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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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20. November 2009

ESMO: Zwei prospektive Studien zeigen: Panitumumab steigert die Wirksamkeit der First- und Second-Line-Chemotherapie bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalen Karzinom vom KRAS-Wildtyp

Die Zugabe von Panitumumab (Vectibix®) sowohl zu einer First-line- als auch einer Second-line-Chemotherapie bringt für Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) vom KRAS-Wildtyp signifikante Vorteile. Dies zeigten die Ergebnisse der ersten beiden prospektiven randomisierten Phase-III-Studien mit einem EGFR-Hemmer, die auf dem ECCO/ESMO-Kongress 2009 vorgestellt wurden.
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First-line Studie PRIME (Studie 203)

Die randomisierte Phase-III-Studie 203, genannt PRIME (Panitumumab Randomised Trial In Combination With Chemotherapy for Metastatic Colorectal Cancer to Determine Efficacy), untersuchte im First-line-Setting die Zugabe von Panitumumab zu einer Chemotherapie mit FOLFOX 4 (5-Fluorouracil, Folinsäure und Oxaliplatin) versus alleinigem FOLFOX 4 bei 1183 Patienten mit mCRC [1]. Der Behandlungseffekt wurde in dieser Studie prospektiv für alle randomisierten Patienten und prospektiv erstmals auch für die Patientengruppe mit KRAS-Wildtyp erhoben.

Die Zugabe von Panitumumab zu FOLFOX bewirkte bei Patienten ohne KRAS-Mutationen ein statistisch signifikant längeres progressionsfreies Überleben (PFS; = primärer Endpunkt) als die alleinige FOLFOX-Chemotherapie (9,6 Monate vs. 8,0 Monate; p=0,0234 [Abb. 1]). Die Gesamtansprechrate bei diesen Patienten konnte durch die Zugabe von Panitumumab ebenfalls gesteigert werden, sie betrug 55% im Panitumumab-haltigen Arm versus 48% im reinen Chemotherapie-Arm. Das mediane OS war bei Stand der Auswertung im Panitumumab-Arm noch gar nicht erreicht, im Chemotherapie-Arm betrug es median 18,9 Monate. Follow-up-Daten werden für Ende Januar 2010 beim ASCO-GI-Meeting in Orlando erwartet.

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Abb 1: PRIME-Studie: Progressionsfreies Überleben signifikant besser im Panitumumab-Arm

Wie wichtig der KRAS-Mutationsstatus für die Therapieauswahl ist, zeigten die Daten bei Patienten mit KRAS-Mutation. Im Panitumumab-Arm lag das PFS bei 7,3 Monaten vs. 8,8 Monaten im Chemotherapie-Arm (p=0,0227). Dies entspricht einem um 29% erhöhten Progressionsrisiko im Panitumumab-Arm bei mutierten Tumoren. Dr. Jean-Yves Douillard kommentierte die Ergebnisse: „Dies ist eine wichtige Information. Wir sollten Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom und nachgewiesenen KRAS-Genmutationen nicht mit EGFR-Hemmern behandeln“. Die Nebenwirkungsrate war in beiden Therapiearmen vergleichbar, mit Ausnahme der erwarteten, mit der EGFR-Hemmung in Zusammenhang stehenden Toxizitäten wie Diarrhö, Hautreaktionen und Hypomagnesiämie im Panitumumab-Arm. Douillard fasste zusammen: „Die Ergänzung der First-line-Chemotherapie FOLFOX 4 durch Panitumumab verbessert signifikant das progressionsfreie Überleben bei Patienten metastasierten kolorektalen Karzinomen vom KRAS-Wildtyp. Dies konnte nun erstmals prospektiv gezeigt werden.“


Second-line Studie 181

Die Phase-III-Studie 181, die als Second-line-Chemotherapie FOLFIRI (5-Fluorouracil, Leucovorin und Irinotecan) mit oder ohne Panitumumab bei 1186 Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom untersuchte, hat ihren primären Zielpunkt ebenfalls erreicht [2]. Die Zugabe von Panitumumab zu FOLFIRI führte zu einem statistisch signifikant verlängertem PFS bei Patienten mit KRAS-Wildtyp von 5,9 Monaten vs. 3,9 Monaten für FOLFIRI alleine (p=0,004), wie Dr. Marc Peeters, Gent, Belgien, zeigte. Die Gesamtansprechrate war im Panitumumab-Arm mit 35% höher als im Chemotherapie-Arm (10%). Bei Patienten mit KRAS-Mutation dagegen bestand zwischen beiden Therapiearmen nur ein vernachlässigbarer Unterschied. Die Nebenwirkungen waren in beiden Therapiearmen vergleichbar, wiederum mit der Ausnahme der EGFR-bezogenen Toxizitäten im Panitumumab-Arm.
Als Besonderheit der Studie im Vergleich zu anderen Studien mit EGFR-Hemmern stellte Dr. Peeters heraus, dass in der Studie 181 über 90% der Tumoren auf den KRAS-Status getestet werden konnten. Peeters betonte außerdem: „Die im Panitumumab-Arm beobachtete Ansprechrate von 35% zählt zu den höchsten Ansprechraten, die jemals in Second-line-Studien beim metastasierten kolorektalen Karzinom erreicht wurden.“
Dr. Petra Ortner, München

1. Douillard J et al. Randomized phase 3 study of panitumumab with FOLFOX4 compared to FOLFOX4 alone as 1st-line treatment (tx) for metastatic colorectal cancer (mCRC): the PRIME trial European Journal of Cancer Supplements, Vol. 7, No 3, September 2009, Page 6
2. Peeters M. et al. Randomized phase III study of panitumumab with FOLFIRI vs. FOLFIRI alone as second line treatment (tx) in patients (pts) with metastatic colorectal cancer. Eur J Cancer 2009; 7 (3):10. Abstract 14LBA (ECCO15/ESMO34 conference)
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