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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. September 2011

Erste wirksame Therapie gegen Myelofibrose: Abnahme von Milzgröße und Symptomen unter dem JAK-Inhibitor Ruxolitinib

Das Beispiel der myeloproliferativen Erkrankungen zeigt, wie rasch die Entwicklung neuer Therapien in der Onkologie heute vonstatten gehen kann: Die JAK2V617F-Mutation im Gen für die JAK2-Kinase wurde erstmals im Jahr 2005 beschrieben, und im Jahr 2011 gibt es bereits klinische Studienresultate mit mehreren Inhibitoren zur Myelofibrose. Am weitesten ist die Entwicklung von Ruxolitinib, einem selektiven Inhibitor der Kinasen JAK1 und 2, fortgeschritten, für den beim EHA-Kongress eindrucksvolle Ergebnisse der ersten beiden Phase-III-Studien vorgestellt werden konnten: In der Placebo-kontrollierten Studie COMFORT I wurden 309 Patienten mit Myelofibrose mit hohem oder hoch-intermediärem Risiko randomisiert, Placebo oder Ruxolitinib zu erhalten.
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Ruxolitinib wurde in Abhängigkeit von den Thrombozytenzahlen zunächst mit 15 oder 20 mg zweimal täglich gegeben, so Srdan Verstovsek, Houston (Abstract #0505), aber die Dosis konnte während der Behandlung entsprechend Wirksamkeit und Toxizität titriert werden. Primärer Endpunkt war der Anteil an Patienten, bei denen das Milzvolumen nach 24 Wochen um mindestens 35% abgenommen hatte.

Eine solche Rückbildung wurde in der Verumgruppe bei 41,9% der Patienten gefunden, in der Placebogruppe nur bei 0,7% (p<0,0001). Auch die Kurven der mittleren Veränderungen der Milzgröße in den beiden Studienarmen zeigen eine eindrucksvolle Überlegenheit des Inhibitors; diese Wirkung war übrigens unabhängig davon, ob JAK2 bei den Patienten mutiert war oder nicht. Außerdem war nach 24 Wochen bei 45,9% der Verum-, aber nur bei 5,3% der Placebo-Patienten ein spezifischer Symptom-Score (modifizierte Myelofibrosis Symptom Assessment Form, MFSAF v2.0) um mindestens 50% verbessert (p<0,0001).

Bei den meisten Patienten war die Verbesserung der Symptomatik bereits innerhalb der ersten 4 Wochen zu bemerken, und parallel dazu nahm auch die Lebensqualität zu und die Fatigue-Symptomatik ab – unabhängig von Veränderungen der Hämoglobin-Werte. Thrombozytopenien und Anämien waren unter Ruxolitinib häufiger, führten aber nur selten zu einem Abbruch der Behandlung und bildeten sich im Lauf der Behandlung wieder zurück. Ruxolitinib wird nach diesen Ergebnissen sicherlich eine entscheidend wichtige neue Behandlungsoption für Patienten mit Myelofibrose sein.

Josef Gulden
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