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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. September 2011

Editorial zum Titelthema Nierenzellkarzinom

Schätzungen zufolge werden in Deutschland mehr als 17.000 Fälle von malignen Nierentumoren neu diagnostiziert, wobei es sich bei 85% um ein Nierenzellkarzinom (RCC) handelt. Bis zu 30% der RCC-Patienten erleiden ein Rezidiv. Viele Jahre lang gab es beim metastasierten RCC (mRCC) außer einer Immuntherapie kaum Behandlungsmöglichkeiten, da Chemo- und Strahlentherapie bei diesem Tumor wirkungslos sind. Nach der Einführung von Medikamenten, die zielgerichtet die Angiogenese und deren Stoffwechselweg in der Tumorzelle beeinflussen, hat sich das progressionsfreie Überleben der Patienten im Mittel verdoppelt. Die unspezifische Immuntherapie des mRCC mit den Zytokinen Interferon-α und Interleukin-2 ist damit in den Hintergrund getreten. Einen Überblick zur aktuellen medikamentösen Therapie des mRCC, die sich derzeit extrem im Fluss befindet, gibt Thomas Steiner von der Klinik für Urologie in Erfurt in seinem Artikel.
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0 PD Dr. med. Michael Staehler, München

Die einzige kurative Option bleibt die Operation. Auf Grund der heute zunehmenden Anzahl an kleinen, zufällig entdeckten Nierentumoren rückt die organerhaltende Tumorchirurgie immer mehr in den Fokus. Die Kollegen M. Gierth, S. Denzinger, W.F. Wieland, M. Burger, H.M. Fritsche und W. Otto von der Klinik für Urologie im Caritas-Krankenhaus St. Josef, Universität Regensburg, gehen in ihrem Artikel vergleichend auf die offene und die laparoskopische Nierenteilresektion ein und zeigen u.a. die operativen und onkologischen Vor- und Nachteile beider Verfahren auf.

Sabine Brookman-May, ebenfalls von der Klinik für Urologie im Caritas-Krankenhaus St. Josef, Universität Regensburg, beschreibt Nomogramme und Prognosemodelle, die eine Stratifizierung von Patienten hinsichtlich ihrer Prognose und die Anwendung individueller Therapiemodalitäten und Follow-up-Regime bereits präoperativ oder im metastasierten Stadium ermöglichen sollen.

Für die Untersuchung der Nieren wird in der Regel der Ultraschall als primäres bildgebendes Verfahren gewählt. Für die genaue und richtige Einordnung fokaler Nierenläsionen finden zunehmend neue Verfahren, wie der kontrastmittelgestützte Ultraschall oder die Ultraschall-Bildfusion Anwendung, deren technische Grundlagen und deren konkrete Anwendung bei der Charakterisierung von Nierenläsionen Dirk-André Clevert vom Institut für Klinische Radiologie, Campus Großhadern, in seinem Artikel beschreibt und diskutiert.

Albrecht Reichle von der Abteilung Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinikum Regensburg, stellt das Prinzip biomodulatorischer Kombinationstherapien vor, die einen ganz neuen Ansatz in der Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms bilden könnten.

Einige Patienten mit mRCC entwickeln Knochenmetastasen als erstes Zeichen ihrer Erkrankung, die aufgrund ihres osteolytischen Charakters und der hohen Blutperfusion für den Patienten hinsichtlich Frakturen problematisch und für den Operateur schwieriger zu versorgen sind. Somit ist die operative Therapie ein wichtiger Baustein in der Versorgung, die Hans Roland Dürr von der Orthopädischen Klinik der LMU München Großhadern in seinem Beitrag vorstellt.

Insgesamt zeigt sich, dass die Diagnostik und Therapie des Nierenzellkarzinoms einem extremen Wandel unterworfen wurde, der insbesondere in der interdisziplinären Zusammenarbeit entstanden ist und stetig weiterentwickelt wird. Dabei kann diese Entwicklung beispielhaft für alle antiangiogenetischen Therapieansätze solider Tumore sein.

Priv. Doz. Dr. med. Michael Staehler
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