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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. September 2011

EHA 2011 – Neues aus der (nicht nur) europäischen Hämatologie

Die Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) entwickelt sich immer mehr zu einem der wichtigsten Hämatologie-Meetings weltweit, abzulesen nicht zuletzt an dem hohen Anteil von Besuchern von außerhalb Europas. Sie erwartete auch dieses Mal wieder eine spannende Mischung aus Fortbildung und neuen Forschungsresultaten, von Updates wichtiger Großstudien bis hin zu ersten Ergebnissen mit ganz neuen Sub-stanzen bei bislang nicht therapierbaren Krankheiten wie der Myelofibrose.
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Zweitgenerations-Tyrosinkinaseinhibitoren bei CML: 2-Jahres-Daten aus DASISION- und ENESTnd-Studie

Imatinib ist so etwas wie der Prototyp des Tyrosinkinaseinhibitors, dessen Einführung vor rund zehn Jahren einen Meilenstein nicht nur für die Therapie der chronischen myeloischen Leukämie bedeutete. Inhibitoren der zweiten Generation wie Dasatinib und Nilotinib sind bei vielen Patienten wirksam, bei denen Imatinib versagt hat und erwiesen sich auch in der Erstlinien-Behandlung als vorteilhaft. Für beide Substanzen stellte Andreas Hochhaus, Jena, in London die 2-Jahres-Daten der entsprechenden Phase-III-Studien vor: DASISION für Dasatinib (Abstract #1011) bzw. ENESTnd für Nilotinib (Abstract #0484).

Die Patienten in den Kontrollarmen erhielten Imatinib jeweils in der Standarddosierung von 400 mg/d, in den experimentellen Armen wurden 100 mg/d Dasatinib bzw. zweimal täglich 300 oder 400 mg Nilotinib gegeben.

Die Zweitgenerations-Inhibitoren waren Imatinib in jeder Hinsicht überlegen: bei den kompletten zytogenetischen, insbesondere aber bei den tiefen molekularen Remissionen, die mit den Zweitgenerations-Substanzen auch deutlich schneller erreicht wurden als mit Imatinib. Eine tiefe molekulare Remission, d.h. eine Reduktion der Titer an BCR-ABL-Transkripten um mindestens 4,5 Größenordnungen oder unter ein Niveau von 0,0032% entsprechend dem internationalen Standard, hatten nach 2 Jahren in der DASISION-Studie 17% der Patienten unter Dasatinib und 8% unter Imatinib erzielt (p=0,002); in der ENESTnd-Studie waren es 25% unter der niedrigeren, 19% unter der höheren Nilotinib-Dosis und 9% unter Imatinib (p<0,0001 bzw. p=0,0006). Mit den Zweitgenerations-Substanzen wurden weniger Transformationen zur akzelerierten Phase bzw. Blastenkrise registriert (Abb. 1).

Abb. 1A und 1B: Transformationen zur akzelerierten Phase bzw. Blastenkrise unter Nilotinib, Dasatinib und Imatinib.

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Bei den Überlebensdaten ist bisher in keiner der beiden Studien ein Unterschied zwischen den Armen zu erkennen. Häufige Imatinib-Nebenwirkungen wie Muskelkrämpfe, Übelkeit und Flüssigkeitsretention traten unter den Zweitgenerations-Inhibitoren seltener auf. Als einzige nicht-hämatologische Toxizität waren unter Dasatinib Pleuraergüsse häufiger als unter Imatinib (14%); unter Nilotinib traf das auf Kopfschmerzen, Pruritus und Hautausschläge zu. Thrombopenien hingegen wurden unter Dasatinib häufiger als unter Imatinib beobachtet.

Insgesamt, so Hochhaus, stützen diese Resultate, je länger die Nachbeobachtungszeit dauert, die Überlegenheit der Zweitgenerations-Substanzen und damit ihren Einsatz in der Erstlinien-Therapie.

Josef Gulden
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