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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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28. Dezember 2012

Editorial - Updates und Highlights 2012

Die Highlights in der Onkologie in diesem Jahr waren wohl die Ergebnisse beim malignen Melanom mit BRAF-Inhibitoren und der Immuntherapie, welche die Verläufe fortgeschrittener Stadien erstmals deutlich verändern konnten. Auch bei Mamma- und Lungenkarzinom wurden Studien mit neuen Substanzen bzw. Substanzkombinationen veröffentlicht, deren Ergebnisse teils als Durchbruch bezeichnet werden können.

 

Über solche Durchbrüche darf aber die „Therapieoptimierung in kleinen Schritten“ nicht vergessen werden. Die mediane Überlebenszeit von Patienten mit metastasierten kolorektalen Karzinomen (mCRC) hat sich z.B. durch konsequente Metastasenresektionen und die Therapie über mehrere Linien mit verschiedenen Medikamenten seit 1990 in etwa verdoppelt. Und nachdem sich sehr lange relativ wenig Neues auf dem Sektor der antiangiogenen Therapie getan hatte, sind nun mit Regorafenib und Aflibercept gleich 2 neue antiangiogene Substanzen in Phase-III-Studien positiv geprüft worden. Spannend sind auch neue Daten zur Erhaltungstherapie bzw. der Zweitlinientherapie im Sinne des „treatment beyond progression“ mit Bevacizumab. Erstmals wurde am Modell des mCRC in mehreren Studien gezeigt, dass die Fortsetzung einer antiangiogenen Therapie auch nach einer Progression sinnvoll sein kann. Aufgabe kommender Studien wird sein, die optimale Sequenz solcher Therapien zu erforschen und (Bio)marker weiter zu untersuchen.

Auch in der Therapie des Magenkarzinoms kann über „Therapieoptimierung in kleinen Schritten“ berichtet werden. Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom, die eine Zweitlinientherapie mit Irinotecan oder einem Taxan erhalten, haben ein signifikant längeres medianes Gesamtüberleben. Gespannt sein darf man auch auf Ergebnisse mit molekular-gezielten Substanzen, wie etwa Ramucirumab, Onartuzumab und Pertuzumab, die in laufenden und geplanten Studien untersucht werden. Doch auch negative Studien wie mit den EGFR-Inhibitoren beim Magenkarzinom sollten in einem positiven Licht gesehen werden, da sie richtungsweisend sind.

Ein Beispiel dafür, wie wichtig die molekulare Charakterisierung einer Tumorerkrankung für die Therapieoptimierung sein kann, ist das Multiple Myelom. Diagnose, Therapiestrategien und aktuelle Studien stellt Prof. H. Goldschmidt aus Heidelberg in einer Übersichtsarbeit dar.

Die überwiegende Zahl der Tumorpatienten sind Menschen in höherem Lebensalter. Lange bekannt indes ist, dass diese Patienten in den klinischen Studien unterrepräsentiert sind. Die Notwendigkeit klinischer Studien für genau diese „alten Patienten“ ist erkannt und Studien für diese Zielgruppe sind initiiert worden. Einen Überblick über den Stand der Diskussion und Beispiele für solche Studien gibt PD Dr. U. Wedding aus Jena.

Trotz einer Vielzahl auch neuer Schmerzmedikamente und -therapien leidet etwa die Hälfte der Tumorpatienten noch unter therapiebedürftigen Schmerzen, die die Lebensqualität erheblich einschränken. Frau Dr. I. Strohscheer aus Hamburg-Barmbek widmet sich in ihrem Artikel diesem wichtigen Thema und gibt einen Überblick über die medikamentöse Therapie.

Eine spannende Lektüre und einen guten Jahresabschluss wünscht Ihnen

Prof. Dr. med. Ralf-Dieter Hofheinz, Mannheim

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