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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. Mai 2013

Editorial: Schwerpunkt Mammakarzinom

Die Therapie des Mammakarzinoms unterliegt derzeit einem starken Wandel. Unter Berücksichtigung der Tumorbiologie können wir unseren Patientinnen individualisierte, aber evidenzbasierte Therapiekonzepte anbieten. Beim frühen Mammakarzinom können wir so Über- aber auch Untertherapien vermeiden und in der fortgeschrittenen Erkrankung die Überlebenszeiten durch neue zielgerichtete Therapeutika substantiell verbessern. Diese Konzepte erfordern die ständige Information über die aktuelle Datenlage und die umfassende, z.T. auch kritische Beratung unserer Patientinnen. Aus diesem Grund freue ich mich, dass es uns gelungen ist, in der aktuellen Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE herausragende Autoren zum Thema Mammakarzinom zu gewinnen.

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Prof. Dr. Nadia Harbeck, München
 

PD Dr. Schmidt, Mainz, erklärt die neuen Begriffe zur Einteilung der verschiedenen Mammakarzinom-Subtypen und zeigt die Wertigkeit der Multigenanalysen in Hinblick auf die klinische Therapieentscheidung. PD Dr. Lux, Erlangen, zeigt sehr überzeugend, dass durch die neuen Tests zwar zunächst Zusatzkosten generiert werden, die Tests aber letztlich zur Reduktion von Kosten und Morbidität beitragen.

PD Dr. Buchholz, Regensburg, stellt die provokante Frage, ob alle Patientinnen mit N+ Mammakarzinom eine Chemotherapie erhalten müssen. Auch er kommt zu dem Schluss, dass die Zeit "Chemotherapie für alle" beim frühen Mammakarzinom endgültig vorbei ist, betont aber die Notwendigkeit der evidenzbasierten Entscheidungsgrundlage für die Vermeidung von Chemotherapie. Frau Prof. Nitz, Mönchengladbach, zeigt wie in der WSG-ADAPT-Studie nicht nur die Tumorbiologie der diagnostischen Stanze als statischer Biomarker, sondern auch das Proliferationsverhalten des Tumors nach 3 Wochen zielgerichteter Therapie als dynamischer Biomarker in die Festlegung des endgültigen Therapiekonzeptes miteinfließen. Wichtig scheint mir, dass so auch eine potentielle Untertherapie bei HR+ Tumoren mit schlechtem Ansprechen auf endokrine Therapie vermieden werden kann. Im HER2+ Teil der ADAPT-Studie haben Patientinnen die Möglichkeit, die neuen Therapeutika T-DM1 und Pertuzumab bereits präoperativ zu erhalten. Die aktuelle Rekrutierung der Studie zeigt, dass dieses sehr stark an der Tumorbiologie orientierte Konzept bei Patientinnen und Therapeuten gleichermaßen auf Zustimmung stößt.

Zur fortgeschrittenen Erkrankung zeigt Frau Dr. Würstlein, München, neue zielgerichtete Therapieoptionen. Aktuell gibt es zwei neue Zulassungen (Everolimus, Pertuzumab), eine Dritte (T-DM1) steht bevor. Gerade in der HER2+ Situation sind durch die neuen Therapiemöglichkeiten Überlebenszeitverbesserungen möglich und für Patientinnen die realistische Möglichkeit einer chronischen behandelbaren Erkrankung.

Wichtig ist heute das Erstellen des endgültigen Therapiekonzeptes bereits präoperativ nach Vorliegen der kompletten Tumorbiologie. Beim HER2+ und triple-negativen Subtyp ist heute ein neoadjuvantes Vorgehen vorzuziehen. In modernen Studien (z.B. ADAPT, GeparSEPTO) haben wir in Deutschland die Möglichkeit, Therapie zu optimieren und Über- aber auch Untertherapie zu vermeiden. Im klinischen Alltag sollte bei N- (ggf. auch 1-3 LK), HR+, HER2-, G2-Tumoren einer der evidenzbasierten Tests (uPA/PAI-1, Oncotype DX®, MammaPrint®, EndoPredict®) zur Entscheidung für oder gegen eine zusätzliche Chemotherapie zur Anwendung kommen. All diese Punkte werden in dieser Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE angesprochen und kritisch diskutiert. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass diese Informationen für Ihren klinischen Alltag hilfreich sind.

Ihre Prof. Dr. Nadia Harbeck, München

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