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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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26. April 2017

Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom – State of the Art

Ein Ovarialkarzinom wird meist erst im fortgeschrittenen Zustand (FIGO-Stadium III/IV) diagnostiziert. Die Therapie ist entsprechend radikal und belastend. In der klinischen Forschung wird deshalb nach Standards gesucht, unter welchen Bedingungen eine Therapie Einschränkungen der Lebensqualität rechtfertigt, und wann nicht.
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Die klassische Primärtherapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms ist das operative Debulking gefolgt von einer systemischen Chemotherapie. Ziel der Operation ist es, alle sichtbaren Tumorreste zu beseitigen. Gelingt das, beträgt das Gesamtüberleben (OS) im Mittel 5 Jahre.

Unklar ist, ob die pelvinen und para-aortalen Lymphknoten bei allen Patientinnen entfernt werden müssen. Welche Kriterien sprechen dafür oder dagegen? Ältere Daten legen nahe, dass die vollständige Entfernung der Lymphknoten das progressionsfreie Überleben (PFS) verlängert.

Die LION-Studie (Lymphadenectomy In Ovarian Neoplasms) der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) (1), die seit 2008 läuft, wird in diesem Jahr abgeschlossen. Anhand der Ergebnisse wird man wahrscheinlich Kriterien erarbeiten können, die für oder gegen eine Lymphadenektomie sprechen. In der LION-Studie wurden rund 600 Patientinnen ohne sichtbare Tumorreste nach der Operation entweder lymphaden-ektomiert oder nicht. Es zeigte sich, dass 56% der Frauen befallene Lymphknoten hatten. Die Ergebnisse der Studie werden auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2017 in Chicago vorgestellt.

Das Ausmaß des Befalls kann häufig erst intraoperativ festgestellt werden, denn die Computertomografie im Bereich des Oberbauches ist besonders unzuverlässig, und der ist in bis zu 70% befallen. Eine Milzresektion oder eine Leberteilresektion sind nur gerechtfertigt, wenn der Patient dadurch tumorfrei wird.

Zur neoadjuvanten Chemotherapie des Ovarialkarzinoms im Vergleich zum derzeitigen Standard gibt es wenige Daten. In die beiden verfügbaren Studien wurden überwiegend Patientinnen eingeschlossen, deren Tumorlast sehr hoch war. In der jeweiligen Primärtherapie wurde dann häufig keine Tumorfreiheit erreicht (2, 3). Unter diesen Bedingungen scheint die neoadjuvante Chemotherapie die Prognose von Patientinnen mit weit fortgeschrittenen Ovarialkarzinomen nicht zu verschlechtern. Eine neue Studie der AGO zu dieser Fragestellung „Trial on Radical Upfront Surgery in Advanced Ovarian Cancer” (TRUST) startete im Jahr 2016 und wird bis 2023 laufen (4).
Dr. Maren Mundt
Norddeutsches Onkologieforum „Operation des Ovarialkarzinoms, State of the Art und offene Fragen der operativen Therapie“, 24.-25.02.2017, Hamburg
Literatur:
(1) https://clinicaltrials.gov/ct2/show/record/NCT00712218
(2) Kehoe S et al. Lancet 2015;386(9990):249-57.
(3) Vergote I et al. N Engl J Med 2010;363(10): 943-53.
(4) https://clinicaltrials.gov/ct2/show/record/NCT02828618?term=ovarian+carcinoma+TRUST&rank=1
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