und Bevacizumab behandelt. Insgesamt erhielten 16 Patienten in einem Zeitraum bis zu einem Monat vor der ersten Gabe der Immuntherapie ein Breitband-Antibiotikum.

Die Krebserkrankung schritt bei den Patienten, die Antibiotika erhalten hatten, schneller voran und dies unabhängig von Faktoren wie Patientenalter, Geschlecht und Tumorcharakteristika. Laut den Autoren scheint auch das Gesamtüberleben nach der Behandlung mit Antibiotika kürzer zu sein, aber hierzu sei noch ein längeres Follow-up notwendig.

Die Ursache für den negativen Effekt der Antibiotika auf die Immuntherapie könnte sein, dass Antibiotika die „guten Bakterien“ im Darm vernichten. Bereits früher wurde in Mausversuchen beobachtet, dass gewisse Mikroorganismen im Darm mit dem Immun-system interagieren und die Wirkung von Immun-Checkpoint-Inhibitoren unterstützen.

„Diese frühen Erkenntnisse zeigen, dass Ärzte, die Immuntherapien anwenden, einer Antibiose größere Aufmerksamkeit schenken sollten“, sagte Lisa Derosa, Paris. „Diese Erkenntnis ist sicher nicht nur bei Nierenkrebs relevant, da Antibiotika bei vielen Krebspatienten eingesetzt werden, um Infektionen, die von der Krebsbehandlung oder einem geschwächten Immunsystem herrühren, zu verhindern oder zu behandeln.”

Für die Zukunft ist geplant, zusätzliche Patienten in die Studie aufzunehmen. Gleichzeitig wird weiterhin im Mausmodell versucht, diejenigen Darmbakterien zu identifizieren, die das Ansprechen auf Immun-Checkpoint-Inhibitoren beeinflussen sowie die Antibiotika, die den größten Einfluss auf das Outcome haben. Zwischenzeitlich werden andere laufende Studien bei Nieren- und Lungenkrebs die Verbindung von Antibiotika-Gebrauch und Outcome einer Krebs-Immuntherapie untersuchen.
(übers. v. sk)
2017 Genitourinary Cancers Symposium
Literatur:
(1) Derosa L et al. J Clin Oncol 35, 2017 (suppl 6S; abstract 462).
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017