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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. September 2011

EHA 2011: Gesamtüberleben beim Mantelzell-Lymphom verlängert: Erhaltungstherapie mit Rituximab

Etwa 60% der Patienten mit Mantelzell-Lymphom sind über 60 Jahre alt. Für sie ist die Kombination aus dem Anti-CD20-Antikörper Rituximab und der CHOP-Chemotherapie als Induktionstherapie weithin als Standard akzeptiert. Weil man damit nur bei relativ wenigen Patienten eine komplette Remission erreicht und nahezu alle früher oder später ein Rezidiv erleiden, konzipierte das Europäische Mantelzell-Lymphom-Netzwerk eine Phase-III-Studie, in der zwei verschiedene Fragestellungen anhand von zwei aufeinander folgenden Randomisierungen untersucht wurden, so Hanneke Kluin-Nelemans, Groningen, Niederlande (Abstract #0504):
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- Bei der Induktionstherapie erfolgte eine Randomisierung auf R-CHOP in acht dreiwöchigen Zyklen oder R-FC (Rituximab plus Fludarabin 30 mg/m2 und Cyclophosphamid 250 mg/m2 jeweils an den Tagen 1-3) in sechs vierwöchigen Zyklen – in der Hoffnung, mit dem zweiten Regime ein besseres Ansprechen zu erreichen.
- Anschließend wurden die Patienten auf eine Erhaltungstherapie entweder mit Rituximab oder mit Interferon-α randomisiert in der Erwartung, dass der Anti-CD20-Antikörper die Dauer der Remission verlängern könnte.

560 Patienten (median 70 Jahre) wurden für die Induktionstherapie randomisiert, so Kluin-Nelemans. Bezüglich der Komplettremissionsraten unterschieden sich R-CHOP und R-FC mit 38% vs. 34% nicht signifikant, aber die Gesamtremissionsraten waren nach R-CHOP mit 87% höher als nach R-FC mit 78% (p=0,0508), der Anteil progredienter Erkrankungen nach R-FC mit 15% vs. 5% höher. Vor allem aber schnitten die Patienten nach R-FC beim Gesamtüberleben signifikant schlechter ab als nach R-CHOP (median 40 vs. 64 Monate; p=0,0072). Unter R-FC waren auch hämatologische Toxizitäten vom Grad 3 oder 4 erheblich häufiger als unter R-CHOP, insbesondere Thrombozytopenien (41% vs. 16%).

Bei der zweiten Fragestellung zur Erhaltungstherapie war Rituximab dem Interferon deutlich überlegen: Die mediane Remissionsdauer betrug unter Interferon 24 Monate, unter dem Antikörper 77 Monate (Hazard Ratio 0,54; p=0,0109). Die besten Resultate ergab eine R-CHOP-Induktionstherapie mit anschließender Rituximab-Erhaltungstherapie: Nach 3 Jahren lebten hier noch 83% der Patienten, nach R-FC-Induktion nur 67% (p=0,0494); die mediane Überlebenszeit ist hier noch nicht erreicht, unter der Interferon-Erhaltungstherapie liegt sie bei 64 Monaten (p=0,0061).

Bei der Induktionstherapie wird also vorerst alles beim Alten, nämlich bei R-CHOP, bleiben, aber mit einer anschließenden Rituximab-Erhaltungstherapie bekommt man bei diesen Patienten die besten jemals erzielten Überlebensraten. Diese Therapiestrategie, so Kluin-Nelemans, wird damit zweifellos neuer Goldstandard für die Behandlung des Mantelzell-Lymphoms bei älteren Patienten werden.

Josef Gulden
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